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StMELFLWFWaldbewirtschaftungHolz und LogistikEnergie aus Holz → Lagerung von Scheitholz
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Lagerung von Scheitholz

Frisch geschlagenes Holz aus dem Wald hat einen Wassergehalt von 50 - 60%. Für eine effiziente und emissionsarme Verbrennung muss Scheitholz auf einen Wassergehalt von unter 20% heruntergetrocknet werden. Unter optimalen Lagerbedingungen wird dies nach einem Jahr erreicht:

Scheitholzlager, Quelle: J. Hahn
  • Brennholz in den Wintermonaten schlagen
  • Das Holz möglichst bald spalten, um das Austrocknen zu fördern. Waldfrisches Holz lässt sich außerdem leichter spalten.
  • Kurze Scheite trocknen schneller als 1 m Scheite
  • Lagerplatz in sonnigen, windexponierten Lagen
  • Trockener Untergrund
  • Regenschutz

Im ungespaltenen Zustand dauert die Trocknung deutlich länger. Zahlreiche Laubhölzer werden bei einer zu langsamen Trocknung von holzabbauenden Pilzen besiedelt ("Verstocken") und verlieren dadurch entsprechend stark an Energieinhalt. Auch bei gut gelagertem Holz kann der Brennwert der Holzscheite durch natürliche Abbauprozesse um bis zu 3 % pro Jahr sinken, so dass trockenes Scheitholz bald verbraucht werden sollte.

In unten stehender Grafik ist ein typischer Trocknungsverlauf für verschiedene Baumarten abgebildet. In dem Trocknungsversuch wurden unter günstigen Bedingungen (abgedeckte Außenlagerung von gespaltenen Scheiten) bereits nach neun Monaten ein Wassergehalt von 15 % erreicht. Unter weniger optimalem Bedingungen dauert die natürliche Brennholztrocknung auf den erforderlichen Wassergehalt jedoch ein Jahr und länger.

Wassergehaltsänderung frisch geernteter Meterholzscheite

Technische Trocknung

Größere Hersteller verwenden auch technische Verfahren zur Scheitholztrocknung. Die technische Trocknung erfolgt in Hallen mit geregelter Belüftung. Dabei wird zum Beispiel die Abwärme von Heiz(kraft)werken oder die Sonnenwärme (Treibhausprinzip) genutzt.Dadurch verkürzt sich die Trocknungszeit auf wenige Wochen. Positiver Nebeneffekt ist, dass das Scheitholz keine Verfärbungen (Flecken, Vergrauung) aufweist, wie sie bei längerer Außenlagerung sonst meist auftreten.

Weitere Informationen: