LWF aktuell 158
Milder Winter mit winterlichem Kern wie früher!
von Dr. Lothar Zimmermann, Dr. Stephan Raspe
Niederschlag – Temperatur – Bodenfeuchte
Nass, trüb, aber mild – so stellte sich der Februar heuer dar.
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Abb. 1a: Absolute Abweichung der Lufttemperatur vom langjährigen Mittel 1961–1990 an den Waldklimastationen (© LWF)
Mit einer Mitteltemperatur von 3,1° C war der Februar 2026 mehr als + 3,8° wärmer als die Referenzperiode 1961–90 und um +2,9° wärmer als das aktuell wärmere Klimamittel 1991–2020 – eine positive Temperaturabweichung unter zunehmenden Temperaturrekorden. Mit 94,0 l/m² fiel landesweit mehr als die Hälfte des Niederschlags als im Durchschnitt (+62%) – damit zählt der vergangene Februar eindeutig zu den nassen Februarmonaten (DWD 2026). Mit 60,2 Sonnenscheinstunden war es ein trüber Monat (-23%). Deutlich länger zeigte sich die Sonne teilweise im Alpenvorland und in den Alpen (DWD 2026).
Der Winter 2025/26 war in Bayern mit einer durchschnittlichen Lufttemperatur von 0,9 °C wieder zu mild (+1,9 ° zum Mittel 1961–90) und damit der 14. Winter in Folge mit einer positiven Temperaturabweichung zum Klimamittel. Allerdings hatte er einen winterlichen Kern im Januar, der mit einer Durchschnittstemperatur von -2,0 °C dem Mittel der Klimaperiode 1961–90 entsprach. Im aktuellen wärmeren Klima 1991-2020 war er damit -1,5° kälter! Wiederholt traten Perioden mit sehr strengem Frost und Temperaturen unter -15 °C auf. An den Alpen und im östlichen Bergland lag den ganzen Mo-nat über eine geschlossene Schneedecke. Mit der markanten Milderung im letzten Monatsdrittel setzte ein vorfrühlingshaftes Winterende ein. Insgesamt blieb der Winter mit 161,9 l/m² niederschlagsarm (-19 % zum Klimamittel 1961–90) und war mit 217 Stunden sonnenscheinreich (+27 %). Nur der Februar war nass und trüb. Trotz der statistisch gesehen geringeren winterlichen Niederschlagsmenge reichte diese aus, um die Wasserspeicher der Waldböden zu füllen, insbesondere durch die intensiven Niederschläge zum Monatsende.
Der März war heuer von vielen Hochdruckgebieten geprägt: niederschlagsarm, sehr mild und sonnenscheinreich. Niederschläge traten Anfang der zweiten Dekade sowie zum Monatsende auf.
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Abb. 1b: Prozentuale Abweichung des Niederschlags vom langjährigen Mittel 1961–1990 an den Waldklimastationen (© LWF)
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Abb. 2: Entwicklung der Bodenwasservorräte im gesamten durchwurzelten Bodenraum in Prozent zur nutzbaren Feldkapazität (nFK). Bei weniger als 40 % der nFK ist mit Trockenstress für die Bäume zu rechnen (© LWF)
Abb. 3: Mittlere Lufttemperatur und Niederschlagssumme an den Waldklimastationen sowie an der Wetterstation Taferlruck
| Waldklimastationen | Höhe ü.NN [m] | Februar 2026 Temp. [°C] | Februar 2026 NS [l/m²] | März 2026 Temp. [°C] | März 2026 NS [l/m²] |
|---|---|---|---|---|---|
| Altdorf (ALT) | 406 | 3,7 | 87 | 5,6 | 21 |
| Altötting (AOE) | 415 | 2,5 | 76 | 4,2 | 19 |
| Bad Brückenau (BBR) | 812 | 1.2 | 130 | 4,2 | 44 |
| Berchtesgaden (BER) | 1500 | 0,1 | 101 | 1,5 | 82 |
| Dinkelsbühl (DIN) | 468 | 2,3 | 90 | 3,5 | 22 |
| Ebersberg (EBE) | 540 | 2,4 | 92 | 4,1 | 27 |
| Ebrach (EBR) | 410 | 2,1 | 101 | 4,5 | 29 |
| Flossenbürg (FLO) | 840 | –0,7 | 103 | 2,9 | 36 |
| Freising (FRE) | 508 | 2,8 | 74 | 5,0 | 19 |
| Goldkronach (GOL) | 800 | –0,3 | 185 | 2,8 | 39 |
| Höglwald (HOE) | 545 | 3,1 | 90 | 4,9 | 29 |
| Kreuth (KRE) | 1100 | 1,8 | 149 | 2,9 | 61 |
| Mitterfels (MIT) | 1025 | –0,3 | 189 | 2,4 | 32 |
| Riedenburg (RIE) | 475 | 2,1 | 65 | 4,4 | 17 |
| Rothenkirchen (ROK) | 670 | –0,6 | 64 | 3,2 | 32 |
| Rothenbuch (ROT) | 470 | 2,8 | 140 | 5,1 | 40 |
| Sonthofen (SON) | 1170 | 0,5 | 167 | 2,6 | 95 |
| Taferlruck (TAF) | 770 | –0,9 | 154 | 1,1 | 29 |
| Würzburg (WUE) | 330 | 4,1 | 80 | 5,6 | 27 |

