17.06.2026
Ausflug der 1. Jungkäfergeneration steht bevor und aktuelle Hinweise zur PSM-Situation - Blickpunkt Waldschutz Nr. 5/2026
von Cornelia Triebenbacher, Tobias Frühbrodt, Andreas Hahn
Die Schafskälte der letzten Woche hat den Flug der Altkäfer und die Entwicklung der ersten Jungkäfergeneration verzögert. In den bayernweit ausgelegten Bruthölzern befindet sich die Brut überwiegend im Puppenstadium. In den unteren bis mittleren Lagen bis ca. 600 m ü. NN sind allerdings auch schon Jungkäfer zu finden, die derzeit ihren Reifungsfraß durchführen.
Mit den nun wieder zunehmenden Temperaturen wird sich die Entwicklung beschleunigen, sodass wir mit einem beginnenden Ausflug der 1. Jungkäfergeneration in den nächsten beiden Wochen rechnen. Das betrifft insbesondere jene Regionen, in denen die ersten Überwinterer bereits Mitte April ausflogen und somit früh ihre Brut angelegt haben. Dazu gehören die Gebiete des südlichen Schwabens, des tertiären Hügellandes entlang der Donau und des südlichen Niederbayerns.

Abb. 1: Die Häufigkeit der Überschreitung des Schwellenwertes für möglichen Stehendbefall wird durch die Farbintensität der Punkte dargestellt. Je dunkler die Farbe, desto häufiger wurde der Schwellenwert überschritten.
Handlungsempfehlungen
Praxishilfe: Buchdrucker und Kupferstecher - Befall erkennen
Auch bei wiederholtem Regenschauer finden Sie Bohrmehl – brechen Sie Rindenschuppen ab und schauen Sie genau (vgl. Abb. 2 und 3)! Oft finden Sie auch auf Aststummeln noch Bohrmehl als untrügbarer Beweis für einen Befall (Abb. 4).
Polterbehandlungen: Ab Ende Juni 2026 kein Mittel mehr im Handel
Aktuelle Zulassungssituation von Pflanzenschutzmitteln im Forst - Blickpunkt Waldschutz Nr. 1/2026

