Header Boden und Klima

Seite als Favorit speichern

Fügen Sie diese Seite zu Ihren Favoriten hinzu:

* Pflichtfelder

RSS-Feed der Bay. Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft abonnieren

So verpassen Sie keine Neuigkeiten mehr. Unser RSS-Feed "Nachrichten der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft" informiert Sie kostenlos über unsere aktuellen Beiträge.

Aufruf des RSS-Feeds

Umweltmonitoring

Wir leben in einer Zeit rascher Umweltveränderungen, die sich auch auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Wälder auswirken. Nur mit belastbaren Fakten können die erwarteten Umweltveränderungen durch anthropogene Stoffeinträge und Klimawandel zuverlässig abgeschätzt, forstliche Maßnahmen und Strategien rechtzeitig eingeleitet, und politische Entscheidungen getroffen werden.

Das forstliche Umweltmonitoring stellt hierfür nötige Informationen bereit und stützt sich auf zwei Säulen, bestehend aus räumlich repräsentativen Erhebungen (Waldzustandserhebung, Bodenzustandserhebung) und intensiven Aufnahmen an Referenzflächen (Waldklimastationen).

Waldzustandserhebung

Bayerische Waldklimastationen - Intensivmonitoring

Lage der Waldklimastationen in BayernZoombild vorhanden

Abbildung 1: Lage der Stationen

Auf Beschluss des Bayerischen Landtags betreibt die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) seit 1991 Waldklimastationen (WKS) in typischen Waldregionen Bayerns.

An derzeit neunzehn Waldklimastationen werden die wechselnden Umwelteinflüsse der Witterung (z.B. Trockenheit, Wassermangel) oder von Luftschadstoffen (z.B. Stickstoffeinträge) auf die physikalisch-chemischen und biologischen Lebensabläufe im Wald intensiv, kontinuierlich und langfristig beobachtet, dokumentiert und bewertet.

Die WKS sind eingebunden in ein internationales Netz forstlicher Dauerbeobachtungsflächen (ICP Forests; Level II) das vom Nordkap bis zu den Kanaren reicht und an dem sich derzeit 26 EU- Mitgliedstaaten und 15 Staaten außerhalb der EU mit annähernd 600 Level II-Flächen beteiligen.

The International Co-operative Programme on Assessment and Monitoring of Air Pollution Effects on Forests (ICP) Externer Link

Waldklimastationen sind Referenzmessorte in typischen Waldregionen Bayerns, an denen aktuelle Veränderungen und Entwicklungen exemplarisch aufgezeigt, und für Öffentlichkeit und Politik aufbereitet werden.

Bedeutung und Aufgaben

Ein wichtiges Augenmerk ist unverändert gerichtet auf die Umsetzung der Luftreinhalteziele und den Rückgang der Schadstoffwirkungen in Wäldern. Noch unbeantwortet sind Fragen nach den Folgen erhöhter Stickstoffeinträge für Vitalität der Bäume, Stabilität der Ökosysteme und Produktionskraft der Waldböden. Von besonderem Interesse für die Forstwirtschaft sind die Fragen zu Klima und Witterung. Im Vordergrund stehen die Fragen zur Leistungsfähigkeit unserer Wirtschaftsbaumarten bei zunehmender Trockenheit und häufigerem Wassermangel auf zahlreichen Waldstandorten.

Die Waldklimastationen mit ihrer guten Datenbasis sind Kristallisationspunkte für Forschungsaktivitäten. Sie ermöglichen die Einordnung wissenschaftlicher Befunde im zeitlichen Kontext und bei variierenden Umweltkoordinaten. Sie dienen als exklusive Quelle und Referenz für die Entwicklung oder Überprüfung von Prognosemodellen.

Aufbau einer Waldklimastation

Bestandesmessstelle
Sie liegt in einem möglichst einheitlich (Baumart, Alter, Struktur, Standort) aufgebauten Waldbestand. Die Schadstoffe werden nach Menge und Qualität erfasst. Veränderungen im Waldboden (z. B. Bodenversauerung) werden gemessen und ihre Auswirkung auf die Waldbäume beobachtet.
Freilandmessstelle
Auf einer von Wald umgebenen Lichtung werden wichtige meteorologische Kenngrößen erfasst (z. B. Windgeschwindigkeit), die auch auf das Kronendach des Waldes einwirken. Es werden Schadstoffe gemessen, die mit dem Niederschlag oder als Stäube in die Wälder eingetragen werden. Die räumliche Nähe sowie eine vergleichbare Höhenlage und Geländeformation gewährleisten die inhaltliche Zusammengehörigkeit der Messungen auf der Freifläche und im Bestand.
Bis zu 750.000 Messdaten pro Jahr erlauben die Analyse von Ursache und Wirkung der Umwelteinflüsse im Wald (Sturm, Trockenheit, Schadstoffe). Sie werden genutzt, um z. B. den Zeitpunkt des Borkenkäferschwärmfluges zu bestimmen. Die Betreuung der Waldklimastation vor Ort obliegt meist dem zuständigen Revierleiter.

Weitere Informationen zu unseren Stationen

Grundprogramm an allen Waldklimastationen

  • Meteorologie (z. B. Temperatur, Niederschlag)
  • Schad- und Nährstoffeinträge aus der Luft
  • Bodenzustand
  • Inhaltsstoffe der Bodenlösung
  • Schadstoffaustrag unter dem Wurzelraum
  • Wachstum der Bäume
  • Kronenzustand
  • Phänologie (z. B. Austriebszeitpunkt)
  • Ernährungszustand der Bäume
  • Bodenvegetation

Untersuchung an Schwerpunktstationen

  • Bodenfeuchte und -temperaturen
  • Bestandesniederschlag
  • Phänologische Gärten
  • Luftschadstoffe (Aufnahme mit Passivsammlern)
  • CO2-Ausgasung aus den Waldböden
Die wichtigsten Messergebnisse werden in den Waldzustandsberichten veröffentlicht und damit den politischen Entscheidungsträgern, aber auch der Wissenschaft und Forstpraxis zugänglich gemacht. Aktuelle Daten und Informationen sind an der LWF erhältlich.

Aktuell & empfohlen

Jahresrücklblick 2015
Sturm und Trockenheit belasteten Wald 2015

Zweig mit zusammengerollten Blättern.

Der "Jahrhundertsommer" ist jedem noch im Gedächtnis. Neben dieser Phase mit hohen Temperaturen und geringen Niederschlägen war außerdem noch in Südbayern der Sturm "Niklas" ein nachhaltiges Ereignis.   Mehr

WKS Monatsreport Dezember + Januar + Februar
Sehr milder Winter nach Hitzesommer 2015

a109 WKS: Sehr milder Winter nach Hitzesommer 2015

In diesem Winter dominierten milde und meist sehr feuchte atlantische Luftmassen die Witterung. Das machte ihn zu einem der wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen.  Mehr

Wichtige Links

Waldbericht 2011
Waldbericht 2011

Der Bayerische Landtag hat die Forstverwaltung im Jahr 2009 beauftragt, künftig alle drei Jahre umfassend über den Zustand des Waldes und die Lage der Forstwirtschaft in Bayern zu berichten. Der erste bayerische Waldbericht wurde im Jahr 2011 erstellt.  Mehr

WKS-Witterungs- und Bodenfeuchtereport

Hier finden Sie die Übersicht aller Berichte