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Scheitholz - Holzarten, Verkaufsmaße, Vermarktung und Brennholzpreise
Scheitholz ist die klassische Bereitstellungsform von Brennholz und stammt zum größten Teil aus dem Wald oder von Flurgehölzen. Während für Holzhackschnitzel meist schwächeres Material wie Äste und Gipfel verwendet wird, wird Scheitholz aus stärker dimensionierten Ast- und Stammstücken hergestellt. Zu Scheitholz werden hauptsächlich die geringwertigen Holzsortimente (z.B. Schwachholz und mindere Qualitäten) verarbeitet, die anderweitig schwierig zu vermarkten sind. Im kleinen Privatwald werden aber auch höherwertige Hölzer für die Eigenversorgung von Brennholz genutzt. Für Scheitholz, das in den Handel kommt, bestehen Normierungsvorschriften.
Abhängig vom Mengenanfall und der technischen Ausrüstung des Waldbesitzers gibt es verschiedene Bereitstellungsverfahren für Scheitholz und Kaminholz. Die Bereitstellung von Scheitholz und Kaminholz besteht aus den Arbeitsschritten Holzernte, Transport aus dem Wald, Verarbeitung zu Scheitholz, Lagerung und Transport zum Kunden.
Frisches Brennholz aus dem Wald hat einen Wassergehalt von 50 - 60%. Die richtige Lagerung von Scheitholz und Kaminholzist entscheidend, um das Scheitholz oder Kaminholz in kurzer Zeit auf den für eine optimale und emissionsarme Verbrennung notwendigen Wassergehalt von unter 20% zu trocknen.
Geeignete Holzarten für Scheitholz/Kaminholz

Gut gelagertes Scheitholz liefert Brennholz von bester Qualität
Grundsätzlich können alle Holzarten zu Scheitholz verarbeitet werden. Nur stark verfaultes, verschmutztes oder mit Holzschutzmitteln behandeltes Holz ist als Brennholz ungeeignet:
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Scheitholz aus Nadelholz (Fichte, Kiefer, Tanne, Douglasie, Lärche) liefert sehr gutes Brennholz für Zentralheizungen und geschlossene Öfen und ist Anzündholz geeignet. Aufgrund des "Spritzens" sollte man Kaminholz aus Nadelholz nicht für offene Kamine und Kamineinsätze verwenden. Hintergrund: Schmelzende Harze verstopfen die Wasserleitungsbahnen, verdampfendes Wasser kann nicht mehr entweichen und sprengt so das Holz.
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Brennholz aus Buche entwickelt viel Glut und erzeugt dadurch eine gleichmäßige, langandauernde Wärme. Buchen-Scheitholz als Kaminholz zeigt ein schönes Flammenbild und verbrennt nahezu ohne "Funkenspritzer" und ist daher sehr gut für alle Öfen, insbesondere für solche mit Sichtfenster, geeignet.
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Brennholz aus Eiche hat volumenbezogen einen hohen Heizwert und besitzt eine sehr lange Brenndauer. Eichen-Scheitholz ist ideal für Öfen, die der reinen Wärmeerzeugung dienen (z.B. Zentralheizungen und Kachelöfen). Da es kein schönes Flammenbild entwickelt, ist es als Kaminholz für Öfen mit Sichtfenster weniger geeignet.
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Brennholz aus Birke ist ein hervorragendes Kaminholz. Es "spritzt" nicht und verbrennt wegen seiner ätherischen Öle bläulich schimmernd und wohlriechend. Auch ist Birekn-Brennholz wegen seiner weißen Rinde als dekoratives Scheitholz beliebt.
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Sonstige Laubharthölzer (wie Esche, Ahorn, Ulme, Hainbuche, Kirsche) sind als Brennholz im Verbrennungsprozess der Buche sehr ähnlich.
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Pappel- und Weidenholz ist als Kaminholz relativ schnell abgebrannt. Es eignet sich als "Sommerholz" für den Kaminofen, wenn vom Brennholz weniger Heizleistung erwartet wird.
Verkaufsmaße von Scheitholz/Kaminholz
Scheitholz und Kaminholz wird in unterschiedlichen Verkaufmaßen angeboten, wobei der Raummeter (Ster) am häufigsten verwendet wird:
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Festmeter (Fm): 1 m x 1 m x 1 m reines Holz ohne Hohlräume
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Raummeter = Ster (Rm): 1 m x 1 m x 1 m lose geschichtetes Holz mit Hohlräumen
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Schüttraummeter (SRm): 1 m x 1 m x 1 m lose geschüttetes Holz mit Hohlräumen
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Nach Gewicht mit Angabe des Wassergehalts (lufttrockenes Scheitholz hat einen Wassergehalt zwischen 10 und 20%)
Ein Vergleich der Preise für verschiedene Brennholz-Maße kann über den Heizwert (in kWh) erfolgen, der vom Wassergehalt und der Holzart abhängig ist. Die untenstehende Tabelle nennt Umrechnungszahlen für die verschiedenen Raummaße von Scheitholz oder Kaminholz. Es sind aber nur Anhaltswerte, da Brennholz als natürlich gewachsener Rohstoff immer Inhomogenitäten aufweist.
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Umrechnungszahlen von Brennholz |
Vermarktung, Preise und Bezugsquellen von Brennholz
Die Vermarktung von Scheitholz erfolgt in verschiedenen Aufbereitungsstufen:
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In Selbstwerbung: Der Käufer gewinnt das Scheitholz selbst im Wald aus Hiebsresten oder Durchforstungen im Schwachholz.
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Frei Waldstraße: Verkauf von waldfrischem Holz, in fallenden Längen oder in 1 m Stücken (ungespalten oder gespalten).
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Waldfrisch ab Hof oder frei Haus: Als 1 m Stücke (ungespalten oder gespalten) oder abgelängt und gespalten in 33 cm oder 25 cm Scheite. Der Käufer muss das Scheitholz noch zur Trocknung lagern.
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Lufttrocken ab Hof oder frei Haus: Als 1 m Stücke (gespalten) oder ofenfertig als 33 cm oder 25 cm Scheite als Kaminholz
Mit der Abnahme der zu erbringenden Eigenleistung bei der Brennholz-Werbung durch den Käufer steigt der Preis für das Scheitholz. Außerdem bestimmen die Holzart, die Abnahmemenge, der Wassergehalt und die regionale Marktlage die Brennholzpreise. Die Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) hat für Bayern eine Preiserhebung durchgeführt. Es wurden sowohl große Brennholz-Händler und Biomassehöfe wie auch kleine Vermarkter von Scheitholz berücksichtigt. Dabei hat der professionelle Brennholzhandel ein höheres Preisniveau als die Kleinvermarkter. Es zeigt sich auch ein Südwest-Nordostgefälle mit hohen Preisen in den Regierungsbezirken Oberbayern und Schwaben, mittleren in Niederbayern, Unter- und Mittelfranken und niedrigem Preisniveau in der Oberpfalz und Oberfranken.
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Südwest-Nordostgefälle der Brennholzpreise |
Bezugsquellen von Brennholz
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Brennholz aus dem Privat- und Kommunalwäldern in Bayern wird über die Forstlichen Zusammenschlüsse vermarktet. Sie geben auch Auskunft über Brennholzhändler vor Ort.
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Der Staatswald in Bayern wird von den Bayerischen Staatsforsten AöR bewirtschaftet. Der Brennholzverkauf erfolgt über die örtlich zuständigen Forstbetriebe.
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Biomassehöfe und Brennholzhandel
Weitere Informationen zu Scheitholz und Kaminholz
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