Eine Gruppe von Kindern steht in einem Laubwald.

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Veronika Baumgarten
Zentrum Wald-Forst-Holz: 3. ZWFH-Forum: Biodiversität und Ökosystemleistungen - LWF aktuell 117

Intakte Ökosysteme und ihre Dienstleistungen zu sichern, gehört unumstritten zu den großen Nachhaltigkeits-Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Diese Herausforderung wurde am Zentrum Wald- Forst-Holz (ZWFH) Weihenstephan im Jahr 2017 mit zwei zusammenhängenden wissenschaftlichen Foren aufgegriffen, die ein Bild vom Zusammenwirken der Ökosystemleistungen und der Notwendigkeit biologischer Vielfalt zeichneten.

Vor diesem Hintergrund beschäftigte sich das Forum am 11. Juli 2017 mit dem »Erhalt der Biodiversität in Wäldern und Mooren «. Das Forum am 21. November 2017 widmete sich den »Ökosystemleistungen«.
Nach der Begrüßung durch Olaf Schmidt (Leiter des ZWFH) schärfte zunächst Prof. Thomas Knoke (TUM), der auch als Moderator durch diesen Nachmittag führte, den Begriff Ökosystemleistungen. Er wies darauf hin, dass der Begriff Ökosystemleistungen zunehmend anstelle des älteren Begriffs Ökosystemdienstleistungen verwendet wird. In den anschließenden Vorträgen stellten Wissenschaftler der Partnerinstitutionen TUM, LWF und HSWT ihre neuesten, umfassenden und zukunftsweisenden Projekte und Ergebnisse vor und erläuterten, wie Ökosystemleistungen dem menschlichen Wohl dienen, wie sie direkt in der Forstplanung berücksichtigt werden und wie ökonomische Optimierungsansätze als hilfreiche Entscheidungsunterstützungssysteme für die nachhaltige Waldbewirtschaftung eingesetzt werden können.

Im abschließenden Vortrag zeigte Prof. Carsten Lorz (HSWT), dass mit einem nicht-komplexen Ansatz die dringend benötigte Bewertung ökosystemarer Dienstleistungen möglich ist. »Für die Praxis ein Gewinn, insbesondere wenn der Ansatz auch von Nicht-Experten nachvollziehbar ist und existierendes Wissen einbezogen wird«, so Prof. Lorz.

Publikum

Abb. 1: Publikum beim 3. Forum des ZWFH. (Foto: C. Josten, ZWFH)
Die sehr lebendigen Diskussionen ließen ein hohes Interesse der Besucher, aus dem Zentrum, dem Campus Weihenstephan und dem Bayerischem Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten erkennen. In der Schlussdiskussion kam klar zum Ausdruck, wie wichtig die wissenschaftlichen Analysen für Entscheidungsträger sind, um den Wert von Biodiversität vermitteln zu können. Prof. Thomas Knoke ging noch einen Schritt weiter: »Auch ohne Marktpreis können Ökosystemleistungen einen hohen ökonomischen Wert haben, denn die theoretische Zahlungsbereitschaft für Ökosystemleistungen ist sehr groß. Hieraus müsste sich ein entsprechender Geldfluss für die Forstbetriebe entwickeln lassen, wenn die theoretischen Beträge ernst genommen werden sollen«.

Am 12. Juli 2018 präsentiert das 4. ZWFH-Forum das Thema »Stadtwälder – Urban Forestry « im Hanskarl-Goettling-Saal der LWF. Der Blick in die Zukunft verrät, dass im Jahr 2050 70 % der bayerischen Bevölkerung in Städten leben wird. Welche Probleme und Gelegenheiten sich daraus ergeben und welche Vorkehrungen zu treffen sind, werden die drei Institutionen des ZWFH in ihren Vorträgen aufzeigen und mit dem Publikum diskutieren. »Eine der Chancen für die Forstverwaltung wird sein, über Stadtwälder, das städtische Grün und die Bäume in der Stadt die Bedeutung von Bäumen, Wald und Forstwirtschaft einer breiten Öffentlichkeit nahe zu bringen«, erklärt Olaf Schmidt, der das 4. Forum moderieren wird.

Dozenten des Forums

Abb. 2: Die Referenten v.l.: Christoph Schulz (LWF), Horst Kolo (TUM), der Moderator Prof. Dr. Thomas Knoke (TUM), Fabian Schweiger (TUM), Dr. Nadja Simons (TUM) und Prof. Dr. Carsten Lorz (HSWT) und Olaf Schmidt, Leiter des ZWFH. (Foto: C. Josten, ZWFH)

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