Eine Gruppe von Kindern steht in einem Laubwald.

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Nachrichten aus dem Zentrum Wald-Forst-Holz – LWF aktuell 115

Das Zentrum Wald Forst Holz Weihenstephan - bestehend aus der Studienfakultät für Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement der Technischen Universität München, der Fakultät Wald und Forstwirtschaft der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und der Bayrischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft - vereint Forschung, Lehre und Beratung an einem Standort und bildet den Knotenpunkt forstlicher Kompetenz in Bayern.

Die neuesten Nachrichten und Informationen aus dem ZWFH finden sie auf dieser Seite. Die Nachrichten aus dem Zentrum erscheinen auch stets in der jeweiligen Ausgabe von LWF-aktuell.

BMEL-Forstchef besuchte Forstzentrum

Sechs Männer posieren für die KameraZoombild vorhanden

Abb.1: Ministerialdirigent Dr. Axel Heider besucht das Forstzentrum. (Foto: C. Josten, ZWFH)

Auf Einladung des Zentrums Wald-Forst-Holz besuchte Ministerialdirigent Dr. Axel Heider, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), den Forstcampus Weihenstephan. Die drei Partner des Zentrums und die Geschäftsstelle informierten ihn über die Strukturen des Zentrums und die Möglichkeiten, die der Zusammenschluss bietet. Besonderen Wert legte Heider darauf, Anknüpfungspunkte für das Ministerium zu identifizieren.

Der Arbeitsbereich von Dr. Heider im BMEL liegt in der nationalen und internationalen Forstpolitik. Er war sowohl bei der Novellierung des Bundeswaldgesetzes als auch des Bundesjagdgesetzes eingebunden.Die Biodiversitätsstrategie, die Waldstrategie und insbesondere die Bioökonomiestrategie tragen seine Handschrift.

Dr. Heider äußerte sich auch dahingehend, dass alle Wälder dieser Erde im Prinzip nutzbar sind, es muss nur nachhaltig geschehen. Der Themenkomplex Agroforstwirtschaft konnte sowohl aus Sicht der Land- als auch der Forstwirtschaft diskutiert werden. Das Ministerium selbst wird durch die verschiedenen v. Thünen-Institute in Eberswalde und Hamburg begleitet und beraten, wobei Heider die wissenschaftliche Freiheit dieser Institute betonte.

Heinrich Förster

Masterstudiengäne vorgestellt

Zwei Menschen gehen eine Steintreppe hinaufZoombild vorhanden

Abb. 2: Beim "Alpenmaster" ist unter Umständen auch mal eine gewisse "Geländegängigkeit" von Vorteil. (Foto: K. Zbinden)

Am 30. Mai stellte die Fakultät Wald und Forstwirtschaft der Hochschule Weihenstephan- Triesdorf ihre Masterstudiengänge »Regionalmanagement in Gebirgsräumen « und »International Management of Forest Industries« vor. Zahlreiche Studierende von HSWT und TUM informierten sich über Studieninhalte, Ablauf und Organisatorisches. Vier derzeit im Master Studierende waren zum »Löchern« während der Veranstaltung dabei. Professor Dr. Jörg Ewald betonte beim »Alpenmaster « – Kurzform für »Regionalmanagement in Gebirgsräumen« – die Interdisziplinarität und den Forschungsschwerpunkt der HSWT in den Alpen. Mit den englischsprachigen Modulen GIS und Leadership bietet sich den Studierenden die Möglichkeit, ihre Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern.

Die Masterarbeiten sind thematisch etwa jeweils zur Hälfte mit Praxisthemen in Planungsbüros sowie in der Forschung angesiedelt. »Durch sehr fokussierte Themen hebt sich der Alpenmaster von vielen anderen Mastern ab. Im Gegensatz zum Forschungsschwerpunkt an Universitäten steht hier der Praxisbezug stark im Vordergrund. Und nur eine Verknüpfung aus Erhalt des Lebensraums in Verbindung mit wirtschaftlicher Weiterentwicklung einer Region kann langfristig erfolgreich sein«, so Ewald. Studiengangleiter Professor Dr. Steffen Rogg weiß, dass Kontakte zu Firmen für Absolventen das A&O sind.

Mit dem Master »International Management of Forest Industries « bietet die Fakultät zahlreiche Anknüpfungspunkte aus der Forst- und Holzbranche heraus in verschiedenste Bereiche wie Finanzen, Logistik oder Politik. Der Master bietet auch die Zulassung zum Referendariat (vierte Qualifikationsebene) in der Forstverwaltung. Anstelle von Inhalten wie Waldbau werden unter anderem Betriebswirtschaft, interkulturelle Kompetenz, Logistik, Marketing und internationale Forstwirtschaft vertieft. Für zahlreiche Lehrveranstaltungen kommt externe Expertise über Referenten aus Unternehmen.

Eine Besonderheit ist, dass beide Studiengänge in Kooperation mit der Berner Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) angeboten werden. Mindestens ein Semester findet jeweils in Bern statt. Die Absolventen erhalten zwei Masterabschlüsse. Mit finanziellen Tricks und Kniffs für das Semester in Bern wie günstigen Studentenzimmern oder Auslandsstipendien steht die HSWT ihren Studierenden zur Seite.

Christoph Josten

Regionalmanagement in Gebirgsräumen Externer Link

Jagd auf Gamslosung

Junge Frau mit Platiktüte und Stoffbeutel in der NaturZoombild vorhanden

Abb. 3: TUM-Doktorandin Lisa Madlener (Foto: C. Josten, ZWFH)

Der Startschuss fiel im Juni: Studierende und Mitarbeiter der Technischen Universität München und der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft begaben sich auf die Suche nach den verdauten Hinterlassenschaften von Gams, Reh und Rotwild – und das alles für das LWF-Projekt Integrales Schalenwildmanagement im Bergwald. »Wir wollen wissen: Wie leben Gams-, Reh- und Rotwild? Wie groß sind die Populationen, wie sind diese aufgebaut und wie verteilen sich die Tiere in ihrem Lebensraum? «, sagte Alois Zollner – Leiter der Abteilung Biodiversität, Naturschutz und Jagd an der LWF über die Hintergründe zum Projekt.

Um die flächige Aufnahme von über 5.000 ha in kurzer Zeit zu bewältigen, waren viele Kolleginnen und Kollegen der LWF sowie der TUM ins Karwendelgebirge gekommen. Möglichst gleichmäßig begangen Zweierteams täglich etwa 64 ha große Raster. Das Untersuchungsgebiet wurde von den Tallagen bis hin zu den Felsregionen über 2.000 m nach frischer Losung abgesucht. Diese wurde eingetütet, beschriftet und der Standort mit GPS vermerkt. Über 1.500 Proben kamen so in zweieinhalb Wochen zusammen.

Die genetischen Analysen übernimmt das Labor seq-IT in Kaiserslautern. Mit Hilfe der gewonnen Daten lassen sich unter anderem die Populationsdichte, das Geschlechterverhältnis, aber auch die räumliche Verteilung der drei Schalenwildarten abschätzen. Im zweiten Projektgebiet »Ruhpolding« folgen die Aufnahmen im Frühsommer 2018.

Dr. Wibke Peters

Preis der Stadt Freising für Florian Findl

Ein Mann übergibt einem Jüngerem eine UrkundeZoombild vorhanden

Abb. 4: Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher (li.) überreicht den Preis der Stadt Freising an Florian Findl. (Foto: J. Gangkofer, HSWT)

Am 21. Juni 2017 fand die Akademische Jahresfeier der Hochschule Weihenstephan Triesdorf – der Weihenstephaner Tag – statt. Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher würdigte zu diesem Anlass Findls Beitrag zur Abschlussarbeit »Waldbauliche und forstbetriebliche Planung im Privatwald« mit dem »Preis des Oberbürgermeisters der Stadt Freising «. Der Wald der Freiherrlich von Aufsees´schen Stiftung Bamberg wird bereits seit Jahrzehnten besonders nachhaltig bewirtschaftet, um einen ertrag- und strukturreichen Dauerwald zu entwickeln.

Da nur wenig Wald in Bayern dauerwaldartig gepflegt wird, standen für die Bachelorarbeit keine standardisierten Verfahren zur Verfügung. Um den derzeitigen Waldzustand zu erfassen, wurden deshalb eigens Auswahlkriterien und Aufnahmeverfahren entwickelt. Auf Basis dieser Daten konnte eine mittelfristige Betriebsplanung entwickelt werden, die es dem Revierleiter ermöglicht, Entscheidungen bis hin zum Einzelbaum zu treffen und die Bestände hin zu einem Dauerwald weiter zu entwickeln.

Tanja Tenschert

Wappes-Preis für "Waldbaumeister" Professor Schölch

Älterer Herr mit MikrofonZoombild vorhanden

Abb. 5: Professor Dr. Manfred Schölch auf der Forstvereinstagung 2017 in Regensburg. (Foto: M. Renger)

Für seine Verdienste für eine naturgemäße Waldwirtschaft, Lehre und Forschung für einen naturnahen Waldbau und die Ausbildung von forstlichen Nachwuchskräften hat der Deutsche Forstverein (DFV) Prof. Dr. Manfred Schölch mit dem Lorenz-Wappes-Preis geehrt. Schölch, der Waldbau und Waldwachstum an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf lehrt, nahm den Preis von DFV-Präsident Carsten Wilke auf der 68. Forstvereinstagung in Regensburg entgegen.

»Architektur braucht den Baumeister, die Waldarchitektur den Waldbaumeister. Und dieser schöne alte deutsche Begriff des Meisters trifft auf Manfred Schölch zu. Einen Meister zeichnet das Recht aus, die Lehrlinge zu lehren und anzuleiten. Und darin ist er ein Meister, er gewinnt die Jungen durch seine Rhetorik, seine Anschauung und seine Beispiele, seine reiche Erfahrung und seine Wissensbasierung«, so Wilke in seiner Laudatio.

red

Leiter-Treffen der forstlichen Versuchsanstalten

Fünf Männer unterhalten sichZoombild vorhanden

Abb. 6: Die Leiter der forstlichen Versuchsanstalten aus Deutschland, Österreich und Schweiz trafen sich im Steigerwald. (Foto: E. Leihs, LWF)

Vom 3. bis 4. Mai trafen sich auf Einladung von Präsident Olaf Schmidt die Leiter der Forstlichen Versuchsanstalten aus Österreich, der Schweiz und Deutschland. Das Treffen, heuer im Steigerwaldzentrum im Handthal, dient unter anderem dem Informations- und Erfahrungsaustausch und der Diskussion aktueller forstlicher Themen.

Weitere Ziele sind, aktuellen Forschungsbedarf zu identifizieren, Doppelforschung zu vermeiden und die zur Verfügung stehenden Forschungsmittel effizient einzusetzen. In diesem Zusammenhang werden auch Möglichkeiten für Kooperationsprojekte und für die gemeinsame Einwerbung von Forschungsmitteln ausgelotet.

Auf der Tagesordnung standen Themen wie »Monitoring und Inventuren«, »Datenpolitik an den FVAs« sowie forstpolitische Angelegenheiten. Die fünftägige Konferenz zum 125jährigen Bestehen der IUFRO (Weltverband der forstlichen Forschungseinrichtungen) vom 18. bis 22. September in Freiburg bot ein weiteres Thema. Die Tagungsteilnehmer zeigten sich mit dem Verlauf und den Ergebnissen der Tagung durchweg zufrieden.

Im kommenden Jahr wird das Treffen der Leiter der deutschsprachigen Forstlichen Versuchsanstalten in Brandenburg stattfinden.

Stephan Philipp

Ball der Forstwissenschaft

Tanzende Menschen, Band im HintergrundZoombild vorhanden

Abb. 7: Spaß und gute Unterhaltung sind immer garantiert. Förster-Abschlussball der TUM mit Musik der Band Cherry Pink. (Foto: S. Ederer, TUM)

Am 22. April 2017 veranstaltete die Alumnivereinigung Münchner Forstwissenschaftliche Gesellschaft (MFG) gemeinsam mit der Studienfakultät Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement (TUM) und der Fachschaft Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement zum siebten Mal den »Ball der Forstwissenschaft«.

Im Rahmen der Festveranstaltung verlieh Studiendekan Prof. Dr. Michael Suda gemeinsam mit dem Vorsitzenden der MFG, Prof. Dr. Anton Fischer, das bronzene und silberne Eichenlaub an Bachelor- und Masterabsolventinnen und -absolventen der Studienfakultät Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement. Die frisch gebackenen »Doktores« des vergangenen Jahres wurden mit dem goldenen Eichenlaub geehrt.

Das »Gerd Wegener Reisestipendium « wurde durch den Stifter Prof. Dr. Dr. habil. Drs.h.c. Gerd Wegener an Sudhir Jha (Masterstudent Sustainable Resource Management) verliehen. Ziel des Stipendiums ist die Förderung der studentischen Mobilität, insbesondere durch Unterstützung von Studienleistungen und Studienaufenthalten im europäischen Ausland. Der Ball der Forstwissenschaft ist als jährlicher Treffpunkt in feierlichem Ambiente für Alumni, Studierende, Mitarbeiter und alle, die sich der Studienfakultät verbunden fühlen, gedacht.

Stefanie Ederer
18.-19. Oktober 2017
FASTWOOD – Abschluss – Symposium
VeranstaltungsortLeipzig
26. Oktober 2017
"Fichte" Baum des JahresFachtagung
VeranstaltungsortBad Steben
2.-5. November 2017
Bundestagung deutscher Forstfrauen
VeranstaltungsortSchöneberg bei Bad Kreuznach
7. November 2017
NFP 66 "Ressource Holz"Abschlusstagung
VeranstaltungsortBern
21. November 2017
3. ZWFH-Forum "Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen"
VeranstaltungsortFreising
28.-28. November 2017
Münchner Wissenschaftstage "Zukunftspläne"
VeranstaltungsortMünchen
29. November 2017
Fachtagung "Naturschutz: Von der Forschung in die Praxis"
VeranstaltungsortFreising
19.-28. Januar 2018
Internationale Grüne Woche
VeranstaltungsortMesse Berlin

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