Fichtenaltholz mit Buchenvoranbau

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Maximilian Weißbrod, Franz Binder, Gregor Aas und Reinhard Mosandl
Überflutungstoleranz von Jungpflanzen - LWF-aktuell 101

Hochwasser sind in aller Munde. Sie verursachen Überschwemmungen und extreme Grundwasserstände. Der Mensch versucht, sich dem Einwirkungsbereich des Hochwassers baulich oder räumlich zu entziehen. Bäume sind jedoch fest im Boden verankert und müssen diese Ereignisse über sich ergehen lassen. Wie sich das »Wohlbefinden« junger Pflanzen von fünf Baumarten unter dem Einfluss erhöhter Grundwasserstände verändert, wurde in den Jahren 2011/12 im Ökologisch Botanischen Garten der Universität Bayreuth näher untersucht.

Leeres Grundwasserbecken mit Abmessungen im Vordergrund, dahinter gefülltes und mit Stieleichen bepflanztes Becken.Zoombild vorhanden

Abbildung: Leeres Grundwasserbecken mit Abmessungen im Vordergrund,
dahinter gefülltes und mit Stieleichen bepflanztes Becken.

Die Bedingungen in den flussbegleitenden Auen haben sich über die Jahrhunderte deutlich geändert. Mit der Regulierung der Flüsse und den dadurch selteneren Überflutungen konnten Baumarten mit geringerer Überflutungstoleranz in die Hartholzaue einwandern oder forstlich eingebracht werden.

Der moderne Hochwasserschutz besinnt sich wieder der Retentionsräume entlang der Flüsse und verbessert ihre Wirksamkeit für den Hochwasserrückhalt z.B. durch den Bau von Poldern. Die Folgen für den Wald sind dabei unklar. Das Ziel des Projektes war es, die Auswirkungen erhöhter Grundwasserstände auf Verjüngungspflanzen verschiedener Baumarten des Auwaldes zu untersuchen.

Hierzu wurden im Herbst 2010 die fünf Baumarten Berg-, Spitz- und Feldahorn, Stieleiche und Esche in sogenannte Hohenheimer Grundwasserbecken (Abbildung 1) des Ökologisch Botanischen Gartens Bayreuth gepflanzt. In den Becken können kontrolliert unterschiedlich hohe Grundwasserstände eingestellt werden. Im Unterschied zu Auenlandschaften kann das Wasser aber nicht fließen, sondern steht im Becken.

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