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Joachim G. Raftopoulo
Die Rolle der Vogelkirsche in einheimischen Waldgesellschaften - LWF-Wissen 65

Die Vogelkirsche, Prunus avium, ist Baum des Jahres 2010 und gehört zur Familie der Rosengewächse. Die Vogelkirsche wird in drei Varietäten unterteilt.

Blühender KirschbäumeZoombild vorhanden

Abbildung: Blühende Kirschbäume. Foto: U. Conrad

Die Vogelkirsche ist in kollinen bis submontanen Regionen des mitteleuropäisch-submediterran-subatlantischen Raumes verbreitet. Die Wildkirsche kommt in zahlreichen Waldgesellschaften, insbesondere Eichen-Hainbuchen- sowie Rotbuchenwaldgesellschaften, vor. Zahlreiche Insektenarten sind regelmäßig auf der Vogelkirsche anzutreffen. Insbesondere Vögel, aber auch Säugetiere sorgen für ihre Verbreitung.

Die Vogelkirsche gehört zur Familie der Rosengewächse und wird dort der Gattung Prunus zugeordnet. Für die Vogelkirsche existieren mehr als zwanzig deutsche Namen, neben regionalen Bezeichnungen sind vor allem Wildkirsche, aber auch Wald-, Hafer-, Holz-, Stein- und Hundskirsche oder Zwiesel in Gebrauch.

Die wertvollen Kultursorten der Vogelkirsche gelangten wohl 74 v. Chr. als Süßkirsche von Kleinasien aus nach Rom. Von dort aus wurde sie im gesamten Imperium Romanum verbreitet und erreichte im 1. Jahrhundert n. Chr. den deutschen Raum. Bis heute wurden circa 450 Sorten der Süß- oder Vogelkirsche pomologisch determiniert.

Die Vogelkirsche kommt als genetisch nur wenig differenzierte Lichtbaumart zerstreut vorrangig in krautreichen Laub- und Nadel-Mischwäldern tieferer Lagen, an Waldrändern, Bachufern, in Hecken und Feldgehölzen auf frischen bis sickerfeuchten, meso- bis eutrophen und basenreichen, mittel- bis tiefgründigen Lehm- und Mullböden vor. Insbesondere meidet die Wildkirsche Staunässe.

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Autor

  • Joachim G. Raftopoulo