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Übersicht der Naturwaldreservate in Unterfranken

Naturwaldreservat Böhlgrund

Kolline bis submontane Buchen-, Eichen- und Eichenmischwälder mit hoher Baumartenvielfalt
Das Naturwaldreservat Böhlgrund liegt südlich eines Wiesentälchens und wird durch des steile Hänge und teilweise steile Schluchten geprägt. Das Gebiet wird durch den Schlagenweg, der sich durch das ganze Gebiet zieht, durchquert. Die mittelalten Waldbestände werden durch zahlreiche Baumarten bestockt. Aufgrund der schwierigen Holzernte- und Bringungsmaßnahmen wurden die Bestände schon seit Jahrzehnten nur noch sehr extensiv genutzt.

Neben den Hauptbaumarten Buche und Eiche sind zahlreiche Bergahrone, Spitzahorne, Feldahorne, Bergulmen, Vogelkirschen, Eschen, Schwarzerlen, Hainbuchen und Linden, sowie einige Elsbeeren, Speierlinge, Birken, Robinien, Aspen und Weiden bestockt. An Nadelhölzern sind Kiefern, Schwarzkiefern, Fichten, Tannen und Douglasien auf der Fläche präsent.
Größe: 183,4 ha
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: Knetzgau
Forstbetrieb: Ebrach
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Schweinfurt

Naturwaldreservat Dachsbau

Artenreicher ehemaliger Mittelwald auf Muschelkalk in der Nördlichen Fränkischen Platte
Am Südostrand des ausgedehnten Münnerstädter Waldes, der größtenteils aus den Hochflächen östlich des Wellenkalk-Steilanstieges aus dem Saaletal liegt, haben sich einzelne kleine Täler tief in die nach Osten abfallende Ebene eingeschnitten und münden in des Trockental, das in etwa die Grenzlinie zwischen Wellenkalk und Mittlerem Muschelkalk bildet und von Süden kommend bei Münnerstadt endet. Eines dieser meist West-Ost verlaufenden Täler ist der Ziegenrangengrund, in dessen Einzugsgebiet sich das Naturwaldreservat befindet.

Von einem weiteren Nebengraben des Ziegenrangengrundes wird das Reservat im Südwesten auf einer Teilfläche durchschnitten. Infolge der Durchlässigkeit des geologischen Untergrundes und der geringen Niederschläge führen alle diese Gräben und kurzen Täler kein Wasser.

Die Bestände sind aus ehemaligen Mittelwäldern entstanden und setzen sich zusammen aus Sommerlinde, Stieleiche, Hainbuche, Buche und Bergahorn. Am Nordostrand des Reservates befindet sich ein Bestand mit noch gut erhaltenem Mittelwaldaufbau, in dem die Eiche vorherrscht und Linde und Hainbuche den Unterstand bilden. Die Muldenstandorte sind Eschenreich. Im Nordwesten bildet die Hainbuche gemeinsam mit Eiche und Linde die Oberschicht. Im Nordwesten ist ein Kleinbestand mit Edellaubbäumen vorhanden.
Größe: 28,2 ha
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: Münnerstadt
Forstbetrieb: Arnstein
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Bad Neustadt a. d. Saale

Naturwaldreservat Deutschholz

Eichen-Hainbuchenwald auf Keuper in der Fränkischen Platte
Die „Hofheimer Gäulandschaft“ ist den Hassbergen im Südwesten als etwa 20km breiter Keuper-Streifen vorgelagert. Löß und Lößlehme sind die bodenkundliche Voraussetzung für die besondere Fruchtbarkeit dieser nur schwach gewellten Landschaft.

Das Reservat liegt am Westrand des „Hofheimer Gäues“ schon im Bereich der westlich anschließenden Waldgebiete, die größtenteils zum Kissinger Sattel gehören. Dem Eichen-Hainbuchenbestand sind häufiger Buche und Feldahorn beigemischt. Sommerlinde und Vogelkirsche sind nur im geringen Umfang beigemischt. Im Südwesten sind einzelne Kiefern und Lärchen eingesprengt. Die Nordgrenze wird von einem schmalen Bachlauf gebildet, in dessen Einflussbereich mehrere Schwarzerlen vorkommen.
Größe: 9,9 ha
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: Schonungen
Forstbetrieb: Arnstein
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Schweinfurt

Naturwaldreservat Dianensruhe

Eichen-Hainbuchen-Wald auf Muschelkalk in der Nördlichen Fränkischen Platte
Der Stufenrand des Muschelkalkes wird im Gebiet um Münnerstadt von Wellenkalk (= unterer Muschelkalk) gebildet. Diese Stufe fällt zum Saaletal steil ab und wird südlich Münnerstadt von einem Trockental in Süd-Nord-Richtung durchschnitten. Westlich dieses Tales ist der Untere Muschelkalk als wenig gegliederte Hochfläche ausgebildet. Lediglich einige schmale Seitengräben des Trockentales gliedern den Ostteil der Hochfläche. Ausgedehnte Waldungen, der sogenannte Münnerstädter Wald, überziehen den Muschelkalk.

Im Nordostteil dieses Waldgebietes liegt das Naturwaldreservat. An der noch ausgeprägten Ober- und Unterschicht ist die ehemalige Mittelwaldbewirtschaftung erkennbar. Vorherrschende Baumart ist die Stieleiche. In der Unterschicht überwiegt die Hainbuche. Nennenswert sind weiterhin Sommer- und Winterlinde, Buche, Feldahorn und Elsbeere. Die buchenreichen Teile liegen am Ostrand, wo die Buche in der Ober- und Unterschicht vorkommt. Im dreieckig ausgeformten Nordostteil bilden Stieleiche, Linde und Buche die Baumschicht. Im Scheitel des Dreiecks kommt Kiefer mit Birke, Linde und Lärche vor.
Größe: 21,9 ha
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: Münnerstadt
Forstbetrieb: Arnstein
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Bad Neustadt a. d. Saale

Naturwaldreservat Eichhall

Uralteichenbestand im Hochspessart
Größe: 66,8 ha
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: gemeindefrei: Rohrbrunner Forst
Forstbetrieb: Rothenbuch
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Karlstadt

Naturwaldreservat Eisgraben

Artenreicher Schluchtwald in der Hochrhön
An den Nordosthängen des Stirnberges (902m) entspringt der Eisgraben in den feuchten Wiesen der Hohen Rhön. Nach Durchquerung des südlichen „Schwarzen Moores“ wird die Wasserführung des Baches erheblich stärker. Da in diesem Bachabschnitt der Hochrhön-Rücken nach Osten abfällt, wodurch das Gefälle und die Fließgeschwindigkeit zunehmen, hat sich der Bach in einem geologisch kurzem Zeitraum ein tief eingeschnittenes Bett von relativ großer Breite geschaffen.

Das Reservat umfasst auf einen Strecke von etwa 1100m Länge das Bachtal und die anschleißenden Hangflächen, wobei die südlich exponierten Hänge nur eine geringe Breite besitzen, während die nordexponierten Flächen nach Osten zunehmend breiter werden.

Die Bestockung des Bachbettes und der Einhänge setzt sich aus Bergahorn-, Bergulmen-, Buchen- und Eschenbeständen mit stufigem Aufbau zusammen. Einzelne Sommerlinden und Spitzahorn sind beigemischt, zusätzlich einzelne Schwarzerlen am Westrand. Nach Nordwesten begrenzen Fichtenbestände das Reservat. Die dem Bachbereich benachbarten Flächen sind im Westen, in der Reservatmitte und am Ostrand von der Buche dominiert. Diesen sind im Süden Fichten-Buchenmischbestände vorgelagert.

Eine Basalt-Blockhalde mit einem kleinen aufgelassenen Steinbruch liegt auf dem Nordhang in der Osthälfte des Reservats. Die Bestockung wechselt stark von lichtem Bewuchs aus Kiefer, Fichte, Vogelbeere, Mehlbeere und Sandbirke bis zu Fichten-Buchenbeständen. In einer Windwurflücke kommen Fichte, Bergahorn, Linde und Buche vor. Oberhalb der Blockhalde auf der Hochfläche sind Bestände aus Fichte, Buche, Esche und Bergahorn vorhanden.
Größe: 28,2 ha
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: Hausen
Forstbetrieb: Bad Königshofen
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Bad Neustadt a. d. Saale

Naturwaldreservat Elsbach

Artenreicher Laubmischwald an den Einhängen des Elsbaches in der Hochrhön
Die Rhönhochflächen um den Heidelstein werden nach Osten vom Elsbach und vom Sonderbach entwässert. Letzterer mündet nach wenigen Kilometern in den Elsbach. Am Südwestrand des Gangolfsberges hat sich der Elsbach tief in die Basaltblocküberrollung eingeschnitten und besondere Standortsverhältnisse entstehen lassen, die durch hohes Wasserangebot, große Luftfeuchtigkeit und Kaltluftabfluss gekennzeichnet sind.

Das Naturwaldreservat umfasst den eigentlichen Elsbachgraben und die Hanglagen südlich und nördlich des Baches. Von der Kernfläche werden vornehmlich der Talgrund und die unterschiedlich steil aufragenden Uferpartien erfasst. Das von Basaltblöcken in wechselnder Breite gebildete Bachbett besitzt eine stufige ungleichaltrige Bewaldung mit Edellaubbäumen. Vorherrschende Baumarten sind Bergahorn, Esche, Spitzahorn, Bergulme und Sommerlinde. Am ‚Westrand, in der Mitte und im Südostteil der Kernfläche sind Schwarzerle und Esche im Einflussbereich ständigen Wasserzuges und an Seitenquellen vertreten. Im Hangbereich dominiert die Buche, der hauptsächlich Bergahorn beigemischt ist.

Die Bestände im Zentrum außerhalb der steilen Einhänge sind ebenfalls von der Buche beherrscht, der Esche, Bergahorn, Sommerlinde, Stieleiche und einzelne Sandbirken beigemischt sind. Mehrere starke Fichten kommen im Nordwestteil vor. Auch im Zentrum sind Kleinbestände mit Fichte vertreten. Südwestlich des Elsbaches befindliche, meist nordostexponierte Bestände, die sich aus Buche, Esche, Bergahorn, Spitzahorn, Bergulme, Sommerlinde sowie einzelnen Kleinbeständen aus Fichte zusammensetzen bilden den Randbereich des Reservates.
Größe: 55,9 ha
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: Oberelsbach
Forstbetrieb: Bad Königshofen
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Bad Neustadt a. d. Saale

Naturwaldreservat Gansbrunn

Ehemaliger Mittelwald aus Eiche, Hainbuche und Buche in der Vorrhön
Links und rechts des unteren Sinntales steigt das Gelände rasch an, da sich der Fluss tief in den anstehenden Buntsandstein eingeschnitten hat. Während der Sinngrund in etwa 215m Höhe liegt, erreicht der davon in Ostrichtung etwa 3,7km entfernte Einertsberg bereits 485m. Am Nordwesthang des Einertsberges, der bereits zur Rhön gehört, da die Sinn die geographische Grenze zwischen Spessart und Rhön bildet, befindet sich das Reservat oberhalb der Quelle des Leitenbaches.

Die frühere Mittelwaldnutzung lässt sich noch an den zahlreichen Hainbuchenstockausschlägen und an dem stellenweise im Nordwesten vorhandenem hohen Birkenanteil erkennen. Mittelwaldeichen mit tief angesetzter und breiter Krone befinden sich lediglich in wenigen Exemplaren im Nordostteil der Reservatfläche.

Dominierende Baumarten sind Eiche, Buche und Hainbuche. Bestandespartien mit hohem Buchenanteil weisen der Südostrand und die obere Südwesthälfte des Reservates. Entlang der Südwestgrenze ist ein Streifen mit reiner Eiche vorhanden. In der Reservatsosthälfte und an der Nordwestgrenze herrscht Fichte mit beigemischter Strobe und Buche vor.
Größe: 29,3 ha
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: gemeindefrei: Forst Aura
Forstbetrieb: Hammelburg
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Karlstadt

Naturwaldreservat Gaulkopf

Buchen- Eichenwald im ehemaligen Heisterblock
Größe: 62 Hektar
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: Forst Lohrerstraße
Forstbetrieb: Rothenbuch
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Karlstadt

Naturwaldreservat Großes Moor

Übergangs- und Hochmoor der Hochrhön
Auf dem Stirnberg, einem mehr hochebenenartig ausgebildetem Berg (902 m) der Hohen Rhön liegt am Nordostrand das Große Moor. Die Abgrenzung dieses Naturschutzgebietes ist identisch mit der des Naturwaldreservates.

Die zentralen Flächen des stark aufgewölbten Hochmoores sind nahezu baumfrei. Lediglich einzelne niedrige Birken und Kiefern unterbrechen die von Zwergsträuchern v.a. Heidekraut, Rauschbeere und Heidelbeere gebildete Oberfläche. Die uhrglasförmige Aufwölbung des Hochmoores lässt eine größere Wasseransammlung im Zentrum erwarten. Dieses Hochmoor besitzt jedoch keine Schlenken und Moortümpel.

Ein Karpatenbirken-Moorrandwald umgibt in wechselnder Breite die gesamte Hochmoorfläche. Die Höhen der Birke nehmen von der Zentralfläche ausgehend von 1,5m auf 6 – 7m am Südrand zu.
Größe: 8,9 ha
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: Hausen
Forstbetrieb: Bad Königshofen
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Bad Neustadt a. d. Saale

Naturwaldreservat Hoher Knuck

Dunkler Mischwald ohne Verjüngung.
Buchenwald mit Eiche auf Buntsandstein im Hochspessart
Der höchsten Erhebung des Spessarts, dem Geyersberg (586m) ist im Nordosten der Hohe Knuck (539m) benachbart. An den Südostabdachung dieses Berges liegt auf einem Nord- bis Osthang das Naturwaldreservat.

Die Bestände bestehen aus Buche, der hangabwärts zunehmend Traubeneiche beigemischt ist. Im Nordteil der Fläche befindet sich ein jüngerer Fichtenbestand mit etwas Buche. Am Nordostrand ist noch die kreisrunde Anlage einer Meilerplatte zu erkennen.
Größe: 121,3 ha
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: gemeindefrei: Rohrbrunner Forst
Forstbetrieb: Rothenbuch
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Karlstadt

Naturwaldreservat Kalkberg

Buchen-Wald mit Edellaubbäumen und Fichte auf Kalk in der Kuppenrhön
Am Nordrand der „Schwarzen Berge“ in der Südrhön sind infolge der vulkanischen Tätigkeit und der gleichzeitigen Hebungsvorgänge über dem Buntsandsteinsockel stellenweise Muschelkalklagen vorhanden. Dieser sogenannte „Fränkische Wellenkalk“ umgibt in der Regel konzentrisch die einzelnen Basaltkegel.

Die dem Reservat zugeordnete Basaltkuppe ist der Totnans-Berg, an dessen Westflanke das Naturwaldreservat auf Wellenkalk liegt. Morphologisch sind die relativ steilen Hangflächen des „Kalkberges“ durch zwei schmale etwa von Südosten nach Nordwesten verlaufende Terrassen gegliedert.

Die Bestockung der größtenteils nach Südwesten exponierten Flächen besteht aus Buchen mit einzelnen Bergahorn und Eschen. Der Nordostteil des Reservates weist am Oberhang eine fichtenreiche Bewaldung auf, während die Unterhänge Buche tragen. Im Einzugsbereich des Baches, dessen Quellmulde sich in der südlichen Reservathälfte befindet, haben sich einzelne Eschen und Bergulmen und am Bachlauf einzelne Schwarzerlen durchsetzen können.
Größe: 23,7 ha
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: Riedenberg
Forstbetrieb: Bad Brückenau
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Bad Neustadt a. d. Saale

Naturwaldreservat Kleinengelein

Buchenaltbestand mit verschieden, umgebenden jüngeren und mittelalten Mischbeständen
Das Zentrum des Naturwaldresevates Kleinengelein wird durch einen Bestand mit des zahlreichen alten Buchen geprägt, die zu den ältesten Buchen Bayerns zählen. Umgeben wird der Bestand von Buchen und Buchenmischwäldern mit Eichen, Eschen, Fichten und Douglasien.
Größe: 53,7 Hektar
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: Wustvieler Forst
Forstbetrieb: Ebrach
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Schweinfurt

Naturwaldreservat Kleines Moor

Karpatenbirken-Moorwald der Hochrhön
Dem Großem Moor ist am Südwestrand des Stirnberges, der zur Hohen Rhön gehört, das Kleine Moor benachbart. Mit einer Fläche von 3,2ha besitzt dieses Naturwaldreservat nur eine sehr geringe Ausdehnung. Sein Wert als Karpatenbirken-Moorwald rechtfertigt jedoch die Ausweisung.

Die Bestockung des Reservates setzt sich aus einem mehr oder weniger geschlossenen Birkenwald von 4 – 8m Höhe zusammen. Eingesprengt sind einzelne Fichten.
Größe: 3,2 ha
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: Hausen
Forstbetrieb: Bad Königshofen
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Bad Neustadt a. d. Saale

Naturwaldreservat Kreuzbuckel

Buchenwald am Westrand des Hochspessarts
Größe: 67,8 ha
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: gemeindefrei: Waldaschaffer Forst
Forstbetrieb: Heigenbrücken
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Karlstadt

Naturwaldreservat Lösershag

Buchen-Wald mit Edellaubbäumen auf Basalt in der Kuppenrhön
Im Bereich des Oberlaufes der Sinn überragen auffällige Basaltkuppen das umgebende und stärker abgetragene Deckgebirge. Diese jungtertiären Vulkanite liegen im Südteil der Hohen Rhön zwischen den sogenannten „Schwarzen Bergen“ und dem Kreuzbergmassiv. Das Reservat umfasst die Gipfelregion und die Flanken des Naturschutzgebiets „Lösershag“, der eine der markantesten Vulkanerhebungen im Gebiet darstellt. Der Höhenunterschied zwischen Sinntal und Lösershag beträgt bei einer Horizontalentfernung von 1,5km rund 30m.

In der Kernzone im Gipfelbereich und am Rande der auf dem Südwesthang befindlichen Blockhalde herrschen Buche und Esche vor. Beigemischt sind Bergulme, Bergahorn, Spitzahorn und Sommerlinde. Die Blockhalde ist weitgehend baumfrei, lediglich einzelne Vogelbeere und Sommerlinden besiedeln als Vorposten der Bewaldung die Randzonen.

Auf den Hangflächen unterhalb der Kuppe im Ostteil nimmt der Anteil an Bergahorn, Spitzahorn und Sommerlinde rasch ab. Auf den Südwesthängen sind in tieferen Lagen Eschen-Buchenbestände mit einzelner vorwüchsiger Lärche vorhanden. Ein Fichtenhorst befindet sich am Nordostrand des Reservates.

Die Randbereiche besitzt größtenteils einen ähnlichen Aufbau wie die inneren Flächen. Fichtenreiche Bestockung befindet sich vorzugsweise auf den westlichen Unterhängen und den nordöstlichen Randflächen.
Größe: 61,8 ha
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: Wildflecken
Forstbetrieb: Bad Brückenau
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Bad Neustadt a. d. Saale

Naturwaldreservat Mordgrund

Schluchtwälder und Laubmischwälder am Steigerwaldanstieg
Das Naturwaldreservat liegt im abwechslungsreichen Übergangsbereich des Steigerwaldtraufes vom Gipskeuper zum Sandsteinkeuper am südlichen Hangfuss des Ebersberges.

Im Nordteil dominiert die Eiche. Beigemischt sind Buche, Hainbuche sowie Elsbeere, Einzelne Feldahorn, Kirsche Spitzahorn und Kiefern. Im Süden herrscht die Buche vor. Weiterhin kommen vor Eiche sowie Heinbuche, Kiefer sowie Schwarzerle, Bergahorn, Linde Spitzahorn, Elsbeere, Kirsche, Ulme, Feldahorn, Robinie und einzelne Fichten. Im Südosten besteht der Bestand aus Hainbuche, Eiche, Buche, Kiefer sowie Elsbeere
Größe: 24,9 ha
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: Sand am Main
Forstbetrieb: Ebrach
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Schweinfrut

Naturwaldreservat Nesselsee

Ehemaliger Mittelwald aus vorherrschender Eiche mit Buche, Hainbuche, Linde und Fichte in den Haßbergen
In dem flachen und waldarmem Grabfeldgau ragt von Südosten der stark in Einzelerhebungen gegliederte Höhenzug der Hassberge. Fast die gesamte nördliche Hälfte dieser Bergkette ist von geschlossenen Wäldern bedeckt.

Das Reservat umfasst den größten Teil des Nesselsee-Kopfes, an dessen südwestlichen Hangfuß der Sambach in die Baunach mündet. Das Sambachtal ist noch Bestandteil des Naturwaldreservates.

Die Bestockung der west- bis südexponierten Hänge ist aus der Mittelwaldbewirtschaftung hervorgegangen. Folglich ist die dominierende Baumart die Eiche, der Buche, Hainbuche, Winterlinde, Birke und einzelne Fichten beigemischt sind. Fichten- und Birkenreichere Bestände stocken v.a. auf den Hängen am Südwestrand des Reservates.

Die Waldteile der Osthänge setzen sich im Süden aus einem kleinen Bestand mit führender Eiche und Buche und im Norden einem größeren Bestand mit einem hohen Eichenanteil zusammen. Auf beiden Teilflächen sind Buche, Hainbuche und Linde im Unter- und Zwischenstand vorhanden. Eine nach Südosten offene Mulde weist eine Bestockung mit Esche und nördlich davon einzelnen Bergahorn und Bergulmen auf.

Das Nesselsee-Plateau besteht größtenteils aus einem Laubholzkomplex mit dominierender Eiche. Beigemischt sind Hainbuche, Winterlinde, Buche, Birke sowie Esche, Bergahorn, Bergulme, Feldahorn, Elsbeere, Schwarzerle, Aspe, Kiefer, Lärche.

Am Nordwestrand des Reservates befinden sich zwei Fichtenbestände, die durch den Sambach getrennt sind. Im Bachbereich setzt sich die Bestockung aus Schwarzerle und Esche mit einzelnen Fichten zusammen. Auf den südlichen Hangflächen und Verebnungen zwischen Forststrasse und Bach ist eine lichte Bestockung aus Sandbirke, Stieleiche, Hainbuche, Buche und Sommerlinde ausgebildet.
Größe: 50,1 ha
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: gemeindefrei: Bundorfer Forst
Forstbetrieb: Bad Königshofen
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Bad Neustadt a. d. Saale

Naturwaldreservat Platzer Kuppe

Buchen-Wald auf Vulkankuppe in der Kuppenrhön
Am Südostrand der „Schwarzen Berge“ überragt die Platzer Kuppe als südlichste größere Vulkanerhebung der Hochrhön das umliegende Gebiet. Die benachbarten Berglagen im Westen und Süden erreichen nur erheblich geringere Höhen. Die Ausformung der Platzer Kuppe ist im Gegensatz zu vielen anderen Rhönbergen gleicher geologischer Herkunft asymmetrisch, nach Nordwesten sind keine steilen Flanken vorhanden, während im Süden und Osten die Hangneigung beträchtlich ist (30°) und außerdem steile Blockfelder ausgebildet sind.

Das Reservat umfasst die bewaldeten Steillagen. Die Buche ist dominierend, andere Baumarten wie Bergahorn, Bergulme, Aspe, Hainbuche, Vogelkirsche, Esche, Vogelbeere und Salweide sind nur in einzelnen Exemplaren und mehr am Rand des Reservates beigemischt. Am Südrand im Bereich alter Vieh-Triften setzt sich der Bewuchs aus einzelnen Alt-Buche und Sträuchern v.a. Schlehe und Hasel zusammen.

Eine Blockhalde befindet sich auf halber Höhe am Ostrand und ist von Buche sowie einzelnen Bergulme und einzelnem Bergahorn bestockt. Im Nordosten des Reservates ist die Fichte beigemischt.
Größe: 24,3 ha
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: gemeindefrei: Waldfensterer Forst
Forstbetrieb: Bad Brückenau
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Bad Neustadt a. d. Saale

Naturwaldreservat Riedholz

Traubenkirschen-Erlen-Eschenwald umgeben von Resten ehemaliger Mittelwälder im Schweinfurter Becken
Geologie : Grenzdolomit, Untere Myophorienschichten und Grundgips, Flugsand bzw. Düne, Talfüllung und Seekreide, Talfüllung und Niedermoor (s. Kopie). Die Bestockung besteht aus Esche, Schwarz-Erle, Birke Linde, Pappel, Aspe Ahorn Esche, Weide, Eiche, Ulme, Hainbuche und Buche. In Zwei Beständen dominiert die Hasel (!?). Im Nordosten liegt eine Pfeifengraswiese. Im Südwesten findet sich eine Pfeifengraswiese. (Beschreibung mittels Revierbuchauszügen)
Größe: 11 ha
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: Schwebheim
Forstbetrieb:
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Schweinfurt

Naturwaldreservat Schloßberg

Lichter Laubwald im Frühjahr
Artenreicher Laubmischwald auf Basalt in der Hochrhön
Der Nordteil der „Hohen Rhön“ ist morphologisch als geschlossene, nach Osten und Westen abfallende Basaltdecke ausgebildet. Im Osten ragen aus der Abdachung einzelne Erhebungen spornartig in das breite Tal der Streu. Der Schlossberg mit der Ruine Hillenberg gehört zu diesen vorgelagerten Bergkuppen, deren Lage und Form ein Ergebnis der rückschreitenden Erosion durch die Nebenflüsse der Streu in den Tuff- und Lavamassen der Hochrhön ist.

Das Naturwaldreservat umfasst den größten Teil der Südwest- bis Südosthänge des Schlossberges. Die steilen Süd- und Südostflächen weisen ausgedehnte bewaldete Blockfelder auf. Die übrigen Teile sind bereits tiefgründiger verwittert. Auf den Blockhalden wachsen Esche, Sommerlinde, Bergulme, Spitzahorn, Bergahorn, Stieleiche und Traubeneiche.

Auf dem nordwestlichen Teil der Blockhalde dominiert die Eiche, der Buche und Fichte beigemischt sind. Nordöstlich der Blockhalden herrscht die Buche gegenüber den Baumarten Esche, Bergahorn, Spitzahorn, Bergulme, Sommerlinde und einzelner Lärche vor. In der Kernfläche im Westen ist die Buche die beherrschende Baumart. Nur auf der langgestreckten Fläche parallel der nördlichen Zufahrtsstraße zum Hillenberganwesen stocken Spitzahorn, Esche, Bergahorn und Bergulme.
Größe: 27,4 ha
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: Hausen
Forstbetrieb: Bad Königshofen
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Bad Neustadt a. d. Saale

Naturwaldreservat Schubertswald

Eichen-Buchen-Wald mit Fichten-Lärchen- und Stroben-Beimischung auf Buntsandstein im Nordspessart
Die Landschaftsgrenze zwischen Rhön und Spessert wird von der Sinn gebildet, die in Nord-Süd-Richtung dem Main entgegen fließend den anstehenden Buntsandstein durchschneidet. Sowohl westlich als auch östlich des Flusses erstrecken sich ausgedehnte wellige Hochflächen, die von einzelnen Tälern zergliedert werden.

Das Naturwaldreservat liegt auf der Verebnung rechts der Sinn wenige Kilometer südwestlich des Zusammenflusses von Jossa und Sinn. In der Kernfläche besitzen Buche und Eiche etwa gleich hohe Anteile. Vor allem im Südteil kommen noch Fichte, Europäische Lärche und Strobe hinzu. Im Randbereich im Westen finden sich Buchen-Eichenbestände. Im Ostteil dominiert die Buche, und es ist ein aufgelassener Pflanzgarten vorhanden.
Größe: 21,1 ha
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: gemeindefrei: Burgjoss
Forstbetrieb: Hammelburg
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Karlstadt

Naturwaldreservat Schwarzes Moor

Hochmoor mit Birke (Kiefer, Fichte) in der Hochrhön
Etwa 1000 mm Niederschlag im Jahr, niedrige Sommertemperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit haben auf dem Nordplateau der Hohen Rhön Moore entstehen lassen. Östlich des Querenberges, der mit 802 m Höhe die Umgebung nur unwesentlich überragt, liegt das Schwarze Moor, dessen größter Teil bis auf einige Flächen am Ostrand das Naturwaldreservat bildet.

Zum Querenberg besteht eine Höhendifferenz von durchschnittlich 25m. Am Südrand des etwa 1100m langen und 460 – 600m breiten Moores fließt der Eisgraben, der bei Hochwasser regelmäßig die Randtorfe erodiert. Von Nord nach Süd besitzt das Reservat ein Gefälle von ca. 12m. Diese morphologische Besonderheit begünstigt die Ausbildung sogenannter „Flarke“, worunter höhenschichtlinienparallele, langgestreckte Wasseransammlungen verstanden werden.

Die Entstehung der Flarke wird mit Torfsolifluktion erklärt, welche durch die Neigung des Moores begünstigt wird. Hochmoore ähnlichen Aufbaues, die sog. „Kermi-Hochmoore“, kommen häufiger in Finnland vor. Das Schwarze Moor ist in Deutschland das einzige Beispiel dieses Hochmoortyps. Die zentrale Hochfläche des Reservates wird von Bultgesellschaften beherrscht. Dagegen sind Schlenken selten.

Besonders im Süden kommen einzelne niedrige Kiefern und Karpatenbirken vor. Die Karpatenbirke gilt als Unterart der Moorbirke, z.T. aber auch als eigene Art (B. pubescens ssp. carpatica), die eher strauch- als baumförmig wächst und bei uns Moorstandorte und Blockhalden der Mittelgebirge besiedelt. Das schwarze Moor gilt dabei als westlichster Fundpunkt dieser Birke.

Ein lückenhafter Saum aus Karpatenbirken und einzelnen Kiefern und Fichten umgibt die Zentralfläche. Im Südteil des Moores sind durch frühere Entwässerungsmaßnahmen Standortsänderungen erfolgt, die eine Begünstigung der Zwergsträucher wie Rauschbeere, Heidelbeere, Heidekraut, Krähenbeere und der Fichten- und Kieferverjüngung zur Folge hatten. Bevorzugt entlang der mittlerweile verlandeten Gräben konnte sich die Fichte ansiedeln. Niedermoorgesellschaften sind auf eine im Südosten unmittelbar an den Eisgraben angrenzende Fläche und einen Streifen sehr geringer Breite am Ostrand beschränkt.
Größe: 59,4 ha
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: Hausen
Forstbetrieb: Bad Königshofen
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Bad Neustadt a. d. Saale

Naturwaldreservat Speckfeld

Buchen-Eichen-Hainbuchen-Wald des südlichen Steigerwaldes
Der Schwanberg bildet den westlichsten Sporn eines langgezogenen Bergrückens im südlichen Steigerwald. Nach Südosten schieben sich zwischen Schwanberg und die südlich angrenzende Hellmitzheimer Bucht einzelne etwas niedrigere Kuppen. Eine dieser Erhebungen ist der Schlossberg, dessen Gipfelplateau von der Ruine Speckfeld eingenommen wird. Das Naturwaldreservat umfasst die Nordosthänge des Berges, die zunächst steil, dann flacher werdend und stellenweise verebnend zum Bibarttal einfallen.

Aufgrund der früheren Mittelwaldnutzung dominiert die Eiche. Hainbuche und Winterlinde sind größtenteils auf die Unter- und Zwischenschicht beschränkt. Esche, Bergahorn und Spitzahorn sind hauptsächlich auf den Steilhang nördlich der Ruine konzentriert. Der östlich anschließende Hang besitzt eine auffällig hohe Buchenbeimischung. Sowohl im Ostteil als auch am Nordrand herrscht die Fichte vor. Weiter Baumarten wie Kiefer, Douglasie, Lärche, Esche und Hainbuche haben nur eine geringe Bedeutung.
Größe: 18,6 ha
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: Markt Einersheim
Forstbetrieb: Arnstein
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Kitzingen

Naturwaldreservat Stachel

Artenreicher ehemaliger Mittelwald in den Haßbergen
Am Südostrand der Hassberge überragen einzelne Erhebungen aus Rhätsandstein über Feuerletten die sonst von Sandsteinkeuper gebildete Landoberfläche. Das Naturwaldreservat umfasst eine dieser Bergkuppen, den Stachelberg westlich der Stadt Ebern.

Die aus Mittelwaldbewirtschaftung hervorgegangenen Beständen der Kernzone setzen sich aus Eiche, Buche, Hainbuche sowie Esche, Feldahorn, Elsbeere und Bergulme zusammen. In der Schutzzone auf den nordöstlich Hangflächen kommen Buche, Eiche, Lärche und Kiefer vor.
Größe: 23,3 ha
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: Ebern
Forstbetrieb: Bad Königshofen
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Schweinfurt

Naturwaldreservat Stengerts

Dicker, stehender Totholzstamm mit Pilzen.
Prächtige Buchenaltbestände und große Vorkommen von Edellaubbäumen
Das Naturwaldreservat liegt an den nach Süd und Südwesten geneigten mäßig steilen bis steilen Flanken des Holzbergs. Im Norden wird das Reservat durch den seit den 1970iger Jahren aufgelassenen Basaltsteinbruch begrenzt. Im Süden stellt der Moorbach und im Südwesten das Moorwasser die natürliche Grenze des Reservates dar.

Die Bestände sind auf großen Flächen durch Buchenaltbestände mit mächtigen Bäumen geprägt. An steileren Hangteilen mit verstärkter Überrollung durch Basalt übernehmen Edellaubbäume insb. die Esche, Linde, Spitzahorn und der Bergahorn größere Teile des Bestandes. Entlang der Abbruchkante sind die Bäume häufig geringwüchsiger. Im Östlichen Teil sind kleinere Sukkzessionsflächen zu beobachten. Vereinzelt sind Kirschen, Eichen, Salweiden und Fichten beigemischt. Im Nordosten des Reservates befindet sich ein kleines Feuchtbiotop.
Größe: 26,4 ha
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: Stadt Bischofsheim a.d. Rhön
Forstbetrieb: Stadt Bischofsheim a.d. Rhön
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Bad Neustadt a. d. Saale

Naturwaldreservat Waldkugel

Buchenwälder in der Fränkischen Platte
Die Bestände im Stadtwald Würzburg bestehen aus Buche und Eiche, die aus Mittelwaldbewirtschaftung hervorgegangen ist. Beigemischt sind Hainbuche, Elsbeere, Linde, Bergahorn, Kirsche und Kiefer. Kiefer mit beigemischter Buche und Fichte mit beigemischter Douglasie kommen kleinbestandsweise vor. (Beschreibung des Staatswaldteiles fehlt)
Größe: 74,7 ha
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: Stadt Würzburg, Gemeinde Reichenberg
Forstbetrieb: Arnstein
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Würzburg

Naturwaldreservat Wildacker

Abgebrochener Baum im Laubwald.
Artenreicher Laubmischwald auf Muschelkalk in der Fränkischen Platte
Der „Kissinger Sattel“, eine von Nordwest nach Südost streichende Muschelkalkaufwölbung erreicht im „Diepholz“ Höhen bis 417m. Etwa 1500m nördlich dieser Erhebung liegt das Naturwaldreservat schon im Bereich des nach Nordwesten zum Tal der Lauter abfallenden Geländes.

Vorherrschende Baumarten des ehemaligen Mittelwaldes sind Stiel-(und Trauben-) Eiche , Buche, Hainbuche, Linde, Elsbeere und Feldahorn. Unter- und Zwischenschicht aus Hainbuche, Buche und Linde weisen vor allem die nordwestlichen Bestände auf. Im Südosten sind einzelne Fichten und Kiefern beigemischt.
Größe: 16,4 ha
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: Üchtelhausen
Forstbetrieb: Arnstein
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Schweinfurt

Naturwaldreservat Wolfsee

Dichter Laubholzbestand mit liegendem Totholz im unbelaubten Zustand.
Artenreicher Laubmischwald am Anstieg aus der südlichen Gipskeuperplatte in den Steigerwald
Der südliche Steigerwald ist durch breite Talräume in einzelne, vorwiegend West-Ost streichende Rücken gegliedert, deren westliche Ausläufer weit in die aus "Unterem Keuper" bestehenden Gäulandschaften hineinragen. Am Nordoatrand des Höhenzuges, dessen markanteste Erhebungen der Frankenberg und der Iffigheimer Berg sind, liegt der "Limpurger Forst", der mit einem Großteil seiner Fläche zur Hellmitzheimer Bucht gehört.

Das Naturwaldreservat umfasst überwiegend ebene bis wenig geneigte Lagen dieses Waldgebietes. Lediglich am Südrand ist ein schmaler Streifen einer Steilstufe miteinbezogen. Fast alle Reservatbestände sind als durchgewachsene Mittelwälder zu bezeichnen.

Die Kernfläche des Resevats besitzt eine mehrschichtige Bestockung aus dominierender Stieleiche mit einzelnen Linden, Hainbuchen, Elsbeeren, Speierling, Bergahorn und Vogelkirsche sowie in der Unter- und Zwischenschicht Feldahorn, Esche, Elsbeere und Buche. Am Westrand ist eine kleine Fläche mit Fichten bestockt.

Im Zentrum befindet sich auch eine Douglasiengruppe. Am südlichen Steilhang befinden sich Bestände aus Stieleiche, Buche und Winterlinde. Kleine Teile werden auch durch Nadelholzbestände bestehend aus Fichte, Kiefer, Lärche, Douglasie und Küstentanne geprägt.
Größe: 75,8 ha
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: gemeindefrei: Forstbezirk Limpurger Forst
Forstbetrieb: Arnstein
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Kitzingen

Naturwaldreservat Zwerchstück

Eichen-Hainbuchen-Wald am Übergang von der Fränkischen Platte zum Steigerwald
Das Naturwalreservat liegt auf einem mäßig frischen, stellenweise mäßig trockenem Plateau aus Lettenkeuper, das im Norden und Süden von grundfrischen Senken begrenzt wird.

Es kommt ein typischer, kaum anthropogen beeinflusster Eichen-Hainbuchen-Bestand vor, dem Elsbeere, Feldahorn und Speierling beigemischt sind. Nur an den steil abfallenden Grabeneinhängen im Norden, Osten und Süden ist die Buche, der Bergahorn und die Esche beteiligt.
Größe: 28 ha
Regierungsbezirk: Unterfranken
Gemeinde: gemeindefrei: Nonnenkloster
Forstbetrieb: Ebrach
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Schweinfurt