Eine Gruppe von Kindern steht in einem Laubwald.

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Nachrichten aus dem Zentrum Wald-Forst-Holz – LWF aktuell 124

Das Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan - bestehend aus der Studienfakultät für Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement der Technischen Universität München, der Fakultät Wald und Forstwirtschaft der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und der Bayrischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft - vereint Forschung, Lehre und Beratung an einem Standort und bildet den Knotenpunkt forstlicher Kompetenz in Bayern.

Die neuesten Nachrichten und Informationen aus dem ZWFH finden Sie auf dieser Seite. Die Nachrichten aus dem Zentrum erscheinen auch stets in der jeweiligen Ausgabe der LWF aktuell.

7.500 Besucher am Waldbesitzertag

Im Hintergrund ein Schloss, davor Biertische und StändeZoombild vorhanden

Abb. 1: Der Heilig-Kreuz-Garten in Donauwörth bot ein großzügiges Messegelände für den Waldbesitzertag. (Foto C. Josten, ZWFH)

Der Waldbesitzertag Nordschwaben am 22. September 2019 in Donauwörth war ein voller Erfolg. Die beiden Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Nördlingen und Wertingen richteten die Veranstaltung gemeinsam mit örtlichen und regionalen Kooperationspartnern aus. Über 100 Firmen, Verbände und weitere Akteure informierten im Herzen der Altstadt und im Stadtwald rund um Wald, Forstwirtschaft und Naturschutz.

Das Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan (ZWFH) gab an seinem Ausstellungsstand über die Studienmöglichkeiten am Forstzentrum Auskunft und bot zahlreiche Publikationen der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) an. Wie Buchdrucker, Kupferstecher und Nordischer Fichtenborkenkäfer stark vergrößert aussehen, konnten Besucherinnen und Besucher an den Mikroskopen selbst erkunden. Anhand winziger Eigelege, Falter und Häutungsresten konnte den Waldbesitzern das Problemfeld Eichenprozessionspinner nähergebracht werden. Eine studentische Projektarbeit der Hochschule Weihenstephan- Triesdorf (HSWT) zu Biodiversität im Freisinger Staatswald ergänzte mit zahlreichen Fotos auf vier Rollups den Zentrums-Auftritt.

Der Waldparcours war vom Hauptausstellungsgelände per Shuttle-Bus zu erreichen. Dort war die ganze Bandbreite moderner Forsttechnik live erlebbar. Über 5.000 Forstinteressierte informierten sich bei den Vorund Ausführungen an den einzelnen Ständen. Baumpflanzverfahren, historische Motorsägen, eine ganz spezielle Saattechnik, Verkehrssicherung am stehenden Baum und vieles mehr machten den Weg durch den Wald zu einem besonderen Erlebnis.

Fachvorträge aus Wissenschaft und Praxis rundeten das Angebot am Waldbesitzertag ab. Drei der fünf Referenten kamen aus dem ZWFH. Professor Dr. Hubert Röder (HSWT) referierte über Holzaufkommen und Bioökonomie, Sebastian Kienlein (TU München) über Biodiversität im gemischten Wirtschaftswald und Dr. Hans-Joachim Klemmt (LWF) zu Baumarten im Klimawandel.

Christoph Josten, ZWFH

Prof. Zahner neuer Zentrums-Leiter

Zwei Männer schütteln sich vor einem Wegweiser die HändeZoombild vorhanden

Abb. 2: Olaf Schmidt und Volker Zahner. (Foto: C. Josten, ZWFH)

Professor Dr. Volker Zahner, Prodekan der Fakultät Wald und Forstwirtschaft der Hochschule Weihenstephan Triesdorf (HSWT), ist seit Oktober 2019 der neue Leiter des Zentrums Wald-Forst-Holz Weihenstephan.

Er übernimmt turnusgemäß die Leitung von Olaf Schmidt, dem Präsidenten der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft. Alle zwei Jahre wechselt die Leitung zwischen den drei Partnerinstitutionen, der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, der Studienfakultät für Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement der Technischen Universität München und der Fakultät für Wald und Forstwirtschaft der HSWT.

Heinrich Förster, ZWFH

»Wald unter Druck« auf dem LWF-Waldbesitzertag

Sechs Männer und eine Frau stehen im Viertelkreis und gucken in die KameraZoombild vorhanden

Abb. 3: Die Referenten. (Foto: C. Josten, ZWFH)

»Wald unter Druck – Brennpunkte und Lösungswege « war das Motto des 12. Bayerischen Waldbesitzertags am 19. September 2019 in Freising-Weihenstephan. Zunehmende Waldschutzprobleme, forciert durch den rasch fortschreitenden Klimawandel, flächige Trockenschäden und Vitalitätsverluste an mehr oder weniger allen Baumarten und in allen Regionen:

Diese angespannte Situation setzt bayernweit auch Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer unter Druck. Denn sie stehen in der Verantwortung – ihrem Betrieb und Erben gegenüber wie auch einer fordernden Gesellschaft und sie haben drängende Fragen an die forstliche Forschung:
  • Welche heimischen und alternativen Baumarten haben eine Zukunft?
  • Wie wird sich die Waldschutzsituation entwickeln?
  • Wie entwickeln sich Holzmarkt und Holzpreise?
  • Kann ich mich unter diesen schwierigen Bedingungen noch um die Biodiversität im Wald kümmern?
Forstwissenschaftler der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF), Josef Ziegler als Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes und Ministerialrat Robert Morigl vom Bayerischen Forstministerium sowie Bereichsleiter Stephan Thierfelder vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schweinfurt stellten sich in einem bis zum letzten Platz gefüllten Hörsaal der Hochschule Weihenstephan- Triesdorf den kritischen Fragen der Waldbesitzer und Forstpraktiker.

Bei moderierten Diskussionsrunden im Anschluss an die Vorträge und persönlichen Gesprächen konnten viele offene Fragen der Waldbesitzer geklärt und den Referentinnen und Referenten Wünsche und Anregungen mitgegeben werden.

Der 12. Bayerische Waldbesitzertag war eine gelungene Veranstaltung, die in ihrer Praxisnähe und aktuellen Themenstellung nicht die letzte ihrer Art gewesen sein wird.

Johann Seidl, LWF

Knapp 700 neue Studierende am Forstzentrum

Studierende sitzen in einem Hörsaal und langweilen sich, während vorne ein Mann etwas vorstelltZoombild vorhanden

Abb. 4: Heinrich Förster, Geschäftsführer des Zentrums Wald- Forst-Holz Weihenstephan begrüßt die Forstingenieur- Erstsemester. (Foto: C. Josten, ZWFH)

Das Studieren am Forstzentrum Weihenstephan ist nach wie vor besonders attraktiv. Insgesamt haben 658 Studentinnen und Studenten im Wintersemester 2019/20 ein forstliches Studium begonnen. So gab es an der Studienfakultät Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement der TUM 240 Ersteinschreibungen im Bachelor-Studiengang Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement. In den Master Forst- und Holzwissenschaft starteten 58 Studierende. Für den englischsprachigen Master Sustainable Resource Management (SRM) haben sich 115 Studierende aus 37 Nationen immatrikuliert sind.

An der Fakultät Wald und Forstwirtschaft der Hochschule Weihenstephan- Triesdorf (HSWT) haben sich 126 Studienanfänger für den Bachelor-Studiengang Forstingenieurwesen immatrikuliert. Damit wurden ebenso viele Studierende zum Studium zugelassen wie die Lehrkapazität vorsieht. Im Bachelor Management erneuerbarer Energien starten 119 im ersten Semester.

red

FowiTa 2020 blickt in die Zukunft

Die Forstwissenschaftliche Tagung 2020 findet vom 14. bis 17. September 2020 in Freising-Weihenstephan statt. Das Motto der FowiTA lautet: »Wald: Wie weiter? #ScienceForFuture.«. Wir laden Sie herzlich zur wichtigsten deutschsprachigen forstwissenschaftlichen Konferenz ein.

Die Schwerpunktthemen der Tagung umfassen: »Wald, Politik und Gesellschaft«, »Klimawandel und Wald«, »Biodiversität und Schutz der Lebensgrundlagen«, »Holz: Zukunftsressource der Bioökonomie «, »Steuerung von Waldökosystemen «, »Boden, Wasser, Stoffkreisläufe «, »Arbeitsplatz Wald« und »Open Topic (Grenzgänger- Themen)«.

Im Moment läuft der Aufruf zur Einreichung von Sessions. Die Möglichkeit zum Einreichen von Beiträgen besteht ab dem 31. Januar 2020.

Professor Dr. Thomas Knoke (TUM), im Namen des Wissenschaftlichen Komitees und Organisationsteams

Wald wird digital

Blick auf einen Wald von obenZoombild vorhanden

Abb. 5: Chancen und Grenzen der Digitalisierung in der Forstwirtschaft zeigte der 30. Weihenstephaner Forsttag auf. (Foto: Ivory Productions)

Nicht die programmierende Försterin beziehungsweise der programmierende Förster, sondern der gut ausgebildete, lösungsorientierte Teamplayer, offen für Neues – das ist die Forstingenieurin respektive der Forstingenieur 4.0. Zu diesem Ergebnis kamen die fünf Referierenden bei der Podiumsdiskussion des Weihenstephaner Forsttags an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) im Oktober 2019. Die Veranstaltung für Studierende, Wissenschaftler und Branchenvertreter jährte sich zum 30. Mal.

Die Referentin und die Referenten stellten die Vielfalt der digitalen Möglichkeiten in der Forstwirtschaft dar. Der Einführungsvortrag von Dr. Markus Hoffmann, Google Cloud, ermöglichte einen Blick in die Zukunft im Zeichen des Quantencomputings. Drei forstliche Start-ups stellten ihre Dienste dar, die von der Anwendung künstlicher Intelligenz bei der Auswertung von Satellitenbildern (Sebastian Hauck, SkyLab) über die intelligente Sprühdose mit Spracherkennung (Jens Dittrich, LogBuch) bis zur Online-Beratung von privaten Waldbesitzern (Torsten Wiebke, Wald-wird-mobil) reichten.

Wie weit die Digitalisierung bei den Bayerischen Staatsforsten schon fortgeschritten ist und in welchen Bereichen sie in naher Zukunft ausgebaut werden soll, stellte Matthias Frost, Bereichsleiter Informations- und Kommunikationstechnik, vor. Sonja Escherich und Andreas Meggendorfer von der UPM GmbH hingegen zeigten die Grenzen der Digitalisierung in der Forstwirtschaft auf: Sie belegten anhand zahlreicher Beispiele, dass digitale Lösungen in der Forstwirtschaft auf das Einzelunternehmen begrenzt sind.

Steffen Rogg, HSWT

Professor Seidl an die TUM berufen

Ein Mann mit Brille lächelt vor verschwommenen Fichten in die KameraZoombild vorhanden

Abb. 6: Rupert Seidl (Foto: Privat)

Rupert Seidl studierte nach seiner Ausbildung zum Förster an der Universität für Bodenkultur (BOKU) Wien Forstwirtschaft, wo er auch 2008 über das Thema Waldbewirtschaftung im Klimawandel promovierte. Nach PostDocs an der Oregon State University und der Swedish University of Agricultural Sciences kehrte er 2012 an die BOKU zurück. Dort trat er 2013 eine Assistenzprofessur am Institut für Waldbau an und habilitierte sich 2014 im Fach Waldökosystemmanagement. Ab 2015 war Seidl Assoziierter Professor am Institut für Waldbau der BOKU.

Im November 2019 nahm Seidl seine Arbeit an der TU München als Professor für »Ökosystemdynamik und Waldmanagement in Gebirgslandschaften« auf. Die Ökosystemdynamik beschreibt Veränderungen der Natur in Raum und Zeit, erforscht deren Ursachen und Auswirkungen. In enger Kooperation mit dem Nationalpark Berchtesgaden spielen Gebirgslandschaften für die Forschungsarbeiten eine besondere Rolle. Der Fokus bleibt jedoch nicht auf eine einzelne Gebirgslandschaft beschränkt, sondern analysiert deren Besonderheiten im Kontrast zu anderen Naturräumen.

red

Dr. Hahn neuer Waldschutz-Abteilungsleiter

Ein Mann mit Brille und in Uniform der Forstverwaltung steht vor einer Gruppe Kinder und lächelt in die KameraZoombild vorhanden

Abb. 7: Andreas Hahn (Foto: Privat)

Dr. Andreas Hahn ist seit dem 1. Oktober 2019 Leiter der Abteilung Waldschutz an der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft. Als Beamter der Bayerischen Forstverwaltung war er acht Jahre Mitglied im Team von Professor Dr. Thomas Knoke am Fachgebiet für Waldinventur und nachhaltige Nutzung der TU München.

Im August 2014 wechselte Hahn an das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Pfaffenhofen a. d. Ilm. Dort leitete er den Bereich Forsten und koordinierte die Forsteinrichtung in den oberbayerischen und schwäbischen Kommunalwäldern. Zu den Institutionen des Forstzentrums hatte er in dieser Zeit unter anderem durch Lehraufträge an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf Kontakt gehalten.

Die Erfahrungen aus der »Forschungs-« und »Praxiszeit« möchte er in seine jetzige Arbeit einfließen lassen. Überschneidungen zum Waldschutz ergeben sich beispielsweise bei der Stichprobentheorie, der Quantifizierung von Risiken der Waldbewirtschaftung oder dem Waldschutzmeldewesen.

red

Dr. Martina Hudler, Wildbiologin an der HSWT

Eine Frau lächelt vor einem dunklen Bretterhintergund in die KameraZoombild vorhanden

Abb. 8: Martina Hudler (Foto: Privat)

Im September 2019 begann Dr. Martina Hudler ihre Tätigkeit als Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Fakultät Wald und Forstwirtschaft der HSWT. Im Bereich Jagdlehre und Wildtiermanagement vermittelt sie den Studierenden ab dem dritten Semester sowohl theoretische Inhalte als auch praktische Fähigkeiten.

Nach ihrem Masterabschluss 2012 an der TU München im Bereich Biowissenschaften mit den Schwerpunkten Wildtierbiologie, Tierphysiologie und Epidemiologie promovierte Frau Hudler am Lehrstuhl für Tierernährung in der Arbeitsgruppe Wildtierbiologie und Wildtiermanagement im Bereich »Rehwild Ernährung «. Nach dem Ende ihres Promotionsstipendiums 2016 war Frau Hudler mehrere Jahre in der freien Wirtschaft tätig.

Dr. Martina Hudler tritt die Nachfolge von Dr. Fiona Schönfeld an, die von Oktober 2009 bis März 2019 an dieser Position tätig war.

red
17.–26. Januar 2020
Internationale Grüne Woche
VeranstaltungsortBerlin
29. Januar 2020
Jahresempfang des Zentrums Wald-Forst-Holz Weihenstephan
VeranstaltungsortFreising
19. März 2020
22. Forstlicher Unternehmertag
VeranstaltungsortFreising
25. März 2020
LWF-Regional Oberfranken
VeranstaltungsortBurg Feuerstein
26. März 2020
13. Bayerisches Baumforum
VeranstaltungsortFreising
31. März 2020
24. Statusseminar
VeranstaltungsortFreising
21.–23. April 2020
Deutsche Baumpflegetage
VeranstaltungsortAugsburg

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