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Kohlenstoffbindung - Klimaschutz durch Wald und Holz

Bäume entziehen der Atmosphäre durch den Aufbau von Biomasse das Treibhausgas CO2 und liefern so einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Blick in Baumkronen und einen blauen Himmel mit heller Schrift CO2

Symbolische Darstellung des CO2-Entzugs durch Bäume (Foto: istock.com)

Aber nicht nur die Biomasse der Bäume, sondern auch der Mineralboden, die organische Auflage sowie das Totholz speichern große Mengen an Kohlenstoff. Werden Bäume geerntet und einer stofflichen Nutzung überführt, so wird der darin enthaltene Kohlenstoff um die Nutzungsdauer des jeweiligen Produktes weiter gespeichert.

Je nach Produkt reicht die Speicherung von wenigen Wochen, wie beispielsweise Papier, bis zu mehreren Jahrzehnten wie im Falle von Bauholz. Gleichzeitig können durch die Nutzung von Holz Emissionen aus fossilen Rohstoffen vermieden werden, wenn anstelle energieaufwändigerer Produkte holzbasierte Produkte verwendet werden. Die Klimaschutzleistung von Wald und Holz besteht somit zum einen aus der Emissionskompensation durch Bindung von Kohlenstoff im Wald und zum anderen aus der Emissionsvermeidung durch die Substitution von fossilen Rohstoffen.

Die Kohlenstoffbilanz der bayerischen Wälder wurde in einer kürzlich abgeschlossen Studie genauer untersucht.

Ökobilanzierung des Rohstoffes Holz

Eine genaue Analyse der Wirkung von Wald und Holz zum Klimaschutz beinhaltet auch eine Ökobilanzierung des Rohstoffes Holz.
Basierend auf DIN ISO 14040 und 14044 dienen Ökobilanzen zur umfassenden Quantifizierung und Interpretation von Umweltauswirkungen (u.a. Treibhauspotential) einzelner Produkte. Auch die Bereitstellung von Holz als Rohstoff beinhaltet verschiedene Prozesse (z.B. Pflanzung, Holzernte, Holzrücken), die mit Umweltauswirkungen behaftet sind. Studien vergangener Jahre beschreiben Holz als (nahezu) Klima-neutralen Rohstoff, mit dessen Bereitstellung und Weiterverarbeitung nur geringfügig Treibhausgasemissionen verbunden sind.

Dennoch steckt die Ökobilanzierung von Holzrohstoffen und Holzprodukten bisher noch in den Kinderschuhen und die Anzahl detaillierter Modelle und Analysen ist nach wie vor ungenügend.

Verbundprojekt ExpRessBio

Das aktuelle Verbundprojekt ExpRessBio nimmt diese Thematik auf, wobei interdisziplinär (Land- Forst- und Holzwirtschaft) verschiedene Biomasse-Bereitstellungsketten ökobilanziell betrachtet werden.

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