Meldungen - LWF aktuell 157
Waldbirkenmaus – Sichtungen melden!
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(© LWF)
Im Bayerischen Wald werden im Rahmen eines EFRE-Projektes erstmals wissenschaftlich begleitete Erhaltungsmaßnahmen für die seltene Maus umgesetzt. Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) ist über den Projektbeirat daran beteiligt. Neben der Waldbirkenmaus profitieren auch zahlreiche weitere Moorbewohner, darunter der seltene Hochmoorlaufkäfer. Unter den in Bayern vorkommenden Mäusearten ist die Waldbirkenmaus durch ihren charakteristischen Ahlstrich in Verbindung mit dem deutlich über körperlangen Schwanz unverwechselbar. Ihren ersten historischen Fund in Deutschland verzeichnete übrigens ein Forstarbeiter in den Wäldern Ostpreußens. Im Rahmen des EFRE-Projektes ruft die LWF gezielt alle Waldbesitzenden, im Wald Tätige und Waldbesuchende auf, Sichtungen und Hinweise zu melden. Meldungen können per E-Mail an das EFRE-Team gesendet werden und sollten – wenn möglich – Foto, genaue Lokalität und Datum enthalten.
Dr. Stefan Müller-Kroehling, LWF
Schwarzstorch-Schulung im Allgäu & Praxis-Handout für Interessierte
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Gebannter Blick nach hoch oben - Exkursionspunkt unter Horstbaum (© S. Falkensteiner, LWF)
Im östlichen Allgäu liegt eines der bedeutendsten bayerischen Vorkommen des rechtlich streng geschützten, störungsempfindlichen »Waldstorchs«. Ziel der Schulung war es, das Wissen und die Handlungskompetenz im Umgang mit dem Schwarzstorch zu vertiefen. Die Inhalte umfassten die Biologie und Ökologie der Art, einen Erfahrungsbericht aus dem deutschlandweiten »Schwarzstorch- Hotspot« Frankenwald, das »Artenhilfsprogramm Schwarzstorch im Allgäu« sowie die geltende Rechtslage des Arten- und Naturschutzes im forstlichen Umfeld.
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Adulter Schwarzstorch auf Horst - deutlich zu erkennen an den metallisch-schwarzen Deckfedern sowie roten Beinen und Schnabel (© O. Prosick, PantherMedia)
Zentrale Punkte daraus wurden anschließend in einem Praxis-Handout als Beratungsgrundlage aufgenommen; darunter Rechtliches, Meldewege, Horstschutzzonen und Fallbeispiele. Thematisch betroffene Försterinnen und Förster und sonstige Akteure aus ganz Bayern können das Praxis-Handout bei der Fachstelle Waldnaturschutz Schwaben (holger.ginter@aelf-km.bayern.de) beziehen.
H. Ginter, Fachstelle Waldnaturschutz Schwaben und S. Falkensteiner, LWF
Luchs in Bayern: Positive Entwicklung im Norden
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In Nordbayern zeichnet sich eine dauerhafte Ansiedlung der Luchse ab (© J. Rauwolf)
red
Waldökosystem erstmals im Biologiebuch der 13. Klasse
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Biologie Bayern 13 (© C.C. Buchner Verlag)
Sabine Frommknecht, LWF
Prof. Robert Vogl, HSWT
Steigende Methanaufnahme in Waldböden
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Die Daten zur Methanaufnahme stammen aus Buchen und Fichtenwäldern (© M. Maier, Universität Göttingen)
Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) zeigt nun, dass diese Aufnahmeleistung unter den zu erwartenden Klimabedingungen sogar zunimmt.
Grundlage der Untersuchung sind wiederholte Messungen an verschiedenen Waldstandorten in Südwestdeutschland über Zeiträume von bis zu 24 Jahren. Es handelt sich dabei um den weltweit umfangreichsten Datensatz zur Methanaufnahme durch Waldböden. Die Auswertungen belegen, dass die Methanaufnahme im Durchschnitt jährlich um rund drei Prozent steigt. Als mögliche Ursachen nennen die Forschenden trockenere Böden infolge sinkender Niederschläge: Trockenere Böden können Methan leichter aufnehmen. Zudem wird es unter wärmeren Bedingungen schneller von Mikroorganismen abgebaut.
Die Ergebnisse der umfangreichen Feldstudie zeigen, dass sich klimatische Veränderungen nicht zwangsläufig negativ auf die Methanaufnahme von Waldböden auswirken – in diesem Fall ist sogar ein positiver Trend zu beobachten. Damit widersprechen die Befunde internationalen Studien, die insgesamt von einer abnehmenden Methanaufnahme ausgehen. Diese basieren jedoch auf vielen Einzelstudien mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen. Die Studie der Universität Göttingen und der FVA unterstreicht daher die Bedeutung langfristiger Messreihen und kontinuierlicher Monitoringprogramme, um die Auswirkungen des Klimawandels belastbarer und differenzierter zu bewerten.
red

