Forschungs- und Innovationsprojekt
Möglichkeiten und Grenzen der Kreislaufwirtschaft und höherwertigen Verwendung von Reststoffen im Holzenergiesektor - "RestUse" (Projekt N 16)

Drei große Haufen von Hackschnitzeln liegen auf unterschiedlichen Unterlagen auf einem Betriebshof nebeneinander.

Die energetische Nutzung von Holz hat in den vergangenen 20 Jahren, nicht zuletzt durch den Anstieg von Schadholzmengen aus Käferkalamitäten und den Ausbau erneuerbarer Energien an Bedeutung gewonnen und steigerte somit auch die Produktion von Holzhackschnitzeln.

Hintergrund

Grüner Traktor und rote Großmaschine stehen in einem Hof eines Landwirts.Zoombild vorhanden

Abbildung 1: Siebung als wichtiger Aufbereitungsschritt (Foto: Schreiber, ehem. LWF)

Schritte der Hackschnitzelaufbereitung für eine optimale Brennstoffqualität - Trocknung und Siebung
Die Qualitätsansprüche an den Brennstoff ändern sich je nach Feuerungsanlage, für die er bestimmt ist. So benötigen vor allem kleine Feuerungen (<100 kW) eine konstante und definierte Brennstoffqualität für eine effiziente und emissionsarme Verbrennung. Aus diesem Grund durchlaufen Waldhackschnitzel nach dem Hacken i.d.R. zwei mechanische Aufbereitungsschritte: Trocknung und Siebung.

Bei der Trocknung soll der Wassergehalt auf einen für die Verbrennung in Kleinfeuerungsanlagen optimalen Wert von ca. 20 % gesenkt werden. Die Trocknung von Holzhackschnitzeln erfolgt z. B. mit Hilfe der Abwärme von Biogasanlagen.

Bei der Siebung entstehen, neben den qualitativ hochwertigen Holzhackschnitzeln (sog. „weiße Ware“) auch Reststoffe in Form von Feinanteilen, Überlängen und Nadeln. Diese Reststoffe enthalten zwar einen großen Anteil an Nährstoffen oder organischen Verbindungen, sind jedoch schlecht für die Verbrennung, weil sie z. B. zu höheren Emissionen und Aschegehalten sowie zu einer Verschlackung der Feuerungsanlage führen können.
Wieso man Reststoffe aus der Hackschnitzelaufbereitung höherwertig nutzen sollte
Aktuell finden diese Reststoffe aus der Holzhackschnitzelaufbereitung meist nur einen geringwertigen Verwendungszweck wie z.B. Kompostierung, wodurch –bezogen auf die Menge– große Anteile der darin gespeicherten Nährstoffe verloren gehen können.

Hackschnitzel vor (links) und nach einer Siebung

Abbildung 2: Erfolg der technischen Siebung von Holzhackschnitzeln (Fotos: D. Kuptz, TFZ)

Vorgehen im Projekt

Aufgrund der oftmals geringwertigen Verwertung von Reststoffen aus der Holzhackschnitzelaufbereitung sollen im Forschungs- und Innovationsprojekt „RestUse“ neue Nutzungsansätze und Verwertungsmöglichkeiten für die Reststoffe aus der Holzhackschnitzelaufbereitung identifiziert, bewertet und getestet werden.

Grafik zum Vorgehen im Projekt.

Abbildung 3: Skizze zum Vorgehen im Projekt (LWF)

Kontakt

Wenn Sie Fragen oder Anregungen zur Nutzung von Reststoffen aus der Aufbereitung von Holzhackschnitzeln haben, treten Sie jederzeit gerne mit uns in Kontakt:

holzenergie@lwf.bayern.de

Projektinformationen
Status: laufend
Projektleitung: Markus Riebler
Stv. Projektleitung: Dr. Elke Dietz
Projektbearbeitung: Katharina Wendel
Laufzeit: 01.01.2021 – 31.12.2023
Finanzierung: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Förderkennzeichen: G2/N/20/11