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Andrea Mayer und Heike Lenz
Infektionsversuche an Eschen - LWF-aktuell 97

Zahlreiche und zunehmende Kronenverlichtungen an Eschen (Fraxinus excelsior) weisen auf den starken Infektionserfolg des Falschen Weißen Stengelbecherchens (Hymenoscyphus pseudoalbidus) hin. Erste Angriffsflächen stellen die Eschenblätter dar, die von den Sporen des Pilzes besiedelt werden. Häufig gelingt es dem Pilz, vom Blattgewebe aus in den Holzkörper vorzudringen. Ein stabiles Infektionssystem unter definierten Bedingungen soll es zukünftig erlauben, abiotische und biotische Einflussgrößen direkt zu ermitteln, um Möglichkeiten aufzudecken, den pilzlichen Infektionsweg zu unterbrechen.

Fotoreihe über Versuche mit infizierten Blattspindeln. Weitere Informationen im Text.Zoombild vorhanden

Abbildung 1: Infektion mit Chalara fraxinea an Blattspindeln.

Das Eschentriebsterben ist eine schwerwiegende, europaweit verbreitete Erkrankung (Timmermann et al. 2011). Hervorgerufen wird sie durch den Pilz Hymenoscyphus pseudoalbidus mit seiner Nebenfruchtform Chalara fraxinea (Kowalski 2006; Queloz et al. 2010). Neueste Studien belegen, dass der Pilz in Japan beheimatet ist und dort unter dem Namen Lambertella albida als harmloser Streuzersetzer bekannt ist (Zhao et al. 2012).

Der Sporenflug von H. pseudoalbidus findet über mehrere Monate statt und ermöglicht auf diese Weise über weite Entfernungen zahlreiche Blattinfektionen.

Um ein besseres Verständnis des Infektionsverlaufs und den damit verbundenen Reaktionen in Wirt und Pathogen zu erhalten, sollten unter Gewächshausbedingungen künstliche Blatt- und Stamminfektionen, sowohl mit Myzel der Nebenfruchtform, als auch mit Sporen der Hauptfruchtform etabliert werden. Die Auswirkungen der Infektion auf das Blattgewebe wurden an verschiedenen Blattstellen und unterschiedlich altem Blattgewebe analysiert. Desweiteren wurden infizierte Gewächshaus-Eschen über mehrere Wochen bzw. Monate auf ihren Infektionsverlauf hin untersucht.

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