Eine Gruppe von Kindern steht in einem Laubwald.

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Nachrichten aus dem Zentrum Wald-Forst-Holz – LWF aktuell 119

Das Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan - bestehend aus der Studienfakultät für Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement der Technischen Universität München, der Fakultät Wald und Forstwirtschaft der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und der Bayrischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft - vereint Forschung, Lehre und Beratung an einem Standort und bildet den Knotenpunkt forstlicher Kompetenz in Bayern.

Die neuesten Nachrichten und Informationen aus dem ZWFH finden Sie auf dieser Seite. Die Nachrichten aus dem Zentrum erscheinen auch stets in der jeweiligen Ausgabe der LWF aktuell.

INTERFORST

Eine Frau und zwei MännerZoombild vorhanden

Abb. 1: v.l.n.r.: Forstministerin Michaela Kaniber mit Heinrich Förster, Geschäftsführer des ZWFH und Olaf Schmidt, Präsident der LWF (Foto: C. Josten, ZWFH)

Die größte INTERFORST aller Zeiten hat bei allen Beteiligten ein überaus positives Echo hervorgerufen. Vom 18. bis 22. Juli 2018 boten 453 Aussteller über 50.000 Besuchern aktuelle Entwicklungen und Innovationen. Die INTERFORST 2018 hat eindrucksvoll gezeigt, dass Hightech aus dem Forst nicht weg zu denken ist.

An vier Ständen informierten Vertreter aus dem Forstzentrum über aktuelle Themen: Der Lehrstuhl für Waldwachstumskunde der TUM gab Einblicke in die Möglichkeiten des Waldwachstumssimulators SILVA. Projektergebnisse, Praxiserfahrungen und weitere Forschungsvorhaben zu entrindenden Harvesterfällköpfen stellte die HSWT zusammen mit KWF, TUM und Niedersächsischen Landesforsten vor. Mit eigens angefertigtem Wegequerschnittsprofil in Originalgröße beriet die LWF über Wegebau und Wegeplanung.

Am Forstzentrumsstand erwarteten die Besucher sieben halbtägig wechselnde Fachthemen wie forstliches Laserscanning, Bayerns Wälder im Klimawandel oder Natura 2000. Zahlreiche Gespräche gaben Einblicke in die Aktivitäten und das Lehrangebot am Forstcampus Weihenstephan, die angebotenen LWF-Merkblätter fanden reißenden Absatz.

Christoph Josten

Besuchermagnet Wolf

Ein Mann steht in einem Hörsaal vor Publikum und präsentiert WölfeZoombild vorhanden

Abb. 2: PD Dr. Marco Heurich, Uni Freiburg, hielt den Eröffnungsvortrag über Effekte von Wölfen auf ihre Beutetiere und Ökosysteme. (Foto: C. Josten, ZWFH)

»Wald-Wild-Wolf« lautete das Thema des diesjährigen Weihenstephaner Forsttages. 180 Teilnehmer konnten sich am 6. Juli der Veranstaltung der Hochschule Weihenstephan- Triesdorf (HSWT) nicht entziehen. Die Tagung der Fakultät Wald und Forstwirtschaft war bereits über einen Monat im Voraus ausgebucht und fand erstmalig im neuen D1-Gebäude statt. HSWT-Präsident Dr. Eric Veulliet nahm bei der Eröffnung Bezug auf einen Schafriss im Wienerwald vom Juni 2018. Damit verdeutlichte er das emotional aufgeladene Spannungsfeld, in dem sich die Tagung bewegte. Das Programm wie auch die Stimmung blieben jedoch auf einer wissenschaftlichen, praxisbezogenen Ebene.

Sieben Vorträge zeichneten ein vielschichtiges Bild und gaben Antworten zu unterschiedlichen Fragestellungen rund um den großen Beutegreifer. Was bedeutet die Rückkehr des Wolfs konkret für das Ökosystem Wald? Bewirken Wölfe Verhaltensänderungen bei ihren Beutetieren? Stört der Wolf menschliche Jägerinnen und Jäger oder ist er ein »Mitjäger «? Was sagen die Erfahrungen aus Ländern, in denen der Wolf niemals abwesend war?

Die Tagung verdeutlichte, dass Management nicht nur aus Maßnahmen rund um den Wolf, sondern auch ganz wesentlich aus Information und Erfahrungsaustausch besteht. Das Ziel, aktuelle Wissenschaft und Praxis zu präsentieren sowie Wissenstransfer und Netzwerkbildung zu fördern, hat der diesjährige Forsttag klar erreicht.

Dr. Fiona Schönfeld, Christoph Josten

Forstfrauen aus ganz Deutschland in Freising

Fünf Frauen stehen mit einem langhaarigen Hund in zwei Grüppchen im Wald und studieren Papiere in ihren HändenZoombild vorhanden

Abb. 3: Forstfrauen aus ganz Deutschland testen ihr Wissen auf dem Lehrwald-Parcours der Hochschule Weihenstephan. (Foto: F. Schönfeld, HSWT)

Sie kommen aus dem Hessischen Bergland, dem Rheinland, der Lausitz, dem Thüringer Wald oder dem Allgäu. Ihr Beruf dreht sich um den Wald und Bäume, Rehe und den Wolf, die naturnahe Forstwirtschaft oder Umweltbildung – und sie sind Frauen.

Die 31. Bundestagung führte den Verein Frauen im Forstbereich e.V. vom 18. bis 22. Juli 2018 nach Freising. Beim Kennenlernen des Forstcampus Weihenstephan stand der Austausch mit Studentinnen der Hochschule Weihenstephan- Triesdorf (HSWT) ebenso auf dem Programm wie fachliche Diskussionen an der LWF zur Borkenkäfersituation in Bayern, dem Klimawandel, dem Waldumbau oder dem Eschen-Triebsterben. Aber auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die geringe Verfügbarkeit von Kita-Plätzen oder die Befristung von Arbeitsverträgen waren intensiv diskutierte Themen. Eine Exkursion in den Isar- Auwald und zum Lehrwald-Parcours der HSWT sowie der Besuch der INTERFORST boten reichlich Praxisthemen und Gelegenheit zum Austausch.

Der Verein Frauen im Forstbereich e.V. stellt ein deutschlandweites Netzwerk für alle im Forstbereich berufstätigen Frauen dar. Vor allem Berufsanfängerinnen und Forststudentinnen haben hier die Möglichkeit, aus den zum Teil langjährigen Berufserfahrungen von Vereinskolleginnen zu profitieren und das Netzwerk für neue Kontakte oder hilfreiche Impulse zu nutzen.

Petra Wild

AG Klimawandel an der LWF

Eine Gruppe Menschen, bestehend aus sieben Männern und einer Frau steht auf einer Wiese vor einem Wald, wobei die Gruppe im Vordergrund stehtZoombild vorhanden

Abb. 4: Die AG Klimawandel an der LWF (Foto: C. Josten, ZWFH)

Im Juni 2018 hat sich an der LWF die Arbeitsgruppe (AG) Klimawandel neu formiert. Ziel ist der abteilungsübergreifende Informationsaustausch zum Thema sowie der Versuch, LWF-intern (unter Beteiligung externer Partner) praxisorientierte Forschungsprojekte zum Themenfeld »Wald im Klimawandel« zu initiieren.

Die Gruppe, bestehend aus mindestens je einem Mitglied der acht Abteilungen der LWF, trifft sich im Regelfall monatlich im Anschluss an das LWF-Forum. Ausgehend von einem Basisreferat werden verschiedene Themenfelder diskutiert. Zeitweise sollen auch andere Behörden und Institutionen mit eingebunden werden.

Dr. Hans-Joachim Klemmt

SRM Talks’ 1-year-anniversary

Eine Gruppe Menschen, bestehend aus Studenten und Studentinnen, welche alle weiße Tshirts mit dem Aufdruck SRM Talks tragen, rahmen zwei Männer ein.Zoombild vorhanden

Abb. 5: SRM Talks organization team with Prof. Knoflacher and Mr. Hannon – the two speakers from the January 2018 talk about Mobility and Transportation. (Foto: Nishchay Mehrotra)

SRM Talks is an initiative established in June 2017 by a group of students of the graduate program »Sustainable Resource Management« at TUM. These students organize monthly talks under the motto »SRM talks – challenges of the future « at the Study Program Division Forest Science and Resource Management at TUM in Freising.

Since June 2017 they organized nine talks with topics that gravitate around environmental issues and sustainable solutions, such as: climate design, sustainable food concepts, sustainable transportation, wildlife and protected areas, waste management, and more. By attending the talks, one cannot only discuss related topics with speakers coming from various career backgrounds like: academics, NGOs, private or international business, but has the dynamic opportunity to network, maybe finding an interesting internship or a working student position.

The late afternoon talks usually end with a small dinner with international cuisine.

Le Ngoc Mai Trangi

www.facebook.com/SRMTalks/ Externer Link

Die beiden Preisträger jeweils seperat mit dem StifterZoombild vorhanden

Abb. 6: Eva Neuhoff (links) und Emanuel Geier (rechts) mit Prof. Gerd Wegener (Foto: S. Ederer, TUM)

Gerd Wegener Reisestipendium
Über ein Reisestipendium in Höhe von jeweils 500 Euro freuten sich zwei Masterstudenten der Studienfakultät Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement, TUM. Eva Neuhoff und Emanuel Geier absolvierten 2018 einen Auslandsaufenthalt in Kanada.

Das Reisestipendium wurde von Univ.-Prof. Dr. Gerd Wegener, ehemaliger Ordinarius für Holzkunde und Holztechnik der TUM, gestiftet und 2012 erstmalig vergeben. Mit einem jährlichen Zuschuss von 1.000 Euro soll die studentische Mobilität gefördert werden, insbesondere durch die Unterstützung von Studienleistungen und Studienaufenthalten im Ausland. Die Förderung können alle Studierenden der Studienfakultät beantragen.

Stefanie Ederer

www.forst.wzw.tum.de/studienfakultaet/preise-und-ehrungen/ Externer Link

Mischbestandsforschung

Zwei Männer in Warnkleidung bearbeiten Waldboden mit einer SpitzhackeZoombild vorhanden

Abb. 6: Buchen-Douglasien- Mischbestandsversuchs unter Fichtenschirm im Ebersberger Park (Foto: L. Steinacker, TUM)

Über 3 Millionen Euro investieren das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und die Bayerischen Staatsforsten in den nächsten Jahren in die Anlage von Mischbestandsversuchen. Das Projekt wird vom Lehrstuhl für Waldwachstumskunde der TUM koordiniert.

An vier Standorten in Bayern werden umfangreiche Mischbestandsversuche aus Buche mit Fichte, Tanne, Douglasie und Eiche eingerichtet. Langfristig sollen die Flächen dazu dienen, Interaktionen zwischen Baumarten mit Blick auf produktionsökologische Fragestellungen (Ressourcennutzung, Zuwachsdynamik, Stabilität, Qualitätsentwicklung) zu erforschen und Kenntnisse zur Bewirtschaftung und waldbaulichen Behandlung von Mischwäldern zu gewinnen. Die Flächen können interdisziplinär und als Trainings- und Demonstrationsflächen genutzt werden.

Das Vorhaben »Nachhaltigkeit und Neuausrichtung des langfristigen, ertragskundlichen Versuchswesens in Bayern« ist eine Kooperation zwischen dem Lehrstuhl für Waldwachstumskunde der TUM, der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, den Bayerischen Staatsforsten und dem Bayerischen Amt für forstliche Saat- und Pflanzenzucht.

LSt f. WWK und H. Förster, ZWFH

www.waldwachstum.wzw.tum.de Externer Link

Professor Reinhard Mosandl im Ruhestand

Ein älterer Mann im PortraitZoombild vorhanden

Abb. 7: Reinhard Mosandl (Foto: C. Josten, ZWFH)

Professor Dr. Reinhard Mosandl, Ordinarius für Waldbau der Technischen Universität München (TUM), trat zum 1. Oktober 2018 in den Ruhestand. Nach dem Studium der Forstwissenschaft an der Ludwig-Maximilians- Universität München (LMU) und dem Referendariat bei der Bayerischen Staatsforstverwaltung promovierte (1984) und habilitierte (1990) Reinhard Mosandl am Lehrstuhl für Waldbau.

Die Betrachtung des Waldes als Ökosystem und seine waldbauliche Steuerung prägte sein Forscherleben beginnend im Bergmischwald der Bayerischen Alpen und weiterführend bis in fast alle Kontinente. Als Universitätsprofessor für Forsteinrichtung an der LMU (1988 bis 1989) sowie für Waldbau in Tharandt (1993 bis 1996) und München (seit 1996), darunter vier Jahre als Studiendekan an der TUM, prägte er die forstliche Ausbildung in weiten Bereichen.

Seine Erfahrungen als Forstamtsleiter in Selb (1990 bis 1993) brachte er in die Lehre ein und pflegte zum Nutzen aller den regen Austausch von Universität und forstlicher Praxis.

Bernhard Felbermeier

Professor Anton Fischer im Ruhestand

Ein älterer Mann im PortraitZoombild vorhanden

Abb. 8: Anton Fischer (Foto: C. Josten, ZWFH)

Am 1. Oktober 2018 trat Professor Dr. Anton Fischer in den Ruhestand. Seit seiner Berufung auf die Professur für Geobotanik an der Forstwissenschaftlichen Fakultät der LMU München im Jahre 1987 hat sich Professor Fischer über mehr als drei Jahrzehnte um die Ausbildung des forstwissenschaftlichen Nachwuchses in der »Forstlichen Vegetationskunde« (so lautet auch der Titel seines bekannten Lehrbuches) verdient gemacht. Ganze Förstergenerationen haben von ihm das Zusammenspiel von Klima, Boden und Vegetation gelernt.

In der Forschung hat Professor Fischer entscheidende Beiträge zum Verständnis des Ablaufs von Prozessen in Pflanzenbeständen, v.a. nach Störungen wie Borkenkäferbefall oder Sturmwurf, geleistet. Dabei ging es ihm stets auch um die Umsetzung seiner Erkenntnisse in die forstliche Praxis und um Handlungsempfehlungen angesichts des fortschreitenden Klimawandels.

Weitere Schwerpunkte seiner Arbeit waren die Wiederbewaldung devastierter Gebiete, der Naturschutz und der Ökotourismus. Besonders verdient gemacht hat er sich um die Partnerschaft mit der Northwest University of Agriculture and Forestry in China und letztlich auch um das Zentrum Wald- Forst-Holz Weihenstephan, das er von 2009 bis 2011 leitete.

Reinhard Mosandl
18. Oktober 2018
Waldtag Bayern 2018 – Wald und Forstwirtschaft in Ballungsräumen
VeranstaltungsortNürnberg
22.–23. Oktober 2018
Esskastanie und andere alternative Baumarten im Klimawandel
VeranstaltungsortOberkirch
26. Oktober 2018
Waldbauliche Forschungslinien – eine Weltreise
VeranstaltungsortTU München, Freising
10.–11. November 2018
Unterfränkischer Waldbesitzertag
VeranstaltungsortNeundorf, Mainspessart
10.–13. November 2018
18. Münchner Wissenschaftstage
VeranstaltungsortMünchen
22. November 2018
ForschungsLand Bayern: Tag der Forschung zum Thema Wasser
VeranstaltungsortLandwirtschaftsministerium
4. Dezember 2018
5. ZWFH-Forum »Urban Forestry«Vorstellung verschieden bewirtschafteter und geführter Stadtwälder
VeranstaltungsortFreising
19. Dezember 2018
Thurn und Taxis Förderpreis für die Forstwissenschaft
VeranstaltungsortRegensburg
18.–27. Januar 2019
Internationale Grüne Woche
VeranstaltungsortMesse Berlin
10.–16. Februar 2019
51. Europäische Forstliche Nordische Skiwettkämpfe
VeranstaltungsortRegion Arberland

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