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Britta Uhde
Hutewald der Siebenbürger Sachsen - LWF-aktuell 103

Hutewälder sind historische Kulturlandschaften, die innerhalb Europas bis ins 19. Jahrhundert bewirtschaftet wurden, indem man sie für die Beweidung von Vieh nutzte. Kleinflächige Relikte ehemaliger Hutewälder deuten heute noch auf diese Bewirtschaftungsform hin und lassen erahnen, wie auf diese Weise große Halboffenlandschaften entstehen konnten. Eine Vielzahl dieser strukturierten und artenreichen Gebiete steht heute unter Naturschutz. Ein gut untersuchter Hutewald ist die »Breite« in Rumänien.

Räumig stehende AlteiechenZoombild vorhanden

Abbildung: Hutewald-Landschaft: 500 alte Huteeichen prägen das Landschaftbild des rumänischen Schutzgebietes »Breite«.

Aufgrund der Intensivierung der Bewirtschaftungssysteme verschwanden Hutewälder in vielen europäischen Ländern fast vollkommen. Ihre große Bedeutung erklärt sich aus ihrer hohen biologischen Vielfalt, wie an dem Beispiel des rumänischen Reservats »Breite« gezeigt werden soll.

Die Breite liegt in der Nähe der Stadt Schäßburg (Sighisoara). Das Gebiet ist 133 ha groß und umfasst circa 500 Alteichen (hauptsächlich Quercus robur), die zwischen 300 und 400 Jahre alt sind (Abbildungen 1 und 2). Die Breite hat eine fast 800-jährige Geschichte. Über lange Zeit haben die Siebenbürger Sachsen das Gebiet traditionell als Hutewald bewirtschaftet. Diese dauerhafte Nutzung und Offenhaltung des Waldes scheint heute fast unmöglich. Dieses Jahr soll ein neuer Managementplan erstellt werden.

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