Stand: 04.09.2026
FAQs zum Japankäfer
Woher kommt der Japankäfer?
Wie schaut der Japankäfer aus?
Der Käfer
- ist ca. 1 cm lang und 6 mm breit.
- hat braune Flügeldecken.
- hat ein grün glänzendes Halsschild.
- hat seitlich am Hinterleib je fünf markante weiße Haarbüschel.
- hat zwei markante weiße Haarbüschel am Ende des Hinterleibs.
- spreizt bei Gefahr seine Hinterbeine senkrecht vom Körper weg.

Japankäfer (© A. Weißbacher, LfL)
Mit welchen heimischen Käferarten kann der Japankäfer verwechselt werden?
Der Japankäfer kann mit einigen einheimischen Käfern verwechselt werden, vor allem mit folgenden:
- Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticola):
Der Käfer gleich groß, aber keine weißen Haarbüschel am Hinterleib. - Kleiner Julikäfer (Anomala dubia):
Der Käfer ist etwas größer; ihm fehlen aber ebenfalls die weißen Haarbüschel am Hinterleib.
Weitere Verwechslungsmöglichkeiten:
- Rosenkäfer (Cetonia aurata):
Anders als beim Japankäfer schimmern die Flügeldecken metallisch grün mit weißen Flecken. - Junikäfer (Amphimallon solstitale):
Beim Junikäfer sind die Flügeldecken und Halsschild hellbraun, nicht braun bzw. hellgrün glänzend. - Feldmaikäfer (Melolontha melolontha):
Sein Halsschild ist schwarz und nicht grün glänzend; zudem ist der Käfer doppelt so groß. - Walker (Polyphylla fullo):
Im Unterschied zum Japankäfer sind Flügeldecken und Halsschild des Walkers dunkelbraun mit weißen Flecken; zudem ist der Käfer dreimal so groß.

Japankäfer und Vergleichsarten (© B. Gleixner, LfL)
Zu welcher Tageszeit ist der Japankäfer zu beobachten?
An welchen Pflanzen kommt der Japankäfer vor?
Für die Käfer sind nach Baufeld & Schaarschmidt (2020) und Schröder (2023) die bedeutendsten Wirtspflanzen:
- Landwirtschaft: Mais, Spargel, Tomate und Bohnen
- Beerenobst: Himbeere, Brombeere, Erdbeere und Heidelbeere
- Ertragsobstsorten: Apfel, Kirsche und Zwetschge
- Sonderkulturen: Wein
- Zierpflanzen: Rose, Blauregen
- Waldbäume: Ahorn, Birke, Buche, Eiche, Linde, Ulme, Pappel und Lärche
Quelle: Schröder, 2023, Der Japankäfer in Deutsche Baumschule und Baufeld & Schaarschmidt. 2020, Der Japankäfer (Popillia japonica) – ein Schädling mit großem pflanzengesundheitlichen Risikopotential für Deutschland und Europa in Journal für Kulturpflanzen.
Was macht den Japankäfer so gefährlich?
Die Larven des Japankäfers entwickeln sich im Boden, vergleichbar mit dem Maikäfer. Grünflächen wie Wiesen und Weiden nutzt der Käfer vor allem an feuchteren Stellen zur Ablage von Eiern und als Entwicklungsort seiner Larven (=Engerlinge). An diesen Orten kommt es teils zu erheblichen Wurzelschäden am Grasland.
Wo kommt der Japankäfer derzeit in Bayern vor?
Wie kann ich erkennen, ob eine Pflanze vom Japankäfer befallen ist?
Typische Befallsmerkmale des Käferfraßes sind:
- Trauben von Käfern hängen an Pflanzen
- Pflanzen werden von oben nach unten kahlgefressen
- Skelettierfraß an Blättern
Den Fraß der Engerlinge erkennt man an:
- Kahlstellen oder verbraunten Stellen in Grasflächen
Mit welchen Fraßbildern heimischer Käferarten kann der Fraß des Japankäfer verwechselt werden?
- Blauen Erlenblattkäfer (Agelastica alni)
- Blauen Weidenblattkäfer (Phyllodecta vitellinae)
- Larven der Kleinen Lindenblattwespe (Caliroa annulipes)
Quelle: Wald und Holz NRW, 2022, Waldschutz-Infomeldung Nr.11/2022.
An wen muss ich Käfersichtungen oder Fänge melden?
In der Quarantänezone Lindau sind zuständig:
- Waldflächen: AELF Kempten, Tel. 0831 52613-0, E-Mail: poststelle@aelf-ke.bayern.de
- Offenland: AELF Kaufbeuren-Mindelheim, Tel. 08261 9919-0 oder 08282 9007-0, E-Mail: poststelle@aelf-km.bayern.de
Was bedeutet das Verbringungsverbot auf Waldflächen?
- Laubbäume und Lärchen mit Blättern bzw. Nadeln zählen zu den Wirtsbäumen; benadelte bzw. belaubte Teile Kronen- und Astteile dürfen während der Flugzeit des Käfers (Juni bis September) nach aus der Befallszone hinaus verbracht werden! Ausnahmen bestehen, wenn das Material vor dem Transport getrocknet oder gehackt wird (Spangröße max. 5 cm) oder ein Transport in geschlossenen Fahrzeugen zu einer geschlossenen Anlage sichergestellt werden kann. Weitere risikominimierende Maßnahme muss von der LfL genehmigt werden.
- Fahrzeuge und Geräte, die zur Bodenbearbeitung und für Arbeiten mit Erde oder als Holzerntemaschinen in der Befallszone eingesetzt wurden (z.B. Harvester, Kranrückezüge, Rückeschlepper) sowie gerücktes Stammholz, dürfen die Befallszone ganzjährig erst nach vorheriger Reinigung verlassen.
- Die Verbringung von Boden aus der Oberflächenschicht des Bodens bis zu einer Tiefe von 30 cm (z.B. aus Wegebautätigkeit) aus der Befallszone hinaus ist ganzjährig verboten!
Kann man Waldbäume vor einem Befall schützen?
Gibt es Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung des Japankäfers?
Gibt es neben der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln weiter Bekämpfungsmethoden?
Wer ist in Bayern für das Monitoring und die Bekämpfung des Japankäfers zuständig?
Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)
Tel.: 08161 8640-5717; 08161 8640-5744
E-Mail: popillia@lfl.bayern.de
Internet: Website ![]()
Wer sind die zuständigen Ansprechpartner in der Quarantänezone im Landkreis Lindau?
Waldflächen
AELF Kempten
Tel.: 0831 52613-0
E-Mail: poststelle@aelf-ke.bayern.de
Offenland
AELF Kaufbeuren-Mindelheim
Tel.: 08261 9919-0; 08282 9007-0
E-Mail: poststelle@aelf-km.bayern.de
Rechtlicher Hintergrund
Weiterführende Informationen:

