Eine Gruppe von Kindern steht in einem Laubwald.

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Nachrichten aus dem Zentrum Wald-Forst-Holz – LWF aktuell 118

Das Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan - bestehend aus der Studienfakultät für Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement der Technischen Universität München, der Fakultät Wald und Forstwirtschaft der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und der Bayrischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft - vereint Forschung, Lehre und Beratung an einem Standort und bildet den Knotenpunkt forstlicher Kompetenz in Bayern.

Die neuesten Nachrichten und Informationen aus dem ZWFH finden Sie auf dieser Seite. Die Nachrichten aus dem Zentrum erscheinen auch stets in der jeweiligen Ausgabe der LWF aktuell.

Standsicherheit von Bäumen digital geprüft

Ein Mann stellt einem anderen Mann vor Publikum Fragen zu einem Baum.Zoombild vorhanden

Abb. 1: Befragung zur Ermittlung der Standsicherheit. (Foto: C. Josten, ZWFH)

Ein Zugversuch zur Prüfung der Stand- und Bruchsicherheit von Bäumen stand im Mittelpunkt des Bayerischen Baumforums vom 15. März 2018 am Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan. Über 300 Baumspezialisten informierten sich über Neues aus den Bereichen Planung und Pflanzung, Erfassung, Pflege und Kontrolle von Bäumen. Vier Vorträge und eine Ausstellung informierten die Teilnehmer über neue Erkenntnisse, Produkte und Dienstleistungen rund um den Baum.

»Durch den Zugversuch wissen wir, unter welcher Last der Baum brechen würde. Es kann also festgestellt werden, ob der Baum einen Orkan mit Windstärke 12 übersteht. Wir ziehen mit zwei Tonnen Last an dem Baum, das entspricht einer Belastung, der der Baum bei einer Windgeschwindigkeit von rund 30 Kilometer pro Stunde ausgesetzt ist«, erklärt Baumsachverständiger Bodo Siegert. Durch den Zug neigt sich der Baum um maximal ein Viertel Grad. Manfred Forstreuter, Leiter des Baumforums, fasst zusammen: »Der Baum nimmt keinerlei Schaden, wir erhalten aber wertvolle Daten über ihn«.

»In 10 bis 15 Jahren steht in Würzburg kein einziger heimischer Ahorn mehr«, prognostiziert Susanne Böll von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau im fränkischen Veitshöchheim. Wenn im Sommer in den Städten das Thermometer um bis zu zehn Grad höher steigt als im Umland, leiden unsere heimischen Stadtbäume sehr. Welche Alternativen in Frage kommen, untersucht das Forschungsprojekt »Stadtgrün 2021«. »Insgesamt testen wir 20 fremdländische Baumarten in drei bayerischen Städten mit stark unterschiedlichem Klima. Die Bäume reagieren zwar verschieden, besonders gut bewährt haben sich aber die Ungarische Eiche, der Amberbaum oder die Purpurerle «, berichtete Böll.

Christoph Josten

www.baumforen.de

Kolumbianische Delegation an der HSWT

Prof. Dr. M. Reinke und Dr. José Fernando Echeverry, Rektor der Universidad del Quindío (rechts) mit dem Memorandum of UnderstandingZoombild vorhanden

Abb. 2: Prof. Dr. M. Reinke und Dr. José Fernando Echeverry (rechts) mit dem Memorandum of Understanding. (Foto: J. Gangkofer, HSWT)

Professor Dr. Markus Reinke, Vizepräsident der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT), begrüßte am 21. März 2018 die Delegation von der Universidad del Quindío aus Kolumbien an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Professor Dr. Wolf Dieter Rommel, Auslandsbeauftragter der Fakultät Wald und Forstwirtschaft, stellte den Gästen die Hochschule sowie seine Fakultät näher vor.

Die Fakultät Biotechnologie und Bioinformatik wurde von Prof. Dr. Rolf Schödel vertreten, die Fakultät Gartenbau und Lebensmitteltechnologie von Prof. Dr. Stefan Krusche. Nach lebhafter Diskussion der vorgestellten Themen haben beide Institutionen ein Memorandum unterzeichnet, in dem sie sich mehr Zusammenarbeit beim Austausch von Studierenden und Lehrenden sowie bei gemeinsamen Forschungsprojekten zusichern.

Wolf Dieter Rommel

21. Forstlicher Unternehmertag

Die Referenten des Forstlichen Unternehmertags 2018 mit den Moderatoren. Zoombild vorhanden

Abb. 3: Die Referenten des Forstlichen Unternehmertags 2018 mit den Moderatoren. (Foto: C. Josten, ZWFH)

Am 22. März 2018 fand der 21. Forstliche Unternehmertag am Wissenschaftszentrum Weihenstephan statt. Es war die erste Veranstaltung, die von der Professur für Forstliche Verfahrenstechnik in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IFF in Magdeburg organisiert wurde.

Den 299 Teilnehmerinnen und Teilnehmern – darunter neben forstlichen Dienstleistern auch zahlreiche Vertreter der öffentlichen Forstverwaltung und Forschung sowie Technologieanbieter – wurden von elf Referenten Beiträge mit großer thematischer Bandbreite geboten. Die positive Resonanz der Teilnehmer machte deutlich, dass ein auf den Austausch zwischen Forschung und Praxis ausgerichtetes Tagungsformat ungebrochene Bedeutung besitzt. Im nächsten Jahr wird ihrem zweijährigen Turnus folgend die Partnerveranstaltung »Ressource Holz« vom Fraunhofer IFF in Kooperation mit der Professur für Forstliche Verfahrenstechnik veranstaltet werden. Tagungsort wird Schloss Hundisburg in der Nähe von Magdeburg sein.

Lorenz Breinig

Nachhaltigkeitsforschung ausgezeichnet

Dr. R. Recknagel und Prof. Dr. M. Suda gratulieren den Preisträgerinnen D. Angelova und D. Young. Zoombild vorhanden

Abb. 4: Dr. R. Recknagel (li.) und Prof. Dr. M. Suda (re.) gratulieren den Preisträgerinnen D. Angelova (2. v. l.) und D. Young (2. v. r.). (Foto: Audi AG)

Die Masterarbeiten zweier junger Wissenschaftlerinnen der TU München wur- den von der Audi-Umweltstiftung mit dem »Sustainable Resource Management Award« (SRM Award) ausgezeichnet. Der SRM-Award ist mit 1.500 Euro dotiert und geht an Absolventen des TUM-Masterstudiengangs für Nachhaltiges Ressourcenmanagement. »Die Arbeiten beider Wissenschaftlerinnen zeigen eindrucksvoll, dass umsichtiger Ressourceneinsatz viel bewirken kann. Zudem liefern sie Antworten auf wichtige Fragen unserer Zeit«, sagt Rüdiger Recknagel, Geschäftsführer der Audi-Umweltstiftung.

Preisträgerin Diana Young stellte Untersuchungen zu Pilzen in Biogasanlagen an und entwickelte Ansätze für effizientere Biogasanlagen. »Biogas gilt als wichtige nachhaltige Energiequelle, weil bei seiner Produktion erneuerbare Rohstoffe genutzt, Abfälle beseitigt und Nährstoffe recycelt werden können«, sagte Philipp Benz von der TUM-Professur für Holz-Bioprozesse.

Preisträgerin Daniela Angelova entwarf Konzepte für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung. Dazu untersuchte sie die Flächennutzung in und um Bahir Dar in Äthiopien und analysierte sozio-ökonomische Faktoren. Ihren Ergebnissen zufolge wuchsen die bebauten Flächen in Bahir Dar in den vergangenen 30 Jahren zu Lasten von Acker-, Grün- und Brachland und der benachbarten Auwälder des Blauen Nils. Als Treiber des urbanen Wachstums identifizierte Angelova Faktoren wie Bevölkerungszunahme sowie Nähe zu Krankenhäusern, Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen.

Jana Bodický

Waldinventur aus dem Weltraum

Die Preisträger präsentieren ihre Urkunden.Zoombild vorhanden

Abb. 5: Die Preisträger präsentieren ihre Urkunden. (Foto: C. Josten, ZWFH)

Mit scharfen Augen blicken Satelliten aus dem All auf und unter die Kronen von Bayerns Wäldern. Ein bayerisch-österreichisches Forscherteam hat ein Verfahren entwickelt, wie mit Satellitendaten die Betriebsplanung und das Katastrophenmanagement im Wald optimiert werden können. Dafür erhielt es am 19. März 2018 den Hanskarl-Goettling-Preis.

Die Preisträgerin Adelheid Wallner (LWF) und ihr österreichischer Kooperationspartner Dr. Markus Immitzer von der Universität für Bodenkultur, Wien (BOKU) haben in jahrelanger Arbeit mit einer Reihe von Projekten das Nutzungspotenzial von Satellitendaten für die forstliche Betriebsplanung und das forstliche Katastrophenmanagement untersucht und bestätigt.
Sie konnten unter anderem nachweisen, dass die Verknüpfung von Stereo-Satellitendaten aus dem All mit Stichprobendaten aus der terrestrischen Waldinventur wichtige forstwirtschaftliche Parameter wie Höhe, Lückigkeit und Holzvorrat von Wäldern korrekt abbildet.

Auch die Erstellung einer bayernweiten Verbreitungskarte für Fichte und Kiefer auf Fernerkundungsbasis war eines der Projektziele. Diese liefert die Grundlage für Entscheidungsprozesse im klimawandelbedingten Waldumbau und ist die unverzichtbare Basis von Klimarisikobetrachtungen dieser Hauptbaumarten in Bayern. Die Hanskarl-Goettling Stiftung zeichnet seit 1988 jährlich besondere praxisorientierte Leistungen in der angewandten forstlichen Forschung aus.

Johann Seidl

Walter-Wüst-Preis für HSWT-Absolvent

Zwei Männer, einer jung, der andere älter, präsentieren eine Urkunde.Zoombild vorhanden

Abb. 6: Manfred Siering (rechts) überreicht dem HSWT-Absolventen Daniel Honold den Walter-Wüst-Preis 2018 der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V. (Foto: M. Siering)

Daniel Honold, Absolvent des Studiengangs »Regionalmanagement in Gebirgsräumen« der Hochschule Weihenstephan- Triesdorf wurde für seine Masterarbeit »Habitatstrukturanalyse und Siedlungsdichte des Bergpiepers (Anthus spinoletta spinoletta) in den Allgäuer Hochalpen« mit dem Walter- Wüst-Preis der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern ausgezeichnet.

Honold hatte im Frühjahr 2016 Reviere des Bergpiepers in den Allgäuer Hochalpen untersucht, um den Einfluss der Beweidung auf diese häufige und typische Brutvogelart der alpinen Rasengesellschaft zu untersuchen. Mithilfe eines generalisierten linearen Modells (GLM) wurde die Vorkommenswahrscheinlichkeit der Bergpieper modelliert. Beweidete Flächen wiesen sowohl einen signifikant niedrigeren Kräuter- als auch einen signifikant höheren Grasanteil auf. Die Vegetationsstruktur der unbewirtschafteten Gebiete war einheitlicher. Die Ergebnisse des Modells (GLM) deuten darauf hin, dass eine extensive Beweidung einen positiven Einfluss auf die Ansiedlung des Bergpiepers hatte.

Volker Zahner

Forschungsprojekt CARE4C gestartet

Bunte, stilisierte Menschengruppe.Zoombild vorhanden

Abb. 7: Teilnehmer des CARE4C-Trainingworkshops, gescannt mit terrestrischem Laserscanner. (Foto: M. Jacobs, TUM)

Rund 40 Teilnehmer aus sechs verschiedenen Ländern – Italien, Polen, Schweiz, Spanien, Südafrika und Deutschland – trafen sich vom 12. bis 13. März 2018 am Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan zur Auftaktveranstaltung des gemeinsamen Forschungsprojekts »Carbon smart forestry under climate change« (CARE4C).

Die Projektpartner haben sich das Ziel gesetzt, den Faktor Kohlenstoff in der Forstwirtschaft stärker in den Fokus zu rücken. Eine Forschungslinie konzentriert sich auf den Fragenkomplex der Kohlenstoffbindung durch Bäume und Wälder und wie die Kohlenstoffbindung beeinflusst bzw. gesteuert werden kann. Eine zweite Arbeitsgruppe analysiert Kohlenstoffemissionen, die durch Waldbewirtschaftungsmaßnahmen, zum Beispiel Holzernte, freigesetzt werden. Gleichzeitig betrachtet diese Arbeitsgruppe auch das Emissionsminderungspotenzial in der Waldwirtschaft durch Risikoverteilung und -reduzierung.

Koordiniert wird das internationale Projekt vom Lehrstuhl für Waldwachstumskunde, Prof. Dr. H. Pretzsch, TUM. Es wird vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2021 mit knapp einer Million Euro im europäischen Forschungsrahmenprogramm Horizon2020 gefördert. Für einen fließenden Austausch zwischen Praxis und Forschung sind sowohl akademische als auch nicht akademische Partner beteiligt.

Enno Uhl

www.care4C.eu

Professor Michael Weber im Ruhestand

Michael WeberZoombild vorhanden

Abb. 8: Michael Weber. (Foto: C. Josten, ZWFH)

Zum 31. März 2018 ging Professor Dr. Dr. Michael Weber in den wohlverdienten Ruhestand. Er war langjähriger Mitarbeiter im Lehrstuhl für Waldbau an der Studienfakultät Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement der TUM im Zentrum Wald- Forst-Holz Weihenstephan.

Michael Weber studierte Forstwissenschaft an der LMU München und absolvierte Referendariat und Große Forstliche Staatsprüfung in Bayern. Er promovierte an der Uni Freiburg und habilitierte sich an der TU München. Forschungsaufenthalte führten ihn nach Südamerika, Indien sowie Afrika. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Waldbewirtschaftung und Klimawandel, Agroforstwirtschaft und in der Rehabilitierung degradierter Flächen in den Tropen. Besonderes Engagement galt seiner langjährigen Forschung zur Erhaltung und Wiederherstellung forstlicher Nutzungspotenziale im Bergregenwald Süd-Ecuadors.

Neben zahlreichen wissenschaftlichen Beiträgen in Journalen sind drei von ihm co-editierte und mitverfasste Bücher hervorzuheben: Welthunger und Naturbewusstsein (1995), Carbon Dioxide Mitigation in Forestry and Wood Industry (1998) und Silviculture in the Tropics (2011). Als akademischer Lehrer hat Michael Weber Generationen von Studierenden mit seiner Fachkenntnis und Empathie begeistert und geprägt.

Michael Weber bekleidete von 2010 bis 2016 das Amt des Studiendekans und hat die Studienfakultät zu einer der europaweit ersten Adressen in der forstwissenschaftlichen Ausbildung formiert. Darüber hinaus war er von 2015 bis 2017 Leiter des Zentrums Wald-Forst-Holz Weihenstephan und übernahm somit Verantwortung für diesen Zusammenschluss auf dem Forstcampus Weihenstephan.

Bernd Stimm
29. August–1. September
Holzmesse
VeranstaltungsortA- Klagenfurt
13.–16. September 2018
Wald bewegt Deutsche Waldtage
VeranstaltungsortBerlin und bundesweite Veranstaltungen
24.–27. September 2018
Forstwissenschaftliche Tagung
VeranstaltungsortGöttingen
20.–21. September 2018
5th International Conference on Processing Technologies for the Forest and Bio-based Products Industries
VeranstaltungsortFreising
13. Oktober 2018
Tag der offenen Tür der TUM
VeranstaltungsortMünchen, Freising
18. Oktober 2018
Waldtag Bayern 2018Wald und Forstwirtschaft
in Ballungsräumen
VeranstaltungsortNürnberg

Weiterführende Informationen