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Olaf Schmidt
Rund um die »Nasenzwicker« - LWF-Wissen 77

»Nasenzwicker«, so nennt der Volksmund, vor allem Kinder, die typischen Früchte der Ahorne. Obwohl innerhalb der Gattung Acer artspezifisch, ist die Form der doppelten Ahornfrucht nur unwesentlichen Schwankungen unterworfen und wird auch von Laien als Frucht des Ahorns wahrgenommen. Auch bei Ahornarten, die nicht das typische gelappte Ahornblatt zeigen, wie zum Beispiel beim Hainbuchenblättrigen Ahorn (Acer carpinifolia), weisen die typischen Früchte sofort auf die Zugehörigkeit zur Gattung Acer hin. Der Beitrag beschäftigt sich mit drei Teilaspekten der Ahornfrüchte. Zuerst wird die Artdiagnose nach den Früchten beleuchtet, dann die Bedeutung der Windverbreitung dargestellt und drittens werden Tierarten vorgestellt, die sich wie zum Beispiel Ahorn-Fruchtstecher und Ahornsamenminiermotte in den kleinen Früchten entwickeln.

Früchte des AhornZoombild vorhanden

Abbildung: Typisch für die Feldahornsamen sind die waagrecht abstehenden Flügel. Foto: F. Stahl

Auch wenn sich Früchte in der Gattung Acer sehr ähneln, können sie trotzdem mit zur Artdiagnose herangezogen werden. Die Früchte des Ahorns sind Spaltfrüchte, die erst bei der Reife in die beiden einflügeligen Fruchthälften zerfallen. Diese werden dann von den Kindern gerne als »Nasen« oder »Nasenzwicker« verwendet. Für die einzelnen Ahornarten ist die Form dieser Flügelfrüchte, zum Beispiel der Winkel der beiden Flügel, ob gerad-, stumpf- oder spitzwinklig, sehr charakteristisch (Jenny et. al. 1996).

So sind beim Feldahorn (Acer campestre) die Nüsschen filzig und die Flügel stehen waagrecht. Beim Spitzahorn (Acer platanoides) sind die Flügel leicht stumpfwinklig und beim Bergahorn (Acer pseudoplatanus) deutlich spitzwinklig. Bei anderen Ahornarten zum Beispiel dem Zuckerahorn (Acer saccharum) liegen die Flügel nahezu parallel, beim Französischen Ahorn (Acer monspessulanum) greifen die Flügel oft übereinander. Beim Bergahorn sind die Nüsschen kugelig, beim Spitzahorn eher plattgedrückt. Die Ahornfrüchte können also als ein Diagnosemerkmal zur Artbestimmung mit herangezogen werden.

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