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Forschungs- und Innovationsprojekt
Entwicklung einer standardisierten Methode der Rindendickenbestimmung über den Stammverlauf von Bäumen - BarkBiomass (Projekt N 15)

Ziel ist die Erweiterung der Datengrundlage zur Beurteilung der Nährstoffnachhaltigkeit von Holzernteverfahren.

Das Thema Nährstoffnachhaltigkeit bei der Waldbewirtschaftung gerät zunehmend in das Bewusstsein einer steigenden Anzahl an Waldbesitzern und beschäftigt daher bereits seit längerem die praxisnahe Biomasseforschung an der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft. Gerade im Zusammenhang mit der energetischen Holznutzung treten immer wieder Fragen zur Nährstoffnachhaltigkeit auf.

Kurzbeschreibung

Die LWF konnte mit den Projekten "Ressourcenschonung durch grob entastetes Energierundholz " (EW/13/47, abgeschlossen Dez. 2018) und "Nährstoffnachhaltige Waldbewirtschaftung in Bayern " (KS/16/09, laufend) zu diesen Themen bereits viele Erkenntnisse gewinnen und erste Ergebnisse veröffentlichen. Dennoch bleiben gerade bei der Nährstoffbilanzierung zur Quantifizierung der Rindenbiomasse weiterhin Fragen offen. Die einschlägige Literatur gibt für die Berechnung bzw. Modellierung von Rindenbiomasse sehr unterschiedliche Berechnungsverfahren an. Auch die Ergebnisse aktuell zur Verfügung stehender Biomassefunktionen zur Berechnung von Rindenbiomasse weichen z. T. sehr stark voneinander ab. Dementsprechend bleibt eine Unsicherheit was die tatsächliche Rindenbiomasse angeht. Baumrinde weist hohe Gehalte wichtigen Nähr- und Spurenelementen, wie z.B. Calcium und Kalium auf.

Für die Erhebung und Beurteilung der Nährstoffentzüge, sowie für den Vergleich unterschiedlicher Erntemethoden ist es von elementarer Bedeutung, mit realistischen Massewerten für Rinde rechnen zu können. Die Verwendung von unsicheren Rindenbiomassewerten kann dazu führen, dass die Nährstoffbilanz einer Holzeinschlagsmaßnahme nur aufgrund eines unsicheren Eingangsparameters negativ ausfällt.

Im Rahmen des Forschungsprojekts „BarkBiomass“ sollen entlang des gesamten Stammverlaufs von ausgewählten Bäumen systematisch Proben der Rinde an drei Standorten in Bayern gewonnen werden. Dabei sollen die Parameter Rindendicke, Rindenmasse sowie Raum- und Darrdichte von Rinde ermittelt werden. Zudem soll erstmals eine zerstörungsfreie Methode zur Ermittlung der Rindendicke (bzw.- dichte) getestet werden.
Projektinformationen
Projektleitung: Markus Riebler
Stv. Projektleitung: Dr. Elke Dietz
Projektbearbeitung: Dr. Mika Hayashi
Laufzeit: 01.12.19 bis 30.11.2
Finanzierung: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Förderkennzeichen: G2/KS/19/01