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Übersicht der Naturwaldreservate in Mittelfranken

Naturwaldreservat Brucker Lache

Erlenwald an kleinem sumpfigen See
Eschen-Schwarzerlen-Bruchwald mit Fichten und Kiefern in der Rezat-Rednitzsenke
Am Westrand des "Sebalder Reichswaldes" wie der Nordwestteil der Nürnberger Waldgürtels genannt wird, liegt im Randbereich zum Regnitztal das Naturschutzgebiet "Brucker Lache". Der Mühlbach, ein kleines, sehr träge fließendes Gewässer, entspringt im Süden dieses Gebietes und mündet nach wenigen Kilometern bereits in die Regnitz.

Das Naturwaldreservat umfasst nur einen Teil des Naturschutzgebietes. Es erstreckt sich nach Westen jedoch über dessen Grenzen hinaus. Der im Reichswald geologisch vorherrschende Flugsand ist stellenweise geringmächtig und lässt dann den Keuper-Basis-Letten bis zur Oberfläche ausstreichen. Diese wasserstauenden Horizonte sind Voraussetzung für die Entstehung von Bächen und Sumpfgebieten im normalerweise wasserdurchlässigem Sand.

Auf den Anmoorstandorten herrscht die Schwarzerle vor. Ihre Wuchsleistung ist durch den früheren Niederwaldbetrieb beeinträchtigt. Beigemischt sind einzelne Fichten, Moorbirken und Eschen. In der gut ausgebildeten Strauchschicht kommen Traubenkirsche und Faulbaum vor. Auf den frischen Flugsanden wachsen Kiefer und Fichte. Die Bestände sind ungleichaltrig v.a. im Südostrand während sie im Osten Kiefernreicher und gleichförmiger werden.
Größe: 27,7 ha
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Gemeinde: gemeindefrei: Forstbezirk Tennenlohe
Forstbetrieb: Nürnberg
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Fürth

Naturwaldreservat Böhmlach

Sonniger Eichenwald im unbelaubten Zustand.
Schwarzerlen-Bruchwald in der Rezat-Rednitzsenke
Eine Vielzahl kleiner Bäche entwässert das nach Westen abfallende und durch Kuppen gegliederte Gebiet des „Sebalder Reichswaldes“. Am Nordwestrand der ausgedehnten Waldungen überragt der Gründlacher Berg mit 329 Meter Höhe das umliegende Gelände um etwa 30 Meter. Zwischen diesem Hügel und dem nordwestlich davon fließenden Hutgraben liegt das Naturwaldreservat, an dessen Westgrenzen bereits Wiesen anschließen.

Im Zentrum herrscht die Schwarzerle vor. Beigemischt sind einzelne Eschen und Fichten, letztere v.a. am Nordostrand. Im Südwesten kommen Sandbirke, Fichte und Schwarzerle vor, während im Südosten Eschen und Pappeln dominieren. Einen auffälligen Kontrast hierzu bilden die Fichten- und Kiefernbestände in der Randzone.
Größe: 9,0 ha
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Gemeinde: gemeindefrei: Forstbezirk Tennenlohe
Forstbetrieb: Nürnberg
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Fürth

Naturwaldreservat Eschenschlag

Rand eines alten Laubwalds mit Wiese.
Eschen-Eichen-Mischwald der Fränkischen Platte (ehemaliger Mittelwald)
Die südlichen Teile des „Ochsenfurter Gaues“ sind als eigenständige Landschaftseinheit im sogenannten „Uffgäu“ zusammengefasst. Bodenfruchtbarkeit und Klimagunst haben den Wald gegenüber den landwirtschaftlich genutzten Flächen auf weniger als 10% der Fläche zurückgedrängt. Eines der größeren Waldgebiete, das sogeannte „Buchholz“, liegt zwischen den Einzugsgebieten von Steinach und Buschholzbach, letzterer mündet bereits am Westrand des Waldkomplexes in die Steinach. Vom Naturwaldreservat wird nur ein kleiner Teil im Nordosten vom „Buchholz“ eingenommen.

Esche, Stieleiche und Winterlinde sind die dominierenden Baumarten in den altersmäßig starkstreuenden Baumbeständen, die aus Mittelwald hervorgegangen sind. Die nördlichen gut wasserversorgten Böden sind eschenreich mit einzelnen Schwarzerlen und Weiden. Dagegen besitzen die südlich anschließenden Bestände einen höheren Anteil von Linde und Feldahorn sowie einen Unter- und Zwischenstand aus Hainbuche und Linde.
Größe: 7,7 ha
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Gemeinde: Uffenheim
Forstbetrieb: Arnstein
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Uffenheim

Naturwaldreservat Fuchsberg

Drei eng beieinander stehende Laubbäume in altem Laubwald.
Artenreicher ehemaliger Mittelwald der Frankenhöhe
Im Gebiet der Wasserscheide zwischen Altmühl und Ens bzw. Aisch besitzt die „Frankenhöhe“ ihre nordwestliche Grenze. Einzelne Bergrücken und Zeugenberge sind weit in die von Löß überdeckte Ebene der „Windsheimer Beckens“ vorgeschoben. Der Fuchsberg gehört zu diesen Vorposten und ist dem um etwa 50m höheren Schlossberg (ca. 500m üNN) vorgelagert. Das Naturwaldreservat umfasst die Süd- bis Südwesthänge des Fuchsberges.

Als Folge der ehemaligen Mittelwaldnutzung sind die Bestände mehrschichtig. Die Eiche dominiert in der Oberschicht. In der Unter- und Zwischenschicht sind Hainbuche, Elsbeere und Winterlinde, im Nordwestteil auch die Buche mit hohen Anteilen vertreten. In der Strauchschicht ist v. a. Weißdorn lückig vertreten, im Nordteil ist auch Seidelbast zu finden. Der Waldmantel ist am Südrand reich strukturiert. Während im Westeil die Hasel dominiert, ist der Waldrandbereich im Ostteil vielfältiger aufgebaut aus Feld-Ahorn, Liguster, Schlehe, Weißdorn, Hartriegel und Pfaffenhütchen.
Größe: 19,2 ha
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Gemeinde: Gallmersgarten
Forstbetrieb: Rothenburg
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Uffenheim

Naturwaldreservat Göppelt

Alter lichter Buchenbestand am Hang.
Der Hahnenkamm, ein von Nordwest nach Südost streichender spornartiger Weißjurarücken, ist der Hochfläche der südlichen Frankenalb im Norden vorgelagert. Zum nordöstlich benachbartem Altmühltal fällt der Hahnenkamm mit dem sogenannten „Albtrauf“ steil ab. Wenige Kilometer nordwestlich des Eintritts der Altmühl in die zentrale Albfläche bei Treuchtlingen liegt das Naturwaldreservat am nordexponiertem Hahnenkammtrauf.

Auf den Weißjura-Oberhängen und Hangschuttflächen überwiegt die Buche. Vornehmlich auf Kalkschuttstandorten sind Esche, Bergahorn, Stieleiche und Traubeneiche beigemischt. Einzeln bis gruppenweise ist Fichte vorhanden. Im gesamten Oberhangbereich kommen noch mit nennenswerten Anteilen Bergulme, Sommerlinde und Hainbuche vor. Stellenweise findet sich ein Buchen-Unter- und Zwischenstand.

Hang abwärts nimmt der Buchenanteil ab. An den Bachläufen sind stellenweise Kleinbestände aus Esche und Schwarzerle ausgebildet. Die Esche kommt auch in Muldenlagen vermehrt vor. Fichtenreiche Bestände sind in der Reservatmitte. An der Nordostgrenze sind Hainbuche, Elsbeere und Feldahorn beteiligt. Außerdem haben sich am Waldrand Sträucher wie Hasel und Heckenkirsche angesiedelt. Im Osten besteht der Bestand aus Fichte, Buche und Esche.

Faltblatt zum NWR Göppelt Externer Link

Größe: 45,4 ha
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Gemeinde: Berolzheim
Forstbetrieb: Kaisheim
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Weißenburg in Bayern

Naturwaldreservat Grenzweg

Alter lichter Kiefernwald mit Beerkrautschicht.
Artenarmer Kiefernwald mit Flechten im südlichen Albvorland
Im Übergangsbereich von der Rednitzsenke zum Juraanstieg im südöstlichen Ausläufer des großen Flugsandgebietes von Erlangen-Nürnberg liegt das Naturwaldreservat. Es wird zum südlichen Teil des Nürnberger Reichswaldes, dem Lorenzer Reichswald gerechnet. Die von Südosten nach Norden bis Nordwesten ausgerichteten Dünen bedingen ein abwechslungsreiches Relief mit Flachhängen verschiedener Exposition.

Die Sandmassen wurden im Spätglazial aus dem Nürnberger Keupergebiet durch Westwinde ausgeblasen und am Albrand abgelagert. Mit 113ha ist das Naturwaldreservat das größte Bayerische Reservat im Flachland. Das Reservat wird auf der ganzen Fläche im Haupt- und Nebenbestand durch die Kiefer geprägt.

Faltblatt zum NWR Grenzweg Externer Link

Größe: 113,1 ha
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Gemeinde: gemeindefrei: Forstbezirk Winkelhaid
Forstbetrieb: Nürnberg
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Roth

Naturwaldreservat Heilige Hallen

Sehr alter Eichenwald.
Eichen-Buchen-Hainbuchen-Wald der Frankenhöhe
Die „Windsheimer Bucht“ wird am Ostrand von den Ausläufern der „Frankenhöhe“ begrenzt. Das Waldgebiet des „Hohenecker Forstes“ ist als nördlicher Vorposten anzusehen. Im Zentrum dieser Wälder entspringt der Schweinachbach. Das Naturwaldreservat liegt im Quellgebiet des Schweinachbaches und umfasst den größten Teil eines nach West, Nord und Süd abfallenden Hügels. Auf den Hangflächen herrscht die Stieleiche vor. Beigemischt sind Buche und Winterlinde sowie die Hainbuche, die v.a. in der Unter- und Zwischenschicht vorkommt. Die Plateaubestände sind buchenreich.
Größe: 20,2 ha
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Gemeinde: Ipsheim
Forstbetrieb: Rothenburg
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Uffenheim

Naturwaldreservat Höllgraben

Alter lichter Buchenbestand mit tiefem Graben am Hang.
Buchen-Eichen-Hainbuchen-Wald der Frankenhöhe
Das Quellgebiet der meisten mittelfränkischen Flüsse wie Altmühl, Rezat und Aisch ist die „Frankenhöhe“, die mit einer Steilstufe aus der Rothenburger Gäuplatte hervorragt und nach Osten als Abdachungsfläche zum Mittelfränkischen Becken überleitet. Von den genannten Flüssen und weiteren kleineren Gewässern ist die Oberfläche in zahlreiche Riedel gegliedert worden. Einer der höchsten Rücken am Nordostrand der „Frankenhöhe“ im Bereich zwischen Zenn- und Rezat- Oberlauf trägt auf einem exponierten Bergsporn das Schloss und die gleichnamige Ortschaft Virnsberg.

Das Naturwaldreservat liegt südlich davon am Nordwesthang des von Südwest nach Nordost streichenden Rückens, der nach Südosten nur ein geringes Gefälle besitzt und schon in die Abdachung übergeht. Die Reservatfläche ist durch tief eingeschnittene Gräben gegliedert.

Buche, Stieleiche und Traubeneiche sind die dominierenden Baumarten der Kernfläche. Einzelne Fichten sind beigemischt. Die Unterschicht und Zwischenschicht wird nur von Buche und Fichte gebildet. Im Bereich der Bäche und Quellhorizonte erreichen Esche, Bergahorn, Bergulme, Sommerlinde eine höhere Beteiligung. Auf einer kleinen Randfläche ist ein höherer Kieferanteil vorhanden.

Seite zum NWR Höllgraben beim AELF Ansbach Externer Link

Größe: 24,7 ha
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Gemeinde: Flachsland
Forstbetrieb: Rothenburg
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Ansbach

Naturwaldreservat Jachtal

Alter Laubmischwald.
Ehemaliger Eichenmittelwald mit großkronigen Schaufelbuchen am Nordwestrand der Frankenhöhe
Das Naturwaldreservat liegt im Ickelheimer und Lenkersheimer Stadtwald der Stadt Bad Windsheim. Nordöstlich steigt hier die Frankenhöhe um gut 100m an. Das Reservat umfasst die geologischen Schichten des Gipskeupers und des Sandsteinkeupers.

Die Bestände sind aus ehemaliger Mittelwaldnutzung hervorgegangen. Auf der Ebene der Frankenhöhe kommen Bestände aus Eiche, Buche und Hainbuche vor. Auf Teilflächen dominiert jedoch die Buche. Auf den Steilhängen zur Windsheimer Bucht hin kommen neben der vorherrschenden Eiche noch Esche, Bergahorn, Spitzahorn, Kirsche, Birke, Linde, Hainbuche, Aspe, Elsbeere und Speierling vor. Im Ostteil setzt sich der Wald aus Eiche und Buche zusammen.
Größe: 49 ha
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Gemeinde: Bad Windsheim
Forstbetrieb:
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Uffenheim

Naturwaldreservat Schelm

Alter lichter Eichenbestand am Hang.
Artenreicher Laubmischwald am Rande der Frankenhöhe
Im Übergangsbereich zwischen der „Frankenhöhe“ und dem reliefarmen Zentralgebiet des „Mittelfränkischen Beckens“ beträgt die Höhendifferenz zwischen den Talsohlen dun den flachen Bergrücken etwa 50 - 60 Meter. Das Naturwaldreservat umfasst eine Hangfläche am Oberlauf der Werns, eines kleinen nach Osten entwässernden Baches.

In den südexponierten Beständen dominiert die Eiche. Am Unterhang erreicht die Hainbuche einen größeren Anteil, während am Oberhang Buche und Hainbuche nur geringe Anteile einnehmen. Einzeln beigemischt sind Elsbeeren, Feldahorn und Bergahorn. Der Unter- und Zwischenstand wird von Hainbuche und Buche gebildet.
Größe: 17,5 ha
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Gemeinde: Weihenzell
Forstbetrieb: Rothenburg
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Ansbach

Naturwaldreservat Schweinsdorfer Rangen

Totholzreicher Buchenwald.
Buchen-Eichenwald auf der Steilstufe der Frankenhöhe
Der als Steilstufe ausgebildete Westrand der „Frankenhöhe“ ist durch zahlreiche Einbuchtungen und Bergvorsprünge reich gegliedert und überragt die Ebene des Unteren Keupers stellenweise um mehr als 100m. Das Naturwaldreservat umfasst im Nordteil der Frankenhöhe einen Ausschnitt der Steilstufe mit den sanft auslaufenden Unterhangflächen.

Die dominierenden Baumarten sind Buche und Eiche, erstere im Oberhangbereich, letztere im Unterhangbereich. Die übrigen Laubholzarten treten dagegen in den Hintergrund. Lediglich die Hainbuche nimmt noch einen nennenswerten Anteil ein. Häufigste Nadelholzart ist die Fichte, daneben treten noch Tanne und Kiefer auf.
Größe: 36,2 ha
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Gemeinde: Windelsbach
Forstbetrieb: Rothenburg
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Ansbach

Naturwaldreservat Spielberger Leiten

Artenreicher Laubmischwald des südlichen Albvorlandes
Die Südliche Frankenalb wird von den Flüssen Wörnitz und Altmühl, welche aus dem Keupergebiet kommend nach Südosten fließen, durchschnitten. Der Albtrauf (= nordexponierter Steilabfall der Alb) wird dadurch in einzelne Sporne gegliedert. Einer der ausgeprägtesten ist der Hahnenkamm, an dessen Nordostspitze die Ortschaft Spielberg liegt. Das Naturwaldreservat umfasst den Weißjurasteilabfall und die Doggerformation am Nordhang wenige hundert Meter östlich des Spielbergs.

Ober- und Mittelhang besitzen im Kernflächenbereich eine Buchenbestockung. Esche, Sommerlinde und Spitzahorn erreichen bevorzugt auf schuttreichen Partien einen geringen Anteil. In der Kernflächenmitte nimmt der Anteil der Esche und Sommerlinde stark zu. Häufiger kommen hier auch Spitzahorn, Bergulme, Bergahorn, Fichte und einzelne Lärchen vor. Im Bereich des am Nordstrand der Kernfläche entspringenden Baches ist die Esche vorherrschend.
Größe: 16,0 ha
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Gemeinde: Gnotzheim
Forstbetrieb: Allersberg
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Weißenburg in Bayern