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Eichenprozessionsspinner

Meldungen zum Auftreten des Eichenprozessionsspinners (Karte: Dr. Gabriela Lobinger) Meldungen zum Auftreten des Eichenprozessionsspinners (Karte: Dr. Gabriela Lobinger)
Namen: Name (deutsch): Eichenprozessionsspinner 
Wissenschaftliche Bezeichnung: Thaumetopoea processionea L. 
Kurzbeschreibung: Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea L.) kommt an der Stiel- und Traubeneiche, sowie an der Amerikanischen Roteiche vor. Er neigt besonders in Trockenjahren zu Massenvermehrungen, wobei lichte Eichenwälder, Bestandesränder und Einzelbäume in warmtrockenen Regionen oder Jahren bevorzugt werden. 
Detailbeschreibung: Seit 1995 ist ein enormer Dichteanstieg dieser früher als selten eingestuften Schmetterlingsart in Unter- und Mittelfranken sowie im westlichen Oberfranken zu verzeichnen. Schwerpunkte liegen im Bereich der Fränkischen Platte zwischen Schweinfurt,Würzburg und Ansbach. Die Raupenhaare führen beim Menschen zu Allergien. 

Altraupen-Prozession des Eichenprozessionsspinners  (Foto: Dr. Gabriela Lobinger) Altraupen-Prozession des Eichenprozessionsspinners (Foto: Dr. Gabriela Lobinger)

Der Eichenprozessionsspinner kommt in Bayern nur an Eichen (Stiel- und Traubeneiche) vor.
Er tritt in warm-trockenen Regionen auf und bevorzugt lichte Eichenwälder, Bestandesränder und Einzelbäume. Seit 1995 ist eine starke Zunahme dieser Schmetterlingsart zu verzeichnen. Dabei kam es in den Eichenwäldern der Fränkischen Platte auf ca. 600 ha zu Licht- und Kahlfraß sowie in einigen fränkischen Landkreisen zu teilweise stärkerem Befall von Eichen im öffentlichen Grün und in Gärten.

Neben den Fraßschäden liegt die eigentliche Schadwirkung in den gesundheitlichen Auswirkungen der Raupenhaare auf den Menschen.

Gefährdung der menschlichen Gesundheit

Durch den Kontakt mit den Raupenhaaren des Eichenprozessionsspinners können gesundheitliche Beschwerden auftreten, die von Ärzten in der Regel gut zu behandeln sind. Zu beachten ist, dass diese Beschwerdebilder, die sich nach dem Kontakt mit Raupenhaaren des Eichenprozessionsspinners zeigen, auch auf andere Ursachen wie Kälte, bestimmte Lebensmittel etc. zurückgeführt werden können. Nicht jeder der Betroffenen benötigt nach Kontakt mit diesen Raupenhaaren eine ärztliche Behandlung. Gesundheitliche Beschwerden durch den Eichenprozessionsspinner können während des gesamten Jahres entstehen:

  • während der Fraßzeit der Raupen, wenn ab ca. Ende Mai/Anfang Juni (je nach Witterungsverlauf), die Gifthaare ausgebildet werden
  • während des übrigen Zeitraums durch die über Jahre stabilen Gespinstnester, die Gifthaare enthalten

Detailaufnahme Eichenprozessionsspinner: Raupen mit Brennhaaren (Foto: Dr. Gabriela Lobinger) Detailaufnahme Eichenprozessionsspinner: Raupen mit Brennhaaren (Foto: Dr. Gabriela Lobinger)

Hintergrundinformationen und Downloads

Ansprechpartner zum Eichenprozessionsspinner an der LWF und anderen Waldschutzfragen

Informationen des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit