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Rainer Herzog
Die Eichen im Schlosspark Nymphenburg - LWF-Wissen 68

Heimische Eichen besaßen für den Schlosspark Nymphenburg seit jeher eine herausragende Bedeutung, wobei in zeitgenössischen Beschreibungen nicht zwischen Stieleiche (Quercus robur) und Traubeneiche (Quercus petraea) unterschieden wurde.

w68 - Die Eichen im Schlosspark NymphenburgZoombild vorhanden

Abbildung: Die Pagodenburg mit dem sog. Eichholz (Gemälde von Franz Joachim Beich, 1722/23). Quelle: BSV

Friedrich Ludwig von Sckell (1750 – 1823), der führende Gartenkünstler seiner Zeit, verwandelte den formalen Schlosspark Nymphenburg zu Beginn des 19. Jahrhunderts in einen Landschaftsgarten von klassischer Reife. Unter Einbeziehung bereits vorhandener Gehölzbestände schuf er eindrucksvolle Gartenräume und Parkbilder.

Dabei kam den Eichen eine herausragende Bedeutung zu, denn Sckell brachte ihnen generell eine hohe Wertschätzung entgegen. Eichen gehören in Nymphenburg zudem zur potentiellen natürlichen Vegetation und spielten schon im barocken Garten des 18. Jahrhunderts eine besondere Rolle. Einerseits bezog Sckell bewusst zahlreiche Alteichen in seine gestalterische Konzeption ein, andererseits pflanzte er auch zielgerichtet junge Eichen, um dadurch charakteristische Parkbilder zu entwickeln.

Die räumlich-visuelle Struktur des Schlossparks Nymphenburg wird noch heute von vielen alten Eichen im Zusammenwirken mit anderen Baumarten bestimmt. Bei der gartendenkmalpflegerischen Arbeit kommt deshalb der Bewahrung der originären Sckell’schen Gestaltungskonzeption und der untrennbar damit verbundenen Bepflanzung eine außerordentliche Relevanz zu.

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Autor

  • Rainer Herzog