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Forstpolitik

Ob als Waldeigentümer, Jagdpächter, Erholungssuchender oder Holzkunde. Menschen haben vielfältige zum Teil auch widersprüchliche Ansprüche an den Wald und an seine Nutzung. Im Interesse einer gesamtgesellschaftlich günstigen Entwicklung obliegt es der Forstpolitik, optimale Kompromisse zu finden und umzusetzen.

Eine Gruppe steht um einen tisch, an dem Forstminister Miller sitzt. Zoombild vorhanden

Waldtag Bayern 2008 (Bild: T. Bosch, LWF)

Der Mensch als Waldbesitzer, Jäger und Erholungssuchender ist Nutzer und Gestalter des Waldes und bestimmt dauerhaft das Verhältnis Wald und Gesellschaft. Mit bestehenden Regelwerken, die unterschiedliche politische Inhalte und Prozesse widerspiegeln, wird versucht einen Ausgleich der Interessen von Waldbesitzern und Allgemeinheit herbei zu führen und die dauerhafte Erbringung von Gemeinwohlleistungen des Waldes sicher zu stellen.

Die bestehenden gesetzlichen Regelungen auf Bundes- und Landesebene (z.B. Bundeswaldgesetz, Waldgesetz für Bayern) wirken sich unmittelbar auf die Forstwirtschaft in Bayern aus. Die bestehen Richtlinien, Programme und Strategien auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene haben darüber hinaus einen mittelbaren Einfluss auf die Forstwirtschaft. Beispielhaft seinen hier genannt die Bayerische Biodiversitätsstrategie, die Waldstrategie 2020 des BMELV, der EU-Forstaktionsplan oder die Agenda 21 UN.

Mit der forstlichen Förderung existiert ein staatliches Steuerungsinstrument, das besondere, freiwillige Leistungen des Waldbesitzers zum Wohle der Allgemeinheit honoriert.

Freiwillig ist auch die Zertifizierung forstlicher Betriebe, mit der je nach Zertifikatsanbieter die Erfüllung bestimmter, ökologischer und sozialer Standards dokumentiert wird.

Zertifizierung

Es gibt eine steigende Zahl von Gütezeichen in der Forst- und Holzwirtschaft. Die ältesten und bekanntesten sind die Zertifikate für die Waldbewirtschaftung und die Produktkette des genutzten Holzes (PEFC, FSC, Naturland).
a82 - Waldzertifizierung in BayernZoombild vorhanden

Die Logos der drei bekanntesten Organisationen.

Neuere Zertifikate im Forstbereich gibt es beispielsweise für die Kohlenstoffspeicherung im Wald (z. B. Carbonfix), für die überprüfbare Herkunft der Forstpflanzen (ZüF) oder zur regionalen Verwertung von Holz (z. B. Holz-von-Hier).
Letzteres, die Zertifizierung regionaler Holzprodukte, könnte in Ergänzung bestehender Bewirtschaftungszertifikate in Zukunft an Bedeutung zunehmen.

In Bayern (Stand 2011) sind zurzeit 1.958.041 ha Wald durch PEFC zertifiziert (77 % der Waldfläche Bayerns), 26.502 ha durch FSC (1 %) und 5.384 ha durch Naturland (0,2 %).

Aktuelles aus der Forstpolitik

Sturmschadensbewältigung
»Kolle« und der Schwarze Freitag

Aufräumarbeiten im Wald unter Zuhilfenahme schweren Geräts wie Harvestern und Forewardern.

Es war ein rabenschwarzer Tag für den Wald in den Landkreisen Regen und Passau, als am Abend des 18. Augusts 2017 eine Schlechtwetterfront über die ostbayerische Region hinweg zog.
Wie es nach "Kolle" weiter geht, darüber sprach Florian Stahl mit den Bereichsleitern Forsten der beiden Ämter.   Mehr

Klimawandel
Waldumbauoffensive 2030

Aufräumarbeiten in einem Nadelwald, nachdem ein Sturm einen großen Teil der Bäume entwurzelt oder abgeknickt hat.

Die sich in Bayerns Wäldern häufenden Schäden durch Stürme oder Borkenkäfer haben zu einem Umdenken in Gesellschaft und Forstbranche geführt. Klima- und sturmtolerante Mischwälder sind die Antwort auf die Herausforderungen der Zukunft.   Mehr

Europäische Union
Forstpolitik in der EU

Drei Eu-Flaggen vor Bürogebäude

In der EU gibt es keine eigenständige Forstpolitik, aber es gibt seit mindestens 20 Jahren den Bedarf an einer verbesserten Koordinierung der Forstpolitiken in den Mitgliedsländern. Nach dem EU-Beitritt der waldreichen Länder Finnland, Österreich und Schweden im Jahr 1995 wurden 1998 erstmalig eine EU-Forststrategie verabschiedet.   Mehr

Ansprechpartner zum Thema

Alle Mitarbeiter der LWF