LWF Wissen 90
Artenvielfalt an Aspe (Populus tremula L.) – vom Blatt bis zum Stamm
von Olaf Schmidt, Anna Kanold, Julia Landgrebe
Die Zitterpappel (Aspe) stellt einen wichtigen Lebensraum für eine sehr artenreiche Insekten‑ und Milbenfauna dar. Wegen geringer Abwehrstoffe der Blätter nutzen viele phytophage Arten Pappeln und Weiden. Studien berichten für Populus von bis zu 470 phytophagen Insekten‑ und Milbenarten, wovon 151 monophag auf Populus spezialisiert sind. Typische Gruppen sind Schmetterlinge, Käfer, Pflanzenwespen, Gallmücken und Gallmilben sowie holzbewohnende Arten.
Mit bis zu 159 nachgewiesenen Schmetterlingsarten unterstreicht die Zitterpappel ihre Bedeutung als Nahrungsgrundlage für ca. 5–6% der heimischen Schmetterlingsfauna. Durch ihre typische Insektenvielfalt bieten Aspen Nahrung für Vögel und Fledermäuse. Früher bei forstlichen Pflegeeingriffen vielfach entfernt, wird die Zitterpappel heute im naturnahen Waldbau und angesichts des Klimawandels zunehmend als ökologisch und waldbaulich wertvolle Baumart geschätzt. Aus diesen Gründen wird empfohlen, die Zitterpappel und andere Pioniergehölze insbesondere auf Kahlflächen und an Waldrändern zu belassen und gezielt am Waldaufbau zu beteiligen.
Insekten an Pappeln und Zitterpappel
Zoombild vorhanden
Abb. 1: Phytophage Insekten- und Milbenarten an heimischen Gehölzen (© LWF)
An der Gattung Populus treten sehr viele phytophage Insektenarten auf. Nach der gründlichen Meta-Studie von Brändle & Brandl (2001) in Mitteleuropa kommen an der Gattung Populus 470 phytophage Insekten- und Milbenarten vor, wovon 151 monophag auf Populus spezialisiert sind (Abbildung 1). Schuch et al. (2024) beschreiben an heimischen Pappeln 338 Insektenarten. Aufderheide et al. (2024) nennen für Mitteleuropa an Zitterpappel allein 361 Insektenarten. Für Großbritannien werden insgesamt über 160 wirbellose Arten an Zitterpappel genannt, für Schottland 60 (Worrell 1995). Die Pappeln gehören in Mitteleuropa zusammen mit den Weiden, Eichen und Birken zu den Gehölzen mit der artenreichsten Fauna phytophager Insektenarten (Schmidt 1998, Schmidt 2019, Schmidt 2021b).
Insekten und Milben am Laub der Aspe
Schmetterlinge
Die Aspe gilt als eine wichtige Nahrungspflanze für, je nach Autor, 5–6% der in Mitteleuropa heimischen phytophagen Schmetterlingsarten. Brändle & Brandl (2001) führen insgesamt 201 Schmetterlingsarten an Pappel an, davon 130 Groß- und 70 Kleinschmetterlingsarten. Für Großbritannien nennt Worrell (1995) 60 Schmetterlingsarten.
Bezogen auf den mitteleuropäischen Raum geben Hacker & Müller (2006) für Pappel allgemein 136 Arten an. Spohn & Spohn (2016) schreiben von über 80 Groß-Schmetterlingsarten an Pappeln. Für die Zitterpappel allein nennt Hacker (1998) 58 Schmetterlings-Arten. Füldner & Damm (2002) konnten bei eigenen Untersuchungen 65 Großschmetterlingsarten im Raupenstadium an der Zitterpappel feststellen. Sie listen insgesamt 159 tatsächlich oder möglicherweise auch nur ausnahmsweise an Pappel vorkommende Großschmetterlinge auf. Diese hohe Anzahl an nachgewiesenen Schmetterlingsarten unterstreicht die Bedeutung der Zitterpappel als Nahrungsgrundlage für die heimische Schmetterlingsfauna.
Im Folgenden werden einige ausgewählte phytophage Schmetterlingsarten vorgestellt, die überwiegend oder besonders häufig an der Zitterpappel zu finden sind.
So leben etwa die Raupen einiger stark gefährdeter Tagfalter an dieser Baumart, darunter der Große Eisvogel (Limenitis populi) (Abbildung 2) und der Kleine Schillerfalter (Apatura ilia) (Abbildung 3). Die Weibchen des eher selten anzutreffenden Großen Eisvogels zählen mit einer Flügelspannweite von bis zu 8 cm zu den größten heimischen Tagfaltern in Deutschland. Die Art kommt in Laubwäldern mit Vorkommen von Zitter- oder Schwarzpappeln vor, da sich die Raupen ausschließlich von den Blättern dieser Baumarten ernähren. Diese Falterart lebt vorwiegend im Kronenbereich des Waldes und meidet größere offene Bereiche. Der Kleine Schillerfalter ist in erster Linie eine Art der Auwälder, kommt aber auch in anderen laubholzreichen Laub- und Mischwäldern niederer und mittlerer Lagen vor – vorausgesetzt, die Aspe ist ausreichend vertreten. Denn die Zitterpappel ist in allen Naturräumen die wichtigste Grundlage für die Raupenentwicklung dieser Art (Bräu 2013). Apatura ilia bevorzugt bei uns wärmere Tieflagen bis etwa 800 m. Die Falter saugen gerne an allerlei riechenden Stoffen wie menschlichem Schweiß, Leder, Kot und Aas. Auf feuchten Forstwegen können öfters auf dem Weg sitzende und Mineralien saugende Falter beobachtet werden. Das Weibchen legt seine Eier bevorzugt auf die Blattoberseite von Aspen (Populus tremula), hauptsächlich an Waldrändern, ab. Die Raupen ähneln im Aussehen Nacktschnecken (Abbildung 4).
Zoombild vorhanden
Abb. 5: Der Pappelschwärmer (Laothoe populi) ist durch seine Größe von 60 – 75 mm Flügelspannweite eine beeindruckende Falter-Art (© L. Weltner)
Der Pappelschwärmer (Laothoe populi) ist sowohl an Pappeln als auch an Weiden anzutreffen (Bellmann 2003). Allein aufgrund der Größe des Schmetterlings (60–75 mm Flügelspannweite) und der Raupe (bis zu 80 mm) ist der Pappelschwärmer eine beeindruckende Falter-Art (Abbildung 5). Durch Fraß der sehr großen Raupen können einzelne, jüngere Pappeln nahezu entlaubt werden (Georgi & Müller 2013; Bellmann 2003).
Zoombild vorhanden
Abb. 6: Die knallig gefärbte und auffällig gezeichnete Raupe des Großen Gabelschwanzes (Cerura vinula). Das Hinterteil verrät die Namensgebung (© S. Braun)
Von Anfang Juni bis Ende August fliegt der nachtaktive Espen-Saumbandspanner (Epione vespertaria), der in fast ganz Europa verbreitet ist. Die Art ist selten und liebt Sumpfgebiete sowie feuchte Waldränder und kommt vom Flachland bis in mittlere Bergregionen vor. Die Raupen ernähren sich hauptsächlich von Zitterpappel, aber auch von Weiden und Birken.
Die im März bis April fliegenden Falter des Bunten Espen-Frühlingsspanners (Epirranthis diversata) saugen gerne an Weidenkätzchen. Die Raupen dieser Art kommen bevorzugt an den Blättern junger, niedriger Aspen vor. Die Art ist von Nordeuropa bis nach Sibirien weit verbreitet, kommt in Mitteleuropa aber nur selten vor.
Die Falter der Kätzcheneule (Orthosia populeti) saugen ebenfalls an blühenden Weidenkätzchen, während die Raupen sich primär an Zitterpappel entwickeln. Auch die Raupen der Pappel-Blatteule (Ipimorpha subtusa) treten in ganz Europa gerne an Aspenblättern auf. Die Raupen der gelbbraun gefärbten Gelben Blatteule (Enargia palacea) bevorzugen ebenfalls die Blätter der Zitterpappel.
In den Blättern der Zitterpappel hinterlassen die Larven verschiedener Miniermotten charakteristische Fraßbilder: Die Larven von Phyllocnistis labyrinthella erzeugen typischen Gangfraß mit einer schwarzen Kotlinie in der Mitte der Mine (Abbildung 7), während die Larven von Phyllonorycter sagitella an der Blattunterseite eine markante Filzmine bilden (Abbildung 8).
Käfer
Für die Arten der Gattung Populus werden 139 an ihnen lebende phytophage Käferarten angegeben (Brändle & Brandl 2001). An Pappeln sind bei uns allein rund 30 Blattkäferarten bekannt (Bußler 2006). Für Großbritannien führt Worrell (1995) 30 Käferarten an der Zitterpappel an.
Zoombild vorhanden
Abb. 9: Der Große Pappelblattkäfer (Chrysomela populi) glänzt leuchtend rot mit schwarzblauem Kopf und Halsschild (© L. Weltner)
Zoombild vorhanden
Abb. 10: Der mittels Iriszenz grün bis kupferrot schimmernde Pappelblattroller (Byctiscus populi) verursacht zigarrenförmige Blattwickel (© L. Weltner)
Pflanzenwespen
An Pappeln treten in Mitteleuropa 32 Pflanzenwespenarten aus der Unterordnung Symphyta auf. Damit zählen Pappeln mit den Weiden (95 Arten) und den Birken (51 Arten) zu den von Pflanzenwespen bevorzugten Baumgattungen (Brändle & Brandl 2001). Für Großbritannien werden an der Zitterpappel 30 Pflanzenwespenarten genannt (Worrell 1995). Zu der Unterordnung der Pflanzenwespen zählen verschiedene Familien, so z.B. Echte Blattwespen, Buschhorn- und Keulhornblattwespen. Von den Keulhorn- oder Knopfhornblattwespen der Familie Cimbicidae kommen in Deutschland an Pappeln 23 Arten vor. Gemeinsames Merkmal dieser Familie sind die vier- bis siebengliedrigen Fühler, die am Ende deutlich verdickt sind. Darauf bezieht sich auch der Name Keulhorn- oder Knopfhornblattwespen (Landgraf & Helbig 2011). Die Larven der Keulhornblattwespen leben frei an Blättern von Pappeln und Weiden, verursachen dort aber keine nennenswerten Schäden.
Auf Pappeln leben die Larven der Weidenknopfhornblattwespe (Pseudoclavellaria amerinae). Die Weibchen schneiden mit ihrem sägeartigen Legestachel Taschen in den Blattrand, in die sie meistens mehrere Eier ablegen. Die Larven leben anfangs gesellig, später einzeln und verpuppen sich in einem Kokon in Rindenritzen. Die Wespe schreckt ihre Feinde durch Hornissen-Mimikry ab. Die Gelbe Pappelblattwespe (Cladius viminalis) ist in Europa weit verbreitet. Sie tritt an verschiedenen Pappelarten, auch an der Zitterpappel, häufiger auf. Das Weibchen dieser Art legt mit ihrem sägeartigen Legestachel die Eier in den Blattstielen ab. Die Afterraupen skelettieren bei ihrem Fraß die Blätter.
Wanzen
Zoombild vorhanden
Abb. 11: Der selten gefundene Raupenjäger (Pinthaeus sanguinipes) jagt in Baumkronen nach Insektenlarven und -raupen, von denen er sich ernährt (© M. Bräu)
Räuberische Wanzen sind dagegen eher Generalisten, d.h. sie ernähren sich von Larven und Imagines unterschiedlicher Arten und bevorzugen keine bestimmte Baumart. Raubwanzen-Arten können, vor allem in Zeiten geringerer Dichten, einen Einfluss auf die Population von phytophagen Insekten haben. Zu den räuberischen Baumwanzen zählen bei uns nur sieben Arten. Häufig ist in Mitteleuropa die Art Trolius luridus auf Bäumen zu finden, welche sich räuberisch von Insekten ernährt. Ebenso überwiegend akrodendrisch lebt der eher selten gefundene Raupenjäger (Pinthaeus sanguinipes) (Abbildung 11).
Gallmücken
Zoombild vorhanden
Abb. 12: Die Pappelblattkugel-Gallmücke (Harmandiola cavernosa) ruft an der Unterseite von Aspenblättern kugelige, dickwandige Gallen hervor (© L. Weltner)
Zoombild vorhanden
Abbildung 13: Die Zitterpappelblattstiel-Gallmücke (Contarinia petioli) verursacht rundliche dickwandige Anschwellungen am Blattstiel von Aspenblättern (© L. Weltner)
Milben
Zoombild vorhanden
Abb. 14: Die Gallmilbe (Phyllocoptes populi) ruft häufig an den Blättern der Zitterpappel grünlich bis gelbliche Filzgallen hervor (© L. Weltner)
Die Pappelblatt-Gallmilbe Aceria varia ruft eine Filzgalle an der Oberseite von Zitterpappelblättern hervor, die im frischen Zustand rot gefärbt ist (Reichholf 2013). Die ziemlich selten gefundene Zitterpappeldrüsen-Gallmillbe (Eriophyses diversipunctatus) verursacht eine bis 4 mm rundliche, paarweise aufgereihte Knöpfchengalle oberseits am Grund der Blattspreite von Aspenblättern (Bellmann et al. 2018). Die Gallmilbe Phyllocoptes populi löst häufig an den Blättern der Zitterpappel grünlich bis gelbliche Filzgallen (Abbildung 14) aus (Brand & Grüner 2024, Bellmann et al. 2018).
Insekten und Milben an Zweigen und Ästen
Zoombild vorhanden
Abb. 15: Der Aspenbockkäfer (Saperda populnea) ist verantwortlich für Zweiggallen an Aspen (© L. Weltner)
Der Kleine Pappel-Glasflügler (Paranthrene tabaniformis) verursacht wulstige, gallenartige Anschwellungen an finger- bis armdicken Zweigen und Ästen an Pappel-Arten, hauptsächlich auch an der Zitterpappel. Seine Entwicklung dauert zwei bis drei Jahre. Die Eiablage erfolgt gerne an Aspenblättern. Von dort wandern die Räupchen zu kranken Stellen oder zu Fraßgängen von Bockkäferlarven (Saperda spec.) in erster Linie an Zweigen der Zitterpappel (Pühringer 1994).
Der nur 1,8 mm große Aspenborkenkäfer (Trypophloeus binodulus) legt seine Brutgänge unter der Rinde von Ästen und Zweigen an. Das sehr unregelmäßige Brutbild wird als »hieroglyphisch« bezeichnet (Bußler 2006). Sein Auftreten stellt für Zitterpappeln keine Gefährdung dar (Bußler 2006).
Zoombild vorhanden
Abbildung 16: Die Gallmilbe (Aceria dispar) wandelt durch ihren Befall die Spitzen von Seitenzweigen in knäuelartige Gallen um (© L. Weltner)
Die Pappel-Triebgallmilbe (Aceria dispar) wandelt durch ihren Befall die Spitzen von Seitenzweigen in knäuelartige Gallen um (Abbildung 16). Sie tritt vorrangig an jüngeren Aspen auf und ist eher selten (Bellmann et al. 2020, Brand & Grüner 2024).
Insekten an Rinde und im Holz
In einer Studie der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf zu Hochstümpfen als Lebensraum xylobionter Artgemeinschaften konnte die besondere Rolle der Aspe als biodiversitätsreiche Baumart auch im Hinblick auf wertgebende Arten (Rote Liste Arten) nachgewiesen werden (Zahner et al. 2021, Lackner et al. 2024).
Die Raupen des Weidenbohrers (Cossus cossus) entwickeln sich polyphag im Holz zahlreicher Laubgehölze, zeigen jedoch eine gewisse Vorliebe für Weiden – insbesondere für Salweiden – sowie für Pappeln, darunter auch die Zitterpappel (Eitschberger 2009). Aber auch Birken, Erlen, Vogelbeere, Ahorn, Linde, Esche und Obstbäume bis hin zu Harthölzern wie Eichen und Buchen werden vom Weidenbohrer für die Entwicklung seiner Raupen angenommen. Tagfalter, wie z.B. der Große Schillerfalter (Apatura iris), der Admiral (Vanessa atalanta), der Große Fuchs (Nymphalis polychloros), das Tagpfauenauge (Inachis io) aber auch andere Insekten, wie z.B. Hornissen (Vespa crabro) oder Moschusbockkäfer (Aromia moschata), konnten an dem Baumsaft, der aus Bohrlöchern des Weidenbohrers austritt, saugend beobachtet werden (Simon 2010). Der mit dem Weidenbohrer verwandte, aber seltenere Pappelbohrer oder Zitterpappelbohrer (Acossus trebera) befällt dagegen bevorzugt Zitterpappeln in wärmebegünstigten, lichten Laubwäldern und deren Waldränder. Die Falter ähneln dem Weidenbohrer, besitzen aber eine wesentlich feinere Beschuppung.
Die Glasflügler (Sesidae) zählen zu den wenigen Schmetterlingen, deren Larven sich im Holz entwickeln. Von den in Mitteleuropa vorkommenden etwa 45–50 Arten kommen allein an Pappeln und Weiden neun Arten vor (Ehrhardt 1998). Der Zitterpappel-Glasflügler (Sesia melanocephala) bevorzugt als Brutbaum die Aspe und kommt daher überwiegend in lichten, offenen Zitterpappel-Beständen vor. Zur Eiablage nutzt er vorwiegend Stämme, Äste und Zweige alter, schwächelnder Aspen (Pühringer 1994). Besonders im Holz am Stammfuß der Aspe können sich die Raupen des Hornissen-Glasflüglers (Sesia apiformis) entwickeln.
Auch der hübsch gezeichnete Gefleckte Pappelbock (Saperda perforata) ist an Pappeln zu finden, bevorzugt aber die Aspe als Brutbaum. Dieser Bockkäfer ist durch seine graue bis hellgrüne, auf den Flügeldecken und dem Brustschild schwarz punktierte Färbung besonders attraktiv (Abbildung 17). Seine Larven leben verborgen im trockenen Holz von Aspen. Der Große Pappelbock (Saperda carcharias) ist mit 20–30 mm Größe der größte Vertreter dieser Gattung und kommt häufig an Pappeln und auch Weiden in Flußauen und Auwäldern sowie in Pappel- und Kurzumtriebsplantagen vor (Liesebach & Stephan 1995). Seine Larven entwickeln sich im Holz lebender Bäume. Der 13–21 mm große Espenprachtkäfer (Poecilonota variolosa) entwickelt sich bevorzugt in kränkelnden Aspen. Die Weibchen legen ihre Eier an Aststümpfen ab, die Larven leben unter der Rinde und benötigen zwei Jahre zur Entwicklung. Die Käfer schlüpfen im Juni/Juli. Wie die meisten anderen Prachtkäfer-Arten auch ist der Espenprachtkäfer ein Schwächeparasit, der bereits schwächelnde, kranke Zitterpappeln befällt (Brechtel & Kostenbader 2002, Bußler & Thorn 2021). Die Art ist in Deutschland selten (Abbildung 18). Wiederfunde dieser Art, z.B. in Nordbayern 2021 (Bußler & Thorn 2021) oder Hessen, sind daher faunistisch von großem Interesse (Fuhrmann 2017). Leider werden befallene, kränkelnde Aspen oft aus übertriebenem Ordnungswillen an Waldrändern oder in Grünanlagen entnommen, und dadurch die Entwicklungsstätten des Espenprachtkäfers vernichtet (Abbildung 19). Selten wird bei uns der Prachtkäfer Agrilus suvorovi an seiner Haupt-Wirtspflanze Zitterpappel gefunden. Die typischen und oftmals zickzackförmigen Larvengänge sowie die annähernd dreieckigen Schlupflöcher sind meist in schwächeren jungen Zitterpappeln zu finden. Der Pappelprachtkäfer (Agrilus ater) entwickelt sich dagegen hauptsächlich in geschwächten stärkeren, alten Schwarz- oder Hybridpappeln mit dicker Borke. In Mittelwäldern bei Lenkersheim/Mittelfranken konnte Agrilus ater auch in alten Zitterpappeln gefunden werden (Bußler & Thorn 2021).
Abb. 17: Der Gefleckte Pappelbock (Saperda perforata) bei der Paarung. Die Art bevorzugt kränkelnde Aspen als Brutbaum (© S. Finnberg)
Der 2,3–2,5 mm große Borkenkäfer Heteroborips (Syn. Xyleborus) cryptographus ist ein Ambrosia-Pilzzüchter und tritt vorwiegend im Stammbereich von Pappelarten auf. Als Besonderheit unter den holzbohrenden Borkenkäfern legt er sein Brutsystem mit den Pilzkulturen nicht im Holz, sondern im Bast des befallenen Baumes an. Er stellt für die Zitterpappel keine Bedrohung dar (Bußler 2006).
Der Graubindige Wespenbock Rusticoclytus rusticus (Syn. Xylotrechus rusticus) nutzt hauptsächlich Populus tremula und weitere Populus-Arten zur Entwicklung. In sonnexponierten, abgängigen oder abgestorbenen Bäumen leben die Larven zuerst unter der Rinde und wandern zur Verpuppung meist bis tief in das Holz (Bense 1995, Klausnitzer et. al 2016).
In den Mulmhöhlen alter Zitterpappeln und weiterer Laubbäume kommt der Große Goldkäfer (Protaetia speciosissima, Syn. Protaetia aeruginosa, Potosia aeruginosa) mit Larven vor.
Zoombild vorhanden
Abb. 20: Der Scharlachkäfer (Cucujus cinnaberinus) ist durch seinen flachen Körperbau perfekt für das Leben unter der Rinde von Totholz angepasst (© hlasek.com)
Am Totholz der Zitterpappel leben zudem interessante Pilze wie verschiedene Austern-Seitlinge (Pleurotus sp.), die Borstige Tramete (Coriolopsis trogii) und die Becherkoralle (Artomyces pyxidatus), an welchen wiederum besondere Käferarten vorkommen.
Zitterpappel aus Sicht der Vögel und Säugetiere
Aspen sind indirekt durch diese Vielfalt phytophager Insekten eine gute Nahrungsquelle für Vögel. Durch ihr weiches Holz bilden sich an der Aspe auch häufig Höhlen, die von Vögeln und anderen Tieren gerne als Unterschlupf genutzt werden. Säugetiere nutzen die Aspe vorrangig als Nahrungsquelle oder sie nutzen Baumstrukturen als Quartiere. Höhlen in Aspen dienen verschiedenen Fledermausarten als Sommerquartiere. Weitere höhlenbewohnende Arten wie Baummarder (Martes martes), Bilche wie Siebenschläfer (Glis glis) oder Haselmaus (Muscardinus avellanarius) sowie Eichhörnchen (Sciurus vulgaris) nutzen diese Höhlen zur Jungenaufzucht, als Schlafplatz oder Winterquartier. Der Biber (Castor fiber) nutzt bevorzugt die Rinde von Pappeln und Weiden als Nahrung und Baumaterial für Staudämme oder Biberburgen (Zahner 1997). In Skandinavien äst der Elch (Aces alces) gerne Blätter und Triebe der Aspen und anderer Weichlaubhölzer. Rehwild (Capreolus capreolus) und Rothirsch (Cervus elaphus) verbeißen die Knospen junger Pappeln sowie weiterer Baumarten, Rotwild schält zudem die Rinde von jungen Bäumen. Junge Aspen werden gerne vom Rehwild und von Feldhasen (Lepus europaeus) verbissen (Liesebach & Stephan 1995).
In Kurzumtriebsplantagen mit Aspen können Nageschäden an den Stämmchen durch Feldmaus (Microtus arvalis) auf eher trockenen Böden und durch Erdmaus (Microtus agrestis) auf vergrasten, feuchteren Standorten zu beträchtlichen Ausfällen gepflanzter Aspen führen (Liesebach & Stephan 1995). Die Schermaus (Arvicola terrestris) kann durch ihren Fraß an Wurzeln auch größere Aspen-Heister zum Absterben bringen (Liesebach & Stephan 1995).
Zitterpappel aus Sicht des Waldschutzes
Aus waldschutzfachlicher Perspektive sind an der Zitterpappel trotz – oder möglicherweise gerade aufgrund – ihrer hohen assoziierten Insektenvielfalt keine bedeutenden Schadereignisse dokumentiert. Die Art tritt in mitteleuropäischen Wäldern in der Regel lediglich als beigemischte Baumart und nicht bestandsbildend auf. Vor diesem Hintergrund sind Massenvermehrungen spezialisierter Schadinsekten mit bestandsgefährdendem Ausmaß nicht zu erwarten.
Blattfressende Insektenarten stellen keine nachhaltige Gefährdung dar, da die Zitterpappel selbst nach vollständigem Kahlfraß in der Lage ist, erneut auszutreiben. Auch an Zweigen und Ästen auftretende Insekten verursachen unter natürlichen Bedingungen keine waldschutzrelevanten Schäden an vitalen Individuen.
Xylobionte Arten, die sich im Holz entwickeln, können zwar die Holznutzung und -qualität beeinflussen, besitzen jedoch keine wesentliche Bedeutung für die Stabilität oder Vitalität von Waldbeständen. Gleiches gilt für Vertreter der Pracht- und Borkenkäfer: Diese stellen unter den gegebenen ökologischen Rahmenbedingungen keine substanzielle Gefährdung für die Zitterpappel dar.
Wertewandel – vom verdämmenden Unholz zur Zukunftsbaumart
Die Zitterpappel wurde jahrzehntelang vielerorts in den Wäldern systematisch entnommen. Grund dafür waren das fehlende forstliche und holzwirtschaftliche Interesse an der Aspe, gekoppelt mit der vorrangigen Förderung der Hauptbaumarten Fichte, Kiefer, Eiche und Buche. In früheren Jahren und Jahrzehnten wurden im Rahmen der ordnungsgemäßen Forstwirtschaft oftmals Zitterpappeln und andere Pionierbaumarten als mögliche Konkurrenten systematisch zugunsten der gewünschten Wirtschaftsbaumarten entnommen. »Verdämmendes Weichlaubholz entnehmen« war eine fast stereotyp wiederholte Anweisung bis vor einigen Jahrzehnten in der Forsteinrichtung. In Kiefernwäldern wurde die Aspe als Zwischenwirt des Kieferndrehrostes (Melampsora pinitorqua) früher zusätzlich gezielt bekämpft, um die Infektionskette des wirtswechselnden Pilzes zu unterbrechen.
Inzwischen hat seit einigen Jahren, vor allem aus Gründen der natürlichen Wiederbewaldung auf Kahlflächen, aber auch unter Artenschutzgesichtspunkten, ein Umdenken bei Forstleuten und Waldbesitzenden eingesetzt. Im Zuge eines naturnahen Waldbaus und vor dem Hintergrund des Klimawandels hat sich die Einschätzung der Aspe bei Forstleuten und Waldbesitzenden deutlich gewandelt: von einer »verdämmenden« oder bestenfalls »dienenden« Baumart hin zu einer ökologisch, waldbaulich und wirtschaftlich interessanten Zukunftsbaumart (Amann 2022). Pionierbaumarten wie Zitterpappel, Sandbirke, Salweide und Vogelbeere werden zunehmend als wichtige waldbauliche und ökologische Strukturelemente im Wirtschaftswald anerkannt – insbesondere auf Kahlflächen, Lichtungen und Waldrändern. Gerade in Zeiten mit großen Schadflächen und des Waldumbaus ist es sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht sinnvoll, die Zitterpappel als Pionier mit hohem Verjüngungspotenzial im künftigen Baumartenportfolio zu berücksichtigen (Amann 2022, Schmidt 2026a). All diese Punkte machen die Aspe zu einer Baumart mit Zukunft.
Schlussfolgerungen
Für zahlreiche Insekten- und Milbenarten sowie für Säugetiere und Vögel stellt die Zitterpappel einen wichtigen Lebensraum und eine bedeutende Nahrungsquelle dar. Der vorliegende Artikel versucht mit Beispielen ausgewählter Artengruppen und für die Zitterpappel typischer Insekten- und Milbenarten einen Einblick in die vielfältige Fauna an der Zitterpappel und ihre faszinierenden ökologischen Beziehungen und Vernetzungen zu geben. Besonders junge Exemplare der Aspe stellen an Waldrändern, an Wegesrändern und Waldinnenmänteln eine wichtige Grundlage für eine vielfältige Insektenfauna dar. Durch die große Vielfalt phytophager Insekten stellen Aspen somit auch indirekt eine wertvolle Nahrungsquelle für Vögel dar. Die Aspe zählt zusammen mit anderen Weichlaubhölzern aufgrund ihrer diversitätsfördernden Wirkung zu den wichtigsten Baumarten für die Erhaltung und Förderung der Artenvielfalt in unseren Wäldern. Künftig sollte daher die Pflegeanweisung in Forstkulturen und Dickungen lauten: »Waldbaulich und ökologisch wertvolle Zitterpappeln erhalten«. Die Wahl der Zitterpappel oder Aspe zum Baum des Jahres 2026 ist daher nur zu begrüßen, denn dadurch wird diese Baumart nicht nur bei Forstleuten und Waldbesitzenden, sondern auch in einem größeren Kreis der Gesellschaft an Bekanntheit und Wertschätzung gewinnen.
Literatur
- Amann, P. (2022): Die Aspe – eine Pionierbaumart mit waldbaulichem Potential, Wald und Holz 7, S. 12–15
- Aufderheide, U.; Peters, C.; Mody, K.; Marxen-Drews, H. (2024): »Zukunfts- oder Klimabäume«, in: Naturschutz und Landschaftsplanung, Jhg. 56 Heft 8 2024, S. 14–23.
- Bellmann, H. (2003): Der neue Kosmos-Schmetterlingsführer, Kosmos, 445 S.
- Bellmann, H.; Spohn, M.; Spohn, R. (2018): Faszinierende Pflanzengallen, Quelle & Meyer, 480 S.
- Bense, U. (1995): Bockkäfer: illustrierter Schlüssel zu den Cerambycidaen und Vesperiden Europas = Longhorn beetles. Margraf Verlag, Weikersheim. 512 S.
- Brand, T.; Grüner, J. (2024): Gehölzkrankheiten – Ziersträucher, Allee- und Parkbäume, 6. Aufl., Ulmer-Verlag, 295 S
- Brändle, M.; Brandl, R. (2001): Species richness of insects and mites on trees: expanding southwood, Journal of Animal Ecology 70: 491–504
- Bräu, M.; Bolz, R.; Kolbeck, H.; Nunner, A.; Voith, J.; Wolf, W. (2013): Tagfalter in Bayern, Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart, 784 S.
- Brechtel, F.; Kostenbader, H. (2002): Die Pracht- und Hirschkäfer Baden-Württembergs, Ulmer-Verlag, 632 S.
- Bußler, H. (2006): Schmetterlinge und Käfer an der Schwarzpappel, in: Beiträge zur Schwarzpappel, LWF-Wissen 52, S. 35–38.
- Bußler, H.; Blaschke, M.; Jarzabek-Müller, A. (2013): Phoenix aus der Asche? – Der Scharlachkäfer Cucujus cinnaberinus (Scopoli, 1763) in Bayern (Coleoptera: Cucujidae). Entomologische Zeitschrift Stuttgart. 123 (5). S. 195–200.
- Bußler, H.; Thorn, S. (2021): Wiederfund des Großen Pappel-Prachtkäfers Poecilonota variolosa (Paykull, 1799) in Nordbayern. Faunistische Notiz 42 (Rubrik Käfer). Beiträge zur bayerischen Entomofaunistik 21, Bamberg. S. 123–124.
- Butin, H.; Brand, T. (2017): Farbatlas Gehölzkrankheiten, 5. Aufl., Ulmer-Verlag 287 S.
- Eckelt, A.; Paill, W.; Straka, U. (2014): Viel gesucht und oft gefunden. Der Scharlachkäfer Cucujus cinnaberinus (Scopoli, 1763) und seine aktuelle Verbreitung in Österreich*. Wissenschaftliches Jahrbuch der Tiroler Landesmuseen, S. 145–159.
- Ehrhardt, W. (1998): Glasflügler – Falter auf gläsernen Flügeln, AFZ/Der Wald 6, S. 312–313
- Eitschberger, U. (2009): Beobachtungen zur Biologie von Cossus cossus (Linnaeus, 1758) (Lepidoptera, Cossidae), Atalanta 40 (1/2): 525–528
- Füldner, K.; Damm, M. (2002): Die Makrolepidopterenfauna der Zitterpappel (Populus tremula L.) in: Waldmantelgesellschaften in Südniedersachsen (Lepidoptera), Nachr. entomol. Ver. Apollo, N. F. 23 (1/2), S. 89–96.
- Fuhrmann, M. (2017): Über den Widerfund des Großen Pappelprachtkäfers (Poecilonota variolosa (Paykull, 1799)) für Hessen im NSG Kahle Haardt bei Vöhl (Insecta: Coleoptera, Buprestidae), Phillippia 17 / 2, S. 183-185.
- Georgi, R.; Helbig, C.; Schubert, M. (2012): Der Rote Pappelblattkäfer in Kurzumtriebsplantagen, AFZ-Der Wald (12), S. 11–13
- Georgi, R.; Müller, M. (2013): Schadinsekten und Krankheiten in Kurzumtriebsplantagen, DLG-Merkblatt 392, 49 S.
- Georgi, R.; Helbig, C.; Müller, M.; Graichen, K.; Schubert, M. (2013): Blattwespen-Massenvermehrung in Kurzumtriebsplantagen mit Pappel, AFZ-Der Wald (4), S. 14–16.
- Hacker, H. (1998): Schmetterlinge und Sträucher. in: Sträucher in Wald und Flur, Landsberg Ecomed, S. 286–312
- Hacker, H.; Müller, J. (2006): Die Schmetterlinge der bayerischen Naturwaldreservate, Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Entomologen e.V., Bamberg, 272 S.
- Hartmann, G.; Butin, H. (2017): Farbatlas Waldschäden, Ulmer-Verlag, 268 S.
- Helbig, C.; Landgraf, D. (2009): Verstärkter Käferbefall bei Pappel im Kurzumtrieb, AFZ-Der Wald (22), S. 1206–1207
- Horák, J.; Vávrová E.; Chobot, K. (2010): Habitat preferences influencing populations, distribution and conservation of the endangered saproxylic beetle Cucujus cinnaberinus (Coleoptera: Cucujidae) at the landscape level. European Journal of Entomology 107. S. 81–88
- Klausnitzer, B.; Klausnitzer, U.; Wachmann, E.; Hromádko, Z. (2016): Die Bockkäfer Mitteleuropas, Band 2. Die neue Brehm Bücherei, Bd. 449, Verlags KG Wolf, 692 S.
- Kusbach, A.; Sebesta, J.; Hruban, R.; Peska, P.; Rogers, P.C. (2024): Eurasian aspen (Populus tremula L.): Central Europe’s keystone species ‘hiding in plain sight’ PLOS ONE https://doi.org/10.1371/journal.pone.0301109, S. 1–20.
- Lackner, T., Reger, B., Tobisch, C., Zahner, V. (2024): The Potential of Artificial Snags to Promote Endangered Saproxylic Beetle Species in Bavarian Forests, Diversity 16, 270
- Landgraf, D.; Helbig, C. (2011): Keulhornblattwespen an Pappeln in Kurzumtriebsplantagen, AFZ-Der Wald (10), S. 14–15
- Liesebach, M.; Stephan, B.R. (1995): Pilzbefall und Schädlinge an Aspe im Kurzumtrieb, Mittlg. d. BBA, Heft 310, S 141–148
- Möller, G.; Grube, R.; Wachmann, E. (2006): Käfer im und am Wald, Fauna-Verlag, 334 S.
- Perny, B.; Völkl, M. (2009): Schäden durch Keulhornblattwespen an Pappeln auf Energieholzflächen. In: Forstschutz Aktuell, 2009 (48), S. 15–17
- Pühringer, F. (1994): Zur Biologie der oberösterreichischen Glasflügler (Lepidoptera, Sesiidae), Entomologische Arbeitsgemeinschaft Salzkammergut, Jahresbericht, 83 S.
- Reichholf, J. H. (2006): Die Schwarzpappel (Populus nigra L.) als Nahrungspflanze für Tiere, speziell Schmetterlinge, LWF-Wissen 52, S. 27–34.
- Reichholf, J. H. (2013): Funde von Bergahorn-Kugelgallen und Zitterpappel – Gallmilben am Mittleren Inn, Oberbayern. Mitteilungen der Zoologischen Gesellschaft Braunau, Band. 11, Nr. 1, S. 153–156
- Roloff, A. (2026): Baum des Jahres 2026: Die Zitter-Pappel (Populus tremula), Ginkgo-Blätter, Kurzmitteilungen der DDG Nr. 185, Januar 2026, S. 44–49.
- Schmidt, O. (1998): Die Tierwelt des Weichlaubholzes. LWF aktuell 15, S. 14–18.
- Schmidt, O. (2019): Vielfältige Pionierbaumarten, LWF-aktuell 3/2029, S. 33–38.
- Schmidt, O. (2021a): Wo ist der Pappelspinner geblieben? AFZ/Der Wald 16/2021, S. 33–36.
- Schmidt, O. (2021b): Artenvielfalt auf Wald- und Parkbäumen. Veitshöchheimer Berichte 190, S. 151–160.
- Schmidt, O. (2026a): Zitterpappel ist Baum des Jahres 2026, LWF-aktuell 156, 1/2026, S. 16–17.
- Schmidt, O. (2026b): Gallen und Milben an Aspe, AFZ/Der Wald 12, S. 17–19
- Schmidt, O. (2026c): Zur Insekten- und Milbenfauna an der Zitterpappel (Populus tremula L.), Mittlg. d. Deutsch. Dendrolog. Ges. MDDG 111, (im Druck)
- Schmidt, P.A.; Hecker, U. (2020): Die wildwachsenden und kultivierten Laub- und Nadelgehölze Mitteleuropas, Quelle & Meyer, 671 S.
- Schuch, S.; Kahnis, T.; Floren, A.; Dorow, H.O.; Rabitsch, W.; Gossner, M. M.; Blank, S. M.; Liston, A.; Segerer, A. H.; Sobczyk, T.; Nuss, M. (2024): Die Bedeutung von Gehölzen für einheimische, phytophage Insekten, Natur und Landschaft 99 (4), S. 174–179
- Schütt, P.; Schuck, H.J.; Stimm, B. (1992): Lexikon der Baum- und Straucharten. Weinheim, Wiley-VCH, 579 S.
- Schwerdtfeger, F. (1951): Pappelkrankheiten und Pappelschutz, in: Das Pappelbuch, Verlag des Deutschen Pappelvereins, Bonn, S. 155–186.
- Simon, P. (2010): Beobachtungen über Cossus cossus (Linnaeus, 1758) in Zitterpappel, Atalanta 41 (1/2) Würzburg, S. 281–283.
- Spohn, M.; Spohn, R. (2016): Bäume und ihre Bewohner, Haupt-Verlag, 302 S.
- Worrell, R. (1995): European Aspen (Populus tremula L): a review with particular reference to Scotland I. Distribution, ecology and genetic variation Forestry, Vol. 68, No. 2, S. 93–105.
- Zahner, V. (1997): Einfluss des Bibers auf gewässernahe Wälder, Herbert Utz Verlag, München, 321 S.
- Zahner, V.; Lackner, T.; Tobisch, C.; Reger, B. (2021): Abschlussbericht – Biotopstümpfe (Hochstümpfe) als Lebensraum für xylobionte Artengemeinschaften. Teil 3. Studie einer unechten Zeitreihe. Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Institut für Ökologie und Landschaft. (37 S.), letzter Zugriff 07.04.2026.
Beitrag zum Ausdrucken
Weiterführende Informationen
Autoren
- Olaf Schmidt
- Anna Kanold
- Julia Landgrebe

