Eine Gruppe von Kindern steht in einem Laubwald.

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Nachrichten aus dem Zentrum Wald-Forst-Holz – LWF aktuell 121

Das Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan - bestehend aus der Studienfakultät für Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement der Technischen Universität München, der Fakultät Wald und Forstwirtschaft der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und der Bayrischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft - vereint Forschung, Lehre und Beratung an einem Standort und bildet den Knotenpunkt forstlicher Kompetenz in Bayern.

Die neuesten Nachrichten und Informationen aus dem ZWFH finden Sie auf dieser Seite. Die Nachrichten aus dem Zentrum erscheinen auch stets in der jeweiligen Ausgabe der LWF aktuell.

Maximiliansorden für Kögel-Knabner

Ein Mann und eine Frau grinsen in die Kamera; der Mann übergibt der Frau eine UrkundeZoombild vorhanden

Abb. 1: Ministerpräsident Dr. Markus Söder verlieh Professorin Ingrid Kögel-Knabner den Bayerischen Maximiliansorden (Foto: R. Poss, Bayer. Staatsregierung)

Ingrid Kögel-Knabner, Professorin für Bodenkunde an der Technischen Universität München (TUM), ist von Ministerpräsident Dr. Markus Söder mit dem Bayerischen Maximiliansorden ausgezeichnet worden. Der Maximiliansorden gilt als höchste Würdigung des Freistaats Bayern für außergewöhnliche Leistungen in Wissenschaft und Kunst.

Seit 1995 ist Kögel-Knabner Inhaberin des Lehrstuhls für Bodenkunde am Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt. Sie gilt als Wegbereiterin einer transdisziplinären Ausrichtung der Bodenwissenschaft und als eine der einflussreichsten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Ihre Forschung konzentriert sich besonders auf die Komposition und Bildung organischer Bodensubstanz. Mit digitalen Technologien hat die Bodenkunde in den vergangenen Jahren neue Möglichkeiten bekommen, um auf Mikroebene die Abläufe zu verstehen.

Kögel- Knabner erforscht grundlegende bodenkundliche Fragen von weltweiter Relevanz. Da viele der fruchtbarsten Böden heute an der Grenze ihrer Belastbarkeit sind, dienen die von ihr gefundenen Antworten nicht zuletzt der weltweiten Nahrungssicherung. Darüber hinaus hat Prof. Kögel- Knabner in den letzten Jahren das Bewusstsein dafür geschärft, dass Böden als gewaltige Kohlenstoffspeicher ein wichtiger Klimafaktor sind.

red

Thurn und Taxis Förderpreis

Zwei Männer und eine Frau grinsen in die Kamera; die Frau überreicht dem jüngeren, links stehenden Mann eine Urkunde; die Frau trägt eine Brille mit roten GläsernZoombild vorhanden

Abb. 2: Preisträger Dr. Mathias Neumann (Boku Wien) (Foto: S. Ederer, TUM)

Am 19. Dezember 2018 überreichten I.D. Gloria Fürstin von Thurn und Taxis und der TUM-Präsident Professor Wolfgang A. Herrmann den Thurn und Taxis Förderpreis für die Forstwissenschaft 2018 im Schloss St. Emmeram in Regensburg. Dr. Mathias Neumann von der Universität für Bodenkultur Wien erhielt den mit 6.000 Euro dotierten Förderpreis für seine hervorragende Doktorarbeit »Estimating Net Primary Production using remote sensing and terrestrial forest inventory data«.

Dr. Neumann beschäftigte sich in seiner Dissertation mit der Frage, wie man für große Waldgebiete der Erde auf der Ebene von Ländern und Kontinenten konsistente Produktivitätsdaten unabhängig von fehlenden terrestrischen Informationen abschätzen kann.

Für seine Forschung verwendete er Daten des MODIS-Satelliten, der mittels Vegetations- und Klimadaten die Nettoprimärproduktion (NPP) in Wäldern weltweit mit einer 1 x 1 km-Auflösung berechnet. Diese verknüpfte Neumann mit Inventurdaten, die aus terrestrischen Waldinventuren von 13 europäischen Ländern hergeleitet wurden. Als Ergebnis sind genauere räumliche Daten zur Nettoprimärproduktion europäischer Wäldern verfügbar.

Stefanie Ederer, TUM

Zweimal Berufsbild »Förster«

Ein Hörsaal, gefüllt mit StudentenZoombild vorhanden

Abb. 3: Groß war das Interesse (Foto: M. Häusler, AELF Rosenheim)

Im Wintersemester 2018/19 fand an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) eine Berufsinformationsveranstaltung für die Studenten des Studiengangs Forstingenieurwesen statt. Der Hörsaal war mit rund 130 Studierenden, hauptsächlich des ersten Semesters, mehr als gut gefüllt. Nach der Vorstellung des BDF durch Elisabeth Pausch wurden den angehenden Forstleuten verschiedene Berufsbilder nähergebracht.

Die Aufgaben und Möglichkeiten in der Bayerischen Forstverwaltung erläuterten Siegfried Waas (LWF) und Magdalena Häusler (AELF), die Bayerischen Staatsforsten wurden durch Tilman Zepf (BaySF/HSWT) vertreten. Des Weiteren stellten Julia Schißlbauer (WBV Erding) und Bernhard Thalhammer (Heiliggeist Spitalwald und Stadtwald Landshut) ihren Arbeitsalltag und ihre Aufgaben vor. Über die Arbeit in der Hochschulpolitik informierte die BDF-Hochschulgruppe der TU München. Auch die in der Gründung befindliche BDFHochschulgruppe der HSWT stellte sich vor. Organisiert wurde die Veranstaltung vom BDF-Bezirk Oberbayern.

An der Studienfakultät Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement der TUM fand ebenfalls ein Berufsinformationsforum statt. Hierbei präsentierten sich die Bayerische Forstverwaltung, die Bayerischen Staatsforsten, ForstBW und die Bundesforsten als potenzielle Arbeitgeber. Auch die Deutsche Bahn, der Maschinenring und Forstverwaltungen aus Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt sowie PEFC Bayern stellten den Studenten und angehenden Forstleuten deren Berufsbilder in Kurzvorträgen vor.

Anschließend gab es die Möglichkeit, mit den Vertretern der verschiedenen Organisationen an deren Ständen persönlich ins Gespräch kommen. Das Forum war eine gemeinsame Veranstaltung der Studienfakultät mit der BDF-Hochschulgruppe der TUM, der Fachschaft Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement sowie der IFSA-Gruppe an der TUM.

Magdalena Häusler, AELF Rosenheim, und Tilman Zepf, BaySF/HSWT

Forstministerin Kaniber zu Besuch

Eine Frau mit rotem Schal schaut sich ein Glas, gefüllt mit Samen, anZoombild vorhanden

Abb. 4: Forstministerin Michaela Kaniber (Foto: C. Josten, ZWFH)

Olaf Schmidt, Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) und Leiter des Zentrums Wald-Forst-Holz Weihenstephan (ZWFH), begrüßte am 7. Februar 2019 Staatsministerin Michaela Kaniber. In der Runde aus LWF-Leitung, Abteilungsleitern und Geschäftsführung des ZWFH gab Olaf Schmidt einen Einblick in die Aufgaben und Tätigkeiten der LWF und informierte über die Vernetzung von Forschung, Lehre und Beratung am Forstzentrum.

Anschließend nahm Frau Dr. Wibke Peters die Forstministerin in ihrem Vortrag mit auf eine Reise zu Reh, Gams und Rotwild. Fotofallen, Genanalysen und Telemetrie gehören zum Repertoire der laufenden Projekte. Mit innovativen Methoden sollen Erkenntnisse über Zustand und Raumnutzung der Populationen der drei Wildarten gewonnen werden.

Beim anschließenden Rundgang informierte sich Kaniber über die Möglichkeiten der Verwendung von Laubholz im Bau, über Fernerkundung und Sturmschadensmanagement sowie über das Bayerische Waldinformationssystem der Forstverwaltung. Im Waldschutzlabor fanden die Herausforderungen im Umgang mit Schwamm- und Eichenprozessionsspinner besonders großes Interesse der Ministerin. Bei der Verabschiedung zeigte sich Kaniber »sehr beeindruckt von der LWF«.

Christoph Josten, ZWFH

Gastvortrag von Schalenwildforscher Mysterud

Ein Mann steht vor Publikum und hält mit Hilfe einer Präsentation einen VortragZoombild vorhanden

Abb. 5: Professor Mysterud bei seinem öffentlichen Gastvortrag beim Arbeitskreis Wildtiere Weihenstephan (Foto: F. Holland, ZWFH)

Welche Effekte hat selektive Bejagung auf Schalenwildpopulationen? Was beeinflusst das Wanderverhalten von Rotwild? Um diese Fragen präzise zu beleuchten, lud der Arbeitskreis Wildtiere Weihenstephan am 21. November 2018 Professor Atle Mysterud von der Universität Oslo für einen Fachvortrag an die Hochschule Weihenstephan- Triesdorf ein.

In seinem Vortrag identifizierte Professor Mysterud die Auswirkungen der jagdlichen Nutzung auf Individuen und Populationen. Potenzielle direkte demografische Effekte können die Veränderung des Geschlechterverhältnisses, der Altersstruktur und der Dichte sein. Die Veränderung der Setzzeitpunkte und des Wachstums der Jungtiere können als indirekte Effekte auftreten.

Jagdliche Eingriffe haben auch Einfluss auf das Verhalten. Sie beeinflussen Lebenszyklen wie den Zeitpunkt der ersten Reproduktion oder das Raum-Zeit-Verhalten beim Äsen. Neben den Witterungsfaktoren und der Pflanzenphänologie steuert auch der Beginn der Jagdzeit das Wanderverhalten von Rotwild in Norwegen. Prof. Mysterud stellte eine Bandbreite der Erkenntnisse seiner Arbeitsgruppe in Norwegen vor, ließ dabei dem Zuhörer aber Spielraum für die eigene Bewertung. So regte er zu einer facetteneichen Fachdiskussion im voll besetzten Hörsaal an.

Professor Atle Mysterud erforscht am Centre for Ecological and Evolutionary Synthesis an der Universität Oslo in Norwegen die Ernährungsökologie, die Populationsökologie und die Life- History-Theorie von Schalenwildarten und die Wechselwirkungen zwischen Herbivoren und ihren Ökosystemen.

Fiona Schönfeld, HSWT und Wibke Peters, LWF

Neuer Sprecherrat der VBF

Sieben Männer stehen um einen Stein mit dem Portrait eines anderen MannesZoombild vorhanden

Abb. 6: Der neue Sprecherrat (Foto: R. Walch, LWF)

Die Vertreter der Bayerischen Forstwirtschaft, kurz VBF, sind ein Zusammenschluss aus 20 Vereinen, Verbänden und Institutionen im Forstbereich. Mit der »Weihenstephaner Erklärung zu Wald und Forstwirtschaft im Klimawandel« von 2008 sind sie über Bayern hinaus bekannt geworden. Seit 2015 vertritt der Sprecherrat mit sechs, für jeweils zwei Jahre gewählten Mitgliedern die VBF. Im Oktober 2018 wurde das Gremium für 2019 und 2020 gewählt.

Der Sprecherrat setzt sich nun aus Vertretern des Bayerischen Forstvereins, des Bayerischen Waldbesitzerverbands, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, des Bayerischen Gemeindetages und des Bunds Deutscher Forstleute zusammen. Als Sprecher fungiert für 2019 Christian Kaul vom Bayerischen Waldbesitzerverband, für das Jahr 2020 Stefan Huber vom Bayerischen Forstverein.

Heinrich Förster, ZWFH

LWF regional in Niederbayern und Mittelfranken

Am 20 März 2019 fand im Kloster Metten bei Deggendorf die erste niederbayerische LWF regional statt. Fünf Monate zuvor gastierte die Veranstaltungsreihe im mittelfränkischen Walderlebniszentrum (WEZ) Tennenlohe bei Nürnberg. Die LWF regional vermittelt aktuelles Wissen zu praxisrelevanten Themen und gibt dabei einen Einblick in die Tätigkeiten der acht Abteilungen an der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF).

Zahlreiche Forstpraktiker aus den Reihen der Waldbesitzer, Kommunen, der Bayerischen Forstverwaltung und den Bayerischen Staatsforsten sowie Waldpädagogen nutzten das breit gestreute Informationsangebot. Der große Andrang zeigt, wie wichtig es ist, dass die LWF in die verschiedenen Regionen geht, um auch dort ihre aktuellen Forschungsprojekte vorzustellen.

Der Wissenstransfer in die Praxis steht zwar im Vordergrund, die Diskussion der Themen unter den Forstleuten vor Ort sowie der kollegiale Erfahrungsaustausch sind aber ebenso wichtige Bestandteile der Veranstaltung. Nach dem erfolgreichen Start der Tagungsreihe in Handthal im Juli 2016 war das Kloster Metten bei Deggendorf der mittlerweile fünfte Veranstaltungsort.

Florian Stahl, LWF, und Christoph Josten, ZWFH

Ausstellung »Alpiner Felshumusboden«

Junge Männer stehen vor Aufstellern und gucken interessiertZoombild vorhanden

Abb. 7: Die Ausstellung stößt bei den Studierenden auf reges Interesse (Foto: B. Reger, HSWT)

»Bodenschutz ist ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung unserer Lebensgrundlagen«. Mit dieser Feststellung eröffnete Vizepräsident Professor Carsten Lorz die Festveranstaltung zum Boden des Jahres 2018 an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Wie unverzichtbar der »Alpine Felshumusboden« für den Schutzwald des Nationalparks Berchtesgaden ist, betonte dessen Leiter, Dr. Roland Baier, in seinem Grußwort.

Frank Hagedorn von der Schweizerischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft zeigte anhand aktueller Forschungsergebnisse, dass die Klimaerwärmung den Abbau des Waldhumus fördert. Die Felshumusböden machen in den Bayerischen Alpen 8 % der Waldfläche aus und speichern rund drei Millionen Tonnen Kohlenstoff. Im »Alpenhumus- Projekt« entwickeln Hochschule und TU München gemeinsam Strategien, um die Felshumusböden trotz Klimawandel durch eine angepasste Waldbehandlung zu erhalten. Das Projekt wird vom Waldklimafonds der Bundesregierung gefördert.

Zum Ende der Veranstaltung wurde die Wanderausstellung zum »Alpinen Felshumusboden « des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) eröffnet, die unter anderem drei typische alpine Felshumusböden im Profil zeigt.

Jörg Ewald, HSWT

Professor Thomas Hofmann wird neuer TUM-Präsident

Portrait eines Mannes mit schwarzen Haaren und einem Bart wie d’ArtagnanZoombild vorhanden

Abb. 8: Thomas Hofmann (Foto: A. Heddergott, TUM)

Der Hochschulrat der Technischen Universität München (TUM) hat Professor Dr. Thomas Hofmann zum Präsidenten der TUM gewählt. Der erfahrene Hochschulmanager ist seit 2009 Geschäftsführender Vizepräsident für Forschung und Innovation der TUM. Er hatte bedeutenden Anteil an den Erfolgen in der Exzellenzinitiative, vor allem am Aufbau des international beachteten Berufungs- und Karrieresystems »TUM Faculty Tenure Track«.

Weil es dem wissenschaftlichen Nachwuchs echte Aufstiegsperspektiven und frühe Unabhängigkeit bietet, wurde es zum Vorbild für das deutsche Wissenschaftssystem. Unter Hofmanns Leitung hat sich die TUM zudem zur gründungsfreundlichsten Universität in Deutschland entwickelt.

Der Inhaber des Lehrstuhls für Lebensmittelchemie und Molekulare Sensorik wurde für Forschung und Lehre vielfach ausgezeichnet. Hofmann wird am 1. Oktober 2019 auf Prof. Wolfgang A. Herrmann folgen, der die TUM in 23 Jahren tiefgreifend reformiert und auf internationales Spitzenniveau geführt hat.

red
24.–25. April 2019
Holzbautage Innsbruckmit Innovationspreis
Inno4wood
VeranstaltungsortInnsbruck
7.–9. Mai 2019
Deutsche Baumpflegetage
VeranstaltungsortMesse Augsburg
8.–12. Mai 2019
69. Tagung des Deutschen Forstvereins
VeranstaltungsortDresden
27.–31. Mai 2019
Messe LIGNA
VeranstaltungsortHannover
2. Juni 2019
Regionaler Waldbesitzertag Fränkische Schweiz
VeranstaltungsortGößweinstein
26.–27. Juni 2019
WalderschließungKWF-Thementage 2019
VeranstaltungsortRichberg/Hessen

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