Eine Gruppe von Kindern steht in einem Laubwald.

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Monika Arzberger, Anika Gaggermeier und Michael Suda
Der Wald: ein Wohlfühlraum - LWF-aktuell 107

Die Zahl der Waldbesuche in Deutschland beläuft sich auf circa zwei Milliarden jährlich. Bürgerinnen und Bürger finden einen Ort des Wohlempfindens im Wald und gehen darin Aktivitäten nach. Unser Beitrag geht der Frage nach, wie die Menschen das »grüne Band der Sympathie« mit unterschiedlichen Rationalitäten betrachten und die Forstwirtschaft mit ihren Bewirtschaftungsmaßnahmen die Vorstellungen der Erholungssuchenden beeinflusst – oder auch nicht.

Personen auf einem WaldwegZoombild vorhanden

Abbildung: Zwei Milliarden Mal im Jahr gehen die Deutschen in
ihren Wald, zumeist um dort Erholung zu suchen und zu finden. Foto: R. Sturm, www.pixelio.de

Die Beziehung der Öffentlichkeit zum Wald genießt, seit wir historisch von Forst sprechen, die besondere Aufmerksamkeit von Förstern und Forstwirtschaft ganz allgemein. Zuletzt hat sich 2009 eine EU-weite quantitative Studie der Europäischen Union (European Commission 2009) mit dem Thema Shaping forest communication in the European Union: public perception of forests and forestry (Die Gestaltung von »Wald-Kommunikation« in der Europäischen Union: Die öffentliche Wahrnehmung der Wälder und der Forstwirtschaft) befasst.

Demnach haben sich die Erwartungen der europäischen Öffentlichkeit an Wald und Forstwirtschaft in den vergangen Jahren deutlich verschoben. Das traditionelle Bild vom Rohstofflieferanten und Erholungsort Wald hat sich verändert hin zum Ort der Ökosystemdienstleistungen, der gemanagt und geschützt werden muss (European Commission 2009: S. 123).

Dennoch, die Erholung im Wald hat für die Menschen noch immer eine hohe Bedeutung. Kleinhückelkotten et al. (2009: 11ff) kommen in ihrer deutschlandweiten Befragung zu dem Ergebnis, dass 70% der befragten Öffentlichkeit davon überzeugt ist, dass Waldbesuche ihre Lebensqualität deutlich erhöhen; 49% gaben an, dass sie einen Waldbesuch genießen.

Die Notwendigkeit, Kommunikation über Wald an regionalen Besonderheiten auszurichten, betonen beide Studien. In dem ST-Forschungsprojekt Entwicklung und Erprobung von Methoden der Beteiligung und Akzeptanzsteigerung für die Bewirtschaftung von Kommunalwäldern haben wir konkret die Wahrnehmung der lokalen Bevölkerung »ihrer« kommunalen Wälder in bayerischen Städten untersucht.

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