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Agroforstwirtschaft

Agroforst: Baumreihe neben Weizenfeld

Als Agroforstwirtschaft bezeichnet man die gleichzeitige Nutzung von Sträuchern oder Bäumen und landwirtschaftlichen Kulturen auf derselben Fläche.

Die früher weit verbreiteten Hutewälder, die Waldweiden, Streuobstwiesen und die Knicks und Hecken in Norddeutschland sind bekannte Ausprägungen der Agroforstwirtschaft. Man unterscheidet sogenannte silvoarable Systeme (Holzanbau kombiniert mit Ackerbau) und silvopastorale Systeme (Holzanbau kombiniert mit Grünland/Tierhaltung).
Die meist in Reihen gepflanzten Bäume oder Sträucher können der Energieerzeugung dienen, wie z. B. Gehölzstreifen aus Balsampappel oder Weide oder für die Wertholzproduktion vorgesehen sein. Hierzu eignen sich Baumarten wie Wal-, Schwarznuss oder Hybride aus beiden und die Vogelkirsche. Die Umtriebszeiten bei den Bäumen reichen von zwei bis drei Jahren bei Anlagen mit der Korbweide zur Hackschnitzelerzeugung bis zu fünfzig Jahren bei den Baumarten Nuss und Kirsche zur Produktion von Furnierholz.

Von Agroforstsystemen verspricht man sich eine windbremsende Wirkung, was auf den landwirtschaftlich genutzten Zwischenräumen zu mehr Taubildung und Feuchtigkeit führt und so den Produktionsverlust der Agrarkulturen zum Teil kompensiert. Auch eine ökologische Aufwertung und eine Verbesserung des Landschaftsbildes sind Vorteile agroforstlicher Nutzung.

Aktuelles Projekt

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft und die LWF starteten im Jahr 2008 ein gemeinsames Projekt, das sich mit dem Anbau von Pappel und Weide, aber auch Schwarz- und Grauerle im ökologischen Landbau sowie den Auswirkungen von „Hecken“ aus Klonen der Balsampappel beschäftigt.
Es geht um die Entwicklung und Erprobung eines Agroforstsystems im ökologischen Landbau zur Energieholzgewinnung.

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