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Ralf Petercord, 14.09.2016
Und er startet nochmal – Fichtenborkenkäfer schwärmte zur Anlage der 3. Generation - Blickpunkt Waldschutz 7/2016

Die stabile Hochdruckwetterlage der vergangenen Wochen hat uns nicht nur sommerlich heiße Temperaturen beschert, sondern auch den Schwärmflug der 2.Generation zur Anlage einer weiteren Generation begünstigt.

Die 2. Generation entwickelte sich im deutlich kühleren Sommer 2016 zwar langsamer als 2015, dennoch waren ab der 33. Kalenderwoche (Mitte August) erste ausflugbereite Jungkäfer in den Bruthölzern zu finden.

Bei abnehmender Tageslänge lässt zwar die Brutbereitschaft des Buchdruckers nach, so dass nur noch ein Teil der Population erneut schwärmt. Allerdings darf dieser Teil bei insgesamt sehr hoher Populationsdichte nicht unterschätzt werden.

In den tieferen Lagen muss daher mit erneutem Stehendbefall in nennenswertem Umfang gerechnet werden. Darüber hinaus zeichnen viele Bäume, die von der Geschwisterbrut der 2. Generation ab Mitte Juli erfolgreich befallen wurden, erst jetzt unter dem Einfluss der anhaltenden Trockenheit.
Braune Bohrmehlhäufchen an Fichtenrinde.

Bohrmehl hinter Rindenschuppen (Foto: F. Krüger)

Kleiner brauner Käfer an Fichtenstamm.

Junger Buchdrucker. (Foto: R. Petercord)

Handlungsempfehlungen

  • Konsequente Fortführung der Borkenkäferbekämpfung;
  • Bohrmehlsuche, um Stehendbefall zur Anlage der 3. Generation und bisher unerkannte Befallsbäume zu identifizieren;
  • Weiterhin Fällung und Aufarbeitung aller befallenen Bäume, insbesondere auch solche mit Eiern, Larven und Puppen (weiße Stadien).
    Bei Nichtaufarbeitung werden sich diese Tiere in den kommenden Wochen fertig entwickeln, als winterharte Jungkäfer unter der losen Rinde am Baum oder im Boden überwintern und im Frühjahr 2017 zu einer Gefahr für umstehende Bäume werden.

Ludwig Straßer
Schütte bei Lärche – Aktuell schon gelb verfärbte Lärchen!

Die feuchtwarme Witterung der letzten Wochen hat die Entwicklung von Nadelpilzen an der Lärche gefördert. Der Pilzbefall führt zu einer verfrühten Gelbfärbung und teilweise auch zu Nadelverlusten. Lagen mit hoher Luftfeuchtigkeit, Staulagen und Mulden sind besonders betroffen. In der Regel ist der Befall zwar auffällig aber unproblematisch. Dennoch gilt es, Lärchen, die sehr früh einen Großteil ihrer Nadeln verloren haben, auf einen möglichen Sekundärbefall durch den Lärchenborkenkäfer (Ips cembrae)zu kontrollieren. Tritt dieser auf, müssen die befallenen Lärchen analog zum Buchdruckerbefall an Fichte aufgearbeitet werden.

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