Forschungs- und Innovationsprojekt
Rehwildmanagement im Klimawandel
Zoombild vorhanden
Rehgeiß mit ihrem Kitz (© S. Baur, LWF)
Klimatische und andere Veränderungen beeinflussen den Zustand und damit die Dynamik von Rehwildpopulationen. Gleichzeitig stellt die Anpassung der Wälder an den Klimawandel Waldbesitzer, Förster und Jäger vor große Herausforderungen. Da vielerorts belastbare Daten zur Höhe und Entwicklung von Rehwildbeständen fehlen, werden die Wechselwirkungen zwischen Rehwild, Lebensraum und Vegetation oftmals kontrovers diskutiert. Das Projekt RehKlima soll für Bayern eine fundierte Datengrundlage schaffen, um Zusammenhänge objektiv bewerten und Entwicklungen besser einordnen zu können.
Hintergrund
Zoombild vorhanden
Sprung Rehe im Winter (© S. Baur, LWF)
Das Forschungsvorhaben wird in enger Kooperation mit der Professur für Ökoklimatologie der Technischen Universität München (TUM) durchgeführt und durch das Kuratorium für Forstliche Forschung finanziert.
Ziel des Forschungsvorhabens
Methoden und Untersuchungsgebiete
Zum Einsatz kommen verschiedene, sich ergänzende, Methoden:
- Fotofallenmonitoring: Erfassung der relativen Rehwilddichte und der Aktivitätsmuster im Jahresverlauf
- Jagdstreckendaten: Erfassung ausgewählter Merkmale des Populationszustands, z. B. standardisiertes Körpergewicht, Unterkiefer- und Hinterfußlänge sowie genetische Proben
- Kotgenotypisierung: Schätzung der Populationsgröße mithilfe statistischer Fang-Wiederfang-Modelle auf der Grundlage genetischer Analysen von Kotproben
- Lebensraumerfassung: Detaillierte Erfassung von Waldverjüngung, Verbiss und weiteren relevanten Lebensraummerkmalen
Weiterführende Informationen
Projektinformationen
Projektleitung LWF: Dr. Wibke Peters und Dr. Hendrik Edelhoff
Projektleitung TUM: Prof. Dr. Annette Menzel
Projektbearbeitung: Valentin Rösch, NN
Laufzeit: 01.01.2026 bis 31.12.2028
Durchführende Institution: Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF), Technische Universität München (TUM)
Finanzierung: Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus (StMELF)

