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Bernadett Bartha, Heike Lenz und Ralf Petercord
Keine Entwarnung beim Eschentriebsterben - LWF-aktuell 101

Das Eschentriebsterben ist eine schwere, durch einen Pilz verursachte Erkrankung der Eschen. Es hat bereits großen Schaden in den Wäldern Mittel- und Nordeuropas angerichtet und breitet sich unaufhaltsam weiter in unseren Wäldern aus. Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft sucht mit Hochdruck nach Möglichkeiten, wie dieser Krankheit begegnet werden kann. Unter anderem startete sie zusammen mit dem Bayerischen Amt für forstliche Saat- und Pflanzenzucht einen Resistenzversuch mit jungen Eschen.

Ausschnitt einer Weltkarte: Markiert ist das natürliche Verbreitungsgebiet der Esche hauptsächlich in Europa. Die ersten erkrankten Bäume sind 1992 in Polen und die letzten 2012 in England und Nordspanien datiert. Zoombild vorhanden

Abbildung: Karte des natürlichen Verbreitungsgebietes der Esche; die Jahreszahlen geben das Jahr des ersten Fundes erkrankter Eschen an. Quelle: EUFROGEN 2009, www.eufrogen.org

Das Eschentriebsterben wird durch den Pilz »Falsches weißes Stengelbecherchen« (Hymenoscyphus pseudoalbidus) und der zugehörigen Nebenfruchtform Chalara fraxinea verursacht. Das Eschentriebsterben wurde erstmals in Polen im Jahr 1992 beobachtet und hat sich seitdem in weiten Teilen Europas verbreitet: Mittlerweile lässt sich der Pilzbefall in 22 Ländern nachweisen (Abbildung 1).

Der Erreger erreichte Bayern im Jahr 2008 und hat seitdem nach Schätzungen der Waldschutzabteilung der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) 60–80% der Eschen infiziert. Neueste Untersuchungen haben gezeigt, dass der Pilz ursprünglich in Japan beheimatet ist. Dort ist er unter dem Namen Lambertella albida schon seit langem bekannt und kommt an der Mandschurischen Esche (Fraxinus mandshurica) vor, ohne dort die Schadwirkung zu entfalten, die er in Bayern zeigt (Zhao et al. 2012).

Bislang gibt es noch keine Information darüber, auf welchem Weg der Pilz nach Europa eingeschleppt wurde und warum er so aggressiv unsere einheimische Esche befällt.

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