Header Holz und Technik

RSS-Feed der Bay. Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft abonnieren

So verpassen Sie keine Neuigkeiten mehr. Unser RSS-Feed "Nachrichten der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft" informiert Sie kostenlos über unsere aktuellen Beiträge.

Aufruf des RSS-Feeds

Energieholzerzeugung

Spaltgeräte

Spaltgerät an Forstschlepper auf einem Biomassehof

Spaltgerät am Forstschlepper (Foto: LWF)

Spaltgeräte werden hauptsächlich zur Erzeugung von Brennholz eingesetzt. Rundholz von einer maximalen Länge bis ca. 135cm wird mit Hilfe eines Spaltwerkzeuges in mehrere Scheite aufgespalten. Je nach Form dieses Spaltwerkzeuges entstehen zwei bis zwölf Scheite je Werkzeughub. Das Spaltwerkzeug besteht aus einem hydraulisch längs oder schräg zur Holzfaser bewegten Keil bzw. Messer. Das Holz wird entweder stehend oder liegend gespalten.

Der Antrieb der Spalter erfolgt am häufigsten durch Elektromotoren. Weitere gängige Antriebe sind der Antrieb über die Hydraulikanlage des Basisfahrzeuges (meist Schlepper), der Antrieb über eine Zapfwellenaufsteckpumpe oder eine Gelenkwelle, der Antrieb über einen Aufbau-Verbrennungsmotor und die Kombination von zwei der einzeln angebotenen Antriebe (Wahlantrieb).

Zusätzlich sind diverse Schneidespaltgeräte auf dem Markt. Bei den Schneidespaltgeräten handelt es sich um eine Maschinenkombination von Querschneideeinrichtung und Spaltgerät. Längere Rundhölzer werden in die gewünschte Länge geschnitten und anschließend gespalten.

Hacker

Anbau- und Anhängehacker

AnhängehackerZoombild vorhanden

Anhängehacker. (Foto: Karl Hüttl, LWF)

Mit Hackern kann Holz in sog. Hackschnitzel zerkleinert und der thermischen Verwertung zugeführt werden. Hierfür wird Kronenmaterial, minderwertiges Stammholz sowie Holz aus der Landschaftspflege verwendet.

Es wird zwischen Anhängehackern, Dreipunktanbauhackern sowie Aufbau- und selbstfahrenden Hackern unterschieden. Die Dreipunktanbauhacker werden überwiegend durch die Zapfwelle betrieben. Der größte Teil der Anhängehacker sind dagegen mit einem eigenen Verbrennungsmotor ausgestattet. Sowohl Anhänge- als auch Dreipunktanbauhacker sind für den Einsatz an einer Zugmaschine konzipiert. Während für die mit Zapfwellen betriebenen Hacker der max. Holzdurchmesser bei ca. 45cm liegt, kann mittels Anhängehackers Holz bis zu einem Durchmesser von ca. 80cm zerkleinert werden.

Der Hackrotor unterscheidet sich in seiner Bauart. Auf dem Markt kommen Trommel- und Scheibenhacker vor. Das Holz wird mittels Einzugswalzen an den auf Trommeln oder Scheiben sitzenden Messer vorbeigeführt und zu Hackschnitzeln verarbeitet. Durch die Veränderung des Vorschubes, der Messereinstellung oder durch ein Sieb kann bei einigen Hackern die Länge der Hackschnitzel variiert werden. Somit können unterschiedliche Hackschnitzelqualitäten mit demselben Gerät produziert werden.

Selbstfahrende Hacker und Aufbauhacker

Aufbauhacker auf Lkw hackt Fichtenkronen auf der Waldstraße

Aufbau-Hacker (Foto: LWF)

Selbstfahrende Hacker und Hacker zum Aufbau auf Fahrzeuge, z.B. auf Lastkraftwagen, Tragschlepper oder Rückeanhänger besitzen i.d.R. eine größere Leistungsfähigkeit als die kleineren Anbau- und Anhängehacker. Sie sind meist durch einen Spänebunker und einen Kran ergänzt. Ebenso werden fest installierte Hacker an einem zentralen Hack-und Lagerplatz zur Erzeugung von Hackschnitzeln eingesetzt. Mittels Abrollrahmen, Hakenliftgestell und anderen Bauelementen ist es bei vielen Modellen möglich, den Hacker vom Basisfahrzeug wieder zu entfernen.

Sie besitzen einen Hackrotor, der sich in seiner Bauart unterscheidet. Auf dem Markt kommen Trommel- und Scheibenhacker vor. Das Holz wird mittels Einzugswalzen an den auf Trommeln oder Scheiben sitzenden Messern vorbeigeführt und zu Hackschnitzeln verarbeitet. Ein Auswurfgebläse befördert das zerkleinerte Material durch das Ausblasrohr in Container. Diese sind entweder auf dem Hacker oder auf einem weiteren Trägerfahrzeug aufgebaut.

Durch den Einsatz eines zusätzlichen Trägerfahrzeuges zum Abtransport der Hackschnitzel ist eine Entkopplung der Arbeitsschritte Hacken und Transport möglich. Stammdurchmesser von bis zu 90 cm können bearbeitet werden.

Energieholzaggregate

Energieholzaggregat

Energieholzaggregat (Foto: LWF)

Zur Ernte von Kurzumtriebsplantagen, bei der Jungdurchforstung in schwachen Stangenhölzern und in der Landschaftspflege werden vermehrt sogenannten Fäller-Bündler-Aggregate (Feller-Buncher) eingesetzt. Sie können an unterschiedliche Basisfahrzeuge mit Kranausleger montiert werden. Mit ihnen besteht die Möglichkeit, mehrere Stämme direkt nacheinander zu fällen und in einem Arbeitsschritt abzulegen. Dadurch werden Einsparungen bei den Kranzeiten realisiert.

Die Fällung der Bäume ist je nach Aggregat unterschiedlich. Bei dem Aggregat C16a der Firma Bracke z. B. wird der Trennschnitt durch eine Sägekette, die auf einer kreisrunden Scheibe angebracht ist, durchgeführt. Dies bietet Vorteile bei stärkeren Durchmessern. Andere Hersteller arbeiten mit einem sog. Fallbeil-Klingen-Aggregat. Hier erfolgt der Trennschnitt durch ein spezielles guillotinenartiges Messer. Dies ist z.B. beim Aggregat Naavra-Grip 1500-40E der Fall. Hydraulische Greifzangen bündeln die Stämme.