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Julia Zeitler
Borkenkäfermonitoring 2013: Zögerlicher Schwärmbeginn - Blickpunkt Waldschutz 04/2013

In diesem Jahr setzte der Schwärmflug damit, wie im Vorjahr, vergleichsweise spät ein. Im Jahr 2011 waren die Käfer bereits in der vorletzten Aprilwoche, knapp zwei Wochen eher ausgeschwärmt.

Schwärmflug von Buchdrucker und Kupferstecher begann Ende April

Fangzahlen zweier Fallen: In KW 18 steigt die Fangzahl von Buchdrucker und Kupferstecher an und erreicht in KW 19 ihren Höhepunkt. Dannach nehmen die Fangzahlen wieder ab.Zoombild vorhanden

Abbildung 1: Schwärmkurve aus Unterfranken (AELF Bad Neustadt an der Saale)

Ursächlich für den späten Start dieses Jahr war die seit Frühjahrsbeginn herrschende kühle, regnerische und windige Witterung, so dass erst in den letzten Apriltagen bei leicht ansteigenden Temperaturen günstige Schwärmbedingungen herrschten.

Der Schwärmbeginn war zunächst sehr verhalten. In der zweiten Maiwoche schwärmten die Käfer dann bei wärmerem Wetter erneut und legten weitere Bruten an. Mit Fangzahlen von durchschnittlich etwa 2000 Käfern pro Falle (vgl. Abb. 1) war diese Schwärmwelle bedeutend stärker als die erste. In Ausnahmefällen wurden bis zu 5000 Käfer gefangen.

Ab Ende April wurden auch die ersten Einbohrversuche an den Bruthölzern gemeldet. Momentan befinden sich die Bruten im späten Larven- / beginnenden Puppenstadium (KW 23). Teilweise wurde in den Bruthölzern eine Verpilzung der Bruten

Empfehlungen

Befallene Bäume zeichnen derzeit witterungsbedingt kaum, Bohrmehl wird jetzt am Ende der Brutanlage kaum noch ausgeworfen und ist bei windigem und regnerischem Wetter schwer zu finden.

Gut erkennbar sind lediglich Spechtspiegel. Die Suche nach frisch stehendbefallenen Bäumen sollte vorrangig auf disponierte Randbereiche in der Nähe vorjähriger Befallsherde konzentriert werden.

Die Aufarbeitung von befallenem Holz hat in jedem Fall zu erfolgen, bevor sich die angelegten Bruten fertig entwickelt haben und erneut ausschwärmen. Das aufgearbeitete Holz ist zeitnah abzufahren, zu entrinden oder in einem Abstand von mindestens 500 m zum nächsten gefährdeten Fichtenbestand zu lagern.