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Forschungs- und Innovationsprojekt
Fem4Forest - Wald in Frauenhänden

Försterin und Waldbesitzerin im Beratungsgespräch im Wald (Foto: Michael Friedel)

Das Interreg-Projekt Fem4Forest („Wald in Frauenhänden“) startete am 1. Juli 2020 mit 14 Partner-organisationen aus zehn Ländern des Donauraumes (Slowenien, Kroatien, Österreich, Deutschland, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Rumänien, Tschechien, Bulgarien, Ukraine).

Projektlogo mit mehreren bunten Ringen und Schriftzug

English version

FORESTS IN WOMEN'S HANDS
The project Fem4Forest "Forests in Women's Hands" started in July 2020 and involves 14 partners from 10 countries (Slovenia, Croatia, Austria, Germany, Bosnia and Herzegovina, Serbia, Romania, Czech Republic, Bulgaria, Ukraine). The project is funded under the Interreg Danube Transnational Program. The leading partner is the Forestry Institute of Slovenia, and the project leader is Dr Nike Krajnc. In Bavaria the LWF will closely work together with the Community of interest Female Forest Owners, regional forest offices and other important stakeholders.

Within the Fem4Forest project, we will highlight different roles of women in forestry and more broadly, in forest supply chains. We will explore different possibilities for more active participation of women in forest management as well as in the labour market and in different levels of decision-making. Through a series of pilot projects in the Danube region, we aim to identify different possibilities for a more active role of women through the transfer of ideas and examples of good practice.

The main objective of Fem4Forest is to strengthen the forest sector at local, regional and interregional level through increased involvement and ability of women actors by supporting their equal presence and competences at the market in Danube region. The project offers a new and innovative approach to education and mentoring that will enable a more active role for women in the forestry sector.
On the basis of a comparative study and a selection of examples of good practice, we will present various employment opportunities for women in forestry in the participating countries. The planned activities are demand-driven and target three most crucial components: social inclusion, gender equality and economic independency. Due to multi-actor approach Fem4Forest has the genuine and strong involvement of target groups that will be engaged in various activities in order to voice their needs and co-create good practice examples. Thus, the Fem4Forest model (demand-based action plan, awareness campaign, mentoring and training program) for the integration of women will be developed. By addressing the problem of young and long-term unemployed women in rural areas, we will also contribute to a higher employment level in the Danube region in the long term.
In Bavaria almost half of the forest owners are women owning about 500,000 ha (20 % of the total forest area) either alone or in a collective property. In comparison to this high number of female forest owners the share of women as professionals in the forest based sector or boards of forest owner associations is comparatively low. As part of the project, we want to make the role of women in forestry in Bavaria more visible, offer new opportunities, show examples of good practice and, if interested, organize various forms of training and mentoring.
PROJECT ID:
TITLE: Forests in women‘s hands
Acronym: Fem4Forest
Project No.: DTP3-500-1.2 Fem4Forest
Start date: 1.07.2020 End date: 31.12.2022
Project budged: 1.6 million €
Partnership: 14 partners, from 10 countries (7 ERDF, 2 IPA, 1 ENI-UA)

Hintergrund und Ziele

Försterin mit Laptop im Beratungsgespräch mit zwei Waldbesitzern (Foto: Florian Stahl)
Frauen in Bayern besitzen als Alleineigentümerinnen, zusammen mit ihren Männern oder als Mitglied von Eigentümergemeinschaften fast 500.000 ha Wald. Insgesamt gibt es rund 1.4 Mio. ha Privatwald in Bayern (Stand: 2019). Der Anteil von Frauen in der forstlichen Ausbildung hat in den vergangenen Jahrzehnten stetig zugenommen. Dennoch sind Frauen im Forstsektor nach wie vor unter-repräsentiert und nehmen kaum Führungspositionen ein. Das aus EU- und Landesmitteln finanzierte Fem4Forest Projekt setzt hierbei an und zielt darauf, die Forstwirtschaft und Forst-Holz-Lieferketten durch eine größere Einbindung von Frauen zu stärken.

In dem europäischen Verbundprojekt werden die unterschiedlichen Möglichkeiten für eine aktivere Beteiligung von Frauen an der Waldbewirtschaftung untersucht. Ein wichtiger Fokus bildet hierbei die Entwicklung des wald- und forst-bezogenen Arbeitsmarkts und die Zugangs- und Mitwirkungsmöglichkeiten zu relevanten Entscheidungsprozessen für Frauen. Durch eine Reihe von Pilotprojekten im Donauraum sollen Wege für eine aktivere Rolle von Frauen im Forstsektor aufgezeigt und anhand von Beispielen guter Praxis verallgemeinerbar dargestellt werden. Wichtige Komponenten bei allen Projektaktivitäten sind: soziale Inklusion, Geschlechtergerechtigkeit und wirtschaftliche Unabhängigkeit. Die für das Projekt relevanten Zielgruppen werden durchgehend einbezogen.

Die länderübergreifende Zusammenarbeit in dem Fem4Forest Projekt schafft solide Grundlagen, befördert innovative Ideen und Ansätze in der Kompetenzentwicklung für ländliche Räume und eröffnet neue Perspektiven für den Forstsektor. Um eine aktivere Rolle von Frauen in der Forstwirtschaft zu gewährleisten, bietet das Projekt einen besonderen Ansatz für Bildung und Mentoring, Auf Grundlage einer umfassenden Studie zum Status von Frauen im Forstsektor, die federführend an der LWF durchgeführt wird, werden für die einbezogenen Regionen spezifische Entwicklungspfade zur Stärkung von Frauen im Forstsektor definiert, Handlungsempfehlungen formuliert und spezifische Trainingsprogramme nachfrageorientiert angeboten.

Umsetzungsideen für Bayern sind u.a.:

  • 2-3 Pilotregionen für Praxisbeispiele zur Stärkung von Waldbesitzerinnen und Försterinnen etablieren;
  • Einbeziehung von Frauen in forstlichen Gremien bei Verbänden und Institutionen stärken;
  • Netzwerke für Waldbesitzerinnen und Försterinnen fördern;
  • Veranstaltungen für und mit größerer weiblicher Beteiligung;
  • Fachliche Fortbildungen für Waldbesitzerinnen in Zusammenarbeit mit Waldbauernschule, örtlichen ÄELF und FBG/WBV ausbauen;
  • Mentoring-Programme für Berufseinsteigerinnen ausbauen.
Projektinformationen
Projektleitung LWF: Roland Schreiber
Projektbearbeitung LWF: Dr. Kathrin Böhling
Projekt Leadpartner: Slowenisches Forstinstitut, Dr. Nike Krajnc
Laufzeit: 1. Juli 2020 bis 31. Dezember 2022
Durchführende Institutionen: Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft und Slowenisches Forstinstitut
Finanzierung: 1,6 Mio. Euro, kofinanziert durch die Europäische Union via Interreg Donauraumprogramm
Förderkennzeichen: DTP3-500-1.2