Eine Gruppe von Kindern steht in einem Laubwald.

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Volker André Bouffier
Stätten und Facetten einer Kastanienkultur in Deutschland – LWF Wissen 81

Einleitung

Die Edelkastanie, im 19. Jahrhundert in Abgrenzung zur Rosskastanie (wilde Kastanie) als zahme, echte, süße oder gute Kastanie /Castanie bezeichnet, gehört zu den ältesten Kulturpflanzen. In den meisten Regionen Deutschlands kann sie als archäophytisches (also vor 1492 eingeführtes) Gehölz angesprochen werden. Der überaus nützliche Baum (Frucht, Laub, Holz usw.) war so wertvoll, dass man seine Kultur auch außerhalb des »Weinbauklimas« – teils erfolgreich – versuchte.

So erklären sich viele rezente Vorkommen im Norden, Süden und Osten Deutschlands. Und so erklärt sich auch die schnelle, anthropogen bedingte Verbreitung von ihren ursprünglichen Vorkommen, z. B. im Kaukasus, über fast ganz Europa. Im Mittelalter stand die kalorienreiche Frucht im Vordergrund der Bewirtschaftung, wie es am Beispiel der Kastaniengärten in Dannenfels (Bouffier 2011a und b) und im Taunus (Bouffier 2006 und 2007) nachgewiesen werden konnte. Sekundär nutzte man natürlich auch das wertvolle Holz, z. B. im Weinbau (»Kammertbau«) an der pfälzischen Haardt (Scharff 1995) oder man gewann daraus Gerbstoff.

Die Edelkastanie ist insbesondere ein landschaftsprägender Charakterbaum der historischen – z. B. Vordertaunus (Bouffier 2004) – und heutigen Weinbauregionen (z. B. Ortenau, Badische Bergstraße, Pfalz, sächsisches Elbtal, Rheingau und Elsass). Sie hat in Deutschland eine spezifische Kastanienkultur hervorgebracht, die sich in der Literatur, Kunst, Sprache, im Brauchtum, im Rechts- und Wirtschaftswesen und im Obst-, Wein- und Waldbau facettenreich zeigt. Ihre gartenkünstlerische Verwendung als Solitär, Baumgruppe, Allee (Dreisvogt-Prause 2011), Kastanienhain, »Châtaigneraie« oder Kastanienwäldchen ist in vielen historischen Gärten erlebbar.

Man denke dabei nur an die »Maronniers« in Potsdam-Sanssouci, die »Châtaigneraie« am Karlsberg (bei Homburg) mit den heute noch vorhandenen altehrwürdigen »Herzogskastanien «, die Kastanienwäldchen im Schlosspark Kirchheimbolanden (Bouffier 2011c) und in Wernigerode am Harz (Wegener und Quitt 1985). Sie ist immer auch Sinnbild südlicher, heiterer Landschaften. Es hängt wohl mit der »Italien-Sehnsucht« der Deutschen zusammen, dass man sie vielfältig in historischen Gärten gartenkünstlerisch thematisierte; nicht zuletzt auch am Schloss Stolzenfels bei Koblenz und im bayerischen Klingenberg am Main, wo 2011 ein »Esskastanien- Lehrpfad« eingerichtet wurde (Bouffier 2016).

Im Gegensatz zu immergrünen Zypressen und »ewigen Frühling verheißenden« Pomeranzen aus den Ländern, »wo die Zitronen blühen«, ließ sich die Edelkastanie langfristig und nachhaltig in Deutschland »im Freien« etablieren. Vielen europäischen Kulturlandschaften, etwa der französischen Ardèche, dem Limousin, der Toskana, dem Tessin, dem Bergell oder Südtirol, hat die Edelkastanie ihr eigenes südliches Gepräge verliehen. J.-R. Pitte (1986) bezeichnet diese in seinem gleichnamigen Buch als »Terres de Castanide«. Es sind Landschaften, in denen die Edelkastanie das Landschaftsbild prägt und eine mit ihr einhergehende Kastanienkultur hervorgebracht hat (Kastanienwälder, teils terrassierte lichte Kastanienhaine mit Baumveteranen, landschaftstypische Dörrhäuser, mit Granitplatten bedeckte »Bienenkörbe« aus hohlen Kastanienstämmen etc.).

Vor allem in den einst armen und unzugänglichen Gebirgsregionen der französischen Cévennen, wo es an Getreide mangelte, war sie Bestandteil des Lebens von der Wiege bis zur Bahre. So ist es zu verstehen, dass einige Autoren wie Bruneton-Governatori (1999), Sauvezon und Sunt (2000) und Sauvezon (2003) für bestimmte Regionen in Südeuropa von einer Kastanienzivilisation sprechen.

Historische Vorkommen der Edelkastanie

Bereits im 16. Jahrhundert werden Vorkommen der Edelkastanie im Hofgarten auf dem Burgberg der Trausnitz in Landshut beschrieben (Richardi 1975). Dort heißt es, dass am klimatisch begünstigten Südhang im Jahre 1578 der lothringische Gärtner Morin mit der Anlage eines Lustgartens für den bayerischen Herzog Wilhelm beauftragt wurde.

In ihm fand man neben Edelkastanien, Maulbeerbäumen und Spalierobst auch Weinreben; sogar die Ananas wurde als edle Frucht mit Erfolg kultiviert. Ende des 18. Jahrhunderts fand eine Forcierung der Anbauten mit Edelkastanien in vielen Hofgärten statt:

Forestalia, »Die Anpflanzung Acacien und Castannien Bäumen im Ober Amt Zweibrücken betreffend«

Plan zur Anlage eines »Castanien Walds«Zoombild vorhanden

Abb. 1: Plan zur Anlage eines »Castanien Walds«. (Quelle: Landesarchiv (LA) Speyer)

Der »Mangel des Holzes« (Petri 1793, Vorrede) bewog Ende des 18. Jahrhunderts August Petri (1744 – 1809) »ersterer« Hofgärtner in Zweibrücken, eine »Auf Erfahrung gegründete Anleitung nützliche Waldungen von allerlei Holzarten, welche in unserem Himmelsstrich gedeihen ...« zu veröffentlichen. Darin beschreibt er sein im Oktober 1766 aus Paris ins Herzogthum Zweibrücken eingeführtes Saatgut der Robinie (Petri 1793, S. 5) sowie die erfolgreiche Aussaat und Verschulung in den folgenden Jahren im Schlossgarten zu Zweibrücken.

Er sah seine Aufgabe als Hofgärtner jedoch nicht nur darin, Ziergehölze für die Schlossgärten zu kultivieren, seine Versuche mit »Acacien« auf dem Carlsberg (bei Homburg) auszudehnen, sondern auch »Wald anzulegen « (Petri 1793, S. 15) und 1795 eine Forstverordnung zu veröffentlichen. Er stellte Pflanzversuche mit vielen in Deutschland eingeführten Gehölzen, insbesondere der favorisierten Akazie an, von der man sich hohe Erträge erhoffte. Die Edelkastanie war spätestens seit der Römerzeit in der Pfalz und im Elsass etabliert und bewährt, so dass er auf Saatgut /Jungpflanzen aus dem Elsass zurückgreifen konnte.



Im Landesarchiv Speyer ist eine Kostenaufstellung (paginierte Akte) von der Anlage eines kleinen Kastanienwalds (Abbildung 1) erhalten, die uns zudem Aufschluss über die Lage gibt:

Verzeichniß der Kosten von Anlegung eines Castanien Walds beym Caplaney Hof (Abbildung 1).
  1. baum fuhrlohn von Rappoltsweiler
    [Elsass] hierher:
    6 fl. 52 ½ kr


  2. fuhrlohn auf den Caplaney Hof:
    45 kr


  3. Sezzer [Setzer bzw. Pflanzer] Lohn:
    3 fl.


  4. fürs beyhaften und Zubinden mit Dörner
    [Verbissschutz mit Schlehenzweigen]:
    6 fl.


  5. für 312 Stück Pfähle:
    10 fl. 24 kr


  6. Vergütung für das Land welches von
    Herzog Renth: bestimt werden wird
Seite 69:
N. 207

Extractus
Fürstlich Pfalz-Zvveybrückischen
Forst-Protocolli de Anno 1790

Exhibitum de Votum humillimum
No. 160

»Forst Secretarius Wernher berichtet ad A. 2884. de a. p. über den Zustand, der nach Decreto clement. vom 24. Jenner [Januar] 1788 angelegten Acacien und Castanien Plantagen, daß die zu Meisenheim und dahier in gutem Flor stünden und sehr bald die übrige Ober- und Aemter mit jungen Pflanzen glücklich versehen könnten. Seiner Herzoglichen Durchlaucht ad Decretum Ministeriale vom 3. t v. Monath unterthänigst zu übergeben, dafürhaltend daß nach dem Antrag gedachten Forst Secretarii zu verfahren seyn mögte.

Zweybrücken den 11. t. Jenner 1790.

Wernher Jacobi Simon«


(Archivalie: LA Speyer Bestand: B 2, Nr. 408/2)

Heute befinden sich dort keine Edelkastanien mehr. Aber vielleicht fanden sie von dort ihren Weg in andere Landesteile, wie z. B. dem heutigen Saarland.

Edelkastanien in großem Stil durch Hofgärtner in Oranienstein vermehrt

Schloss Oranienstein bei Diez an der Lahn / Hessen wurde Ende des 17. Jahrhunderts durch Albertine Agnes von Nassau-Diez (1634 – 1696), einer Prinzessin von Oranien, erbaut. Von 1815 bis 1888 diente das Schloss als Jagd- und Sommersitz der Herzöge von Nassau. Eine Gedenktafel am Schloss erinnert an die Folgenutzung als Königlich-Preußisches Kadettenhaus Oranienstein von 1868 bis 1920. Heute hat eine Kommandostelle der Bundeswehr dort ihren Sitz.

Oranienstein war ein Fokus der Gartenkultur für die Region. So wurde der Oraniensteiner Hofgärtner gemäß der unten angefügten Regierungs-Acta beauftragt, »Welschnüsse und zahme Castanien« also Walnuss (Juglans regia) und Edelkastanien (Castanea sativa) zu kultivieren.
Alte Fotografie einer EdelkastanieZoombild vorhanden

Abb. 2: Castanea vesca in Geesthof (Foto: Bildarchiv der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft (BA DDG))

Regierungs-Acta.
Die in hiesigen Landen einzuführende Anpflantzung der Kastanien-Bäume betr. 1781.
Schreiben der Regierung Dillenburg an die F[ürstliche] Rentkammer: »Dillenburg, 13. Nov. 1781.

Bekanntlich sind seither in hiesigen Landen wenig oder keine zahme Kastanien auch wenige Welschnüsse gezogen worden. Der Boden und das Klima scheinen indessen hierzu an vielen Orten, sonderlich aber im Dietzischen und Hadamarischen nicht ganz untauglich zu seyn. Man kennt Gegenden im Markgräfl[ich] Badischen, die mit den besten Gegenden in hiesigen Landen in Ansehung der Güte des Bodens und der Wärme des Klimas nicht in Vergleichung gezogen werden können und wo dennoch diese Früchte sehr gut fortkommt[en] und ihre völlige Reife erlangen.

Man giebt daher der etc. zur näheren Prüfung und allenfälligen Verfügung anheim, ob nicht so wohl dem hiesigen als dem Oraniensteiner Hofgärtner aufzugeben sey, mit Pflanzung dieser Bäume einen Versuch zu machen des Endes noch in diesem Spätjahr eine hinlängliche Anzahl derer besten eigens von Franckfurt zu verschreibenden Italienischen grosen zahmen Castanien sowie eine gleiche Anzahl der besten Welschnüsse zu stecken und Bäume daraus anzuziehen als auch junge Bäume kommen zu lassen, wozu dermalen nach beigehendem Avertissement eine um so schicklichere Gelegenheit seyn dürfte, als die darinnen zum Verkauf angebottene Stämme in einer kalten Gegend gezogen worden.«


(Es folgen die Paraphen von 7 Regierungsmitgliedern, der erste v. Pr[euschen] ist der Regierungspräsident der nassau-oranischen Landesregierung in Dillenburg), HHStAW Abt. 172, Nr. 1752

Die bereits zuvor erwähnten Baumarten Walnuss und Edelkastanie finden sich heute in / um Oranienstein nicht mehr, jedoch existieren im französichen Garten in Formschnitt gehaltene Kugeln aus Hainbuchen und Baumbestand aus Linden und Rosskastanien. Den linken Schlossflügel flankiert eine alte und malerische gewachsene Säulen- oder Pyramiden-Eiche (Quercus robur ›Fastigiata‹). Im englischen Landschaftspark fällt vor allem eine Schwarzkiefer (Pinus nigra) ins Auge.

Das dendrologisch bemerkenswerteste Gehölz des Parks ist jedoch ein amerikanischer Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera), der bereits 200 Jahre alt sein soll. Er befindet sich auf dem Weg vom Gartenkabinett durch die mit Glyzinien berankten Pergolengänge nahe dem Blumengarten zum Belvedere, von welchem aus sich ein schöner Blick ins Lahntal bietet.

Historische Edelkastanie bei Hechthausen / Niedersachsen, nach Marschalck (1914)

»Eine prachtvoll gewachsene alte echte Kastanie, Castanea vesca, steht auf dem Fideikommiß Geesthof bei Hechthausen (Bez. Stade) [Abbildung 2]. Es ist wahrscheinlich, daß der Baum schon älter als 200 Jahre ist, denn aus dem Jahre 1708 findet sich im Gutsarchiv eine Rechnung über Parkbäume und Sträucher, unter denen auch echte Kastanien genannt sind, die einer meiner Vorfahren kommen ließ.

Die Höhe des Baumes beträgt 22,40 m, der Stammumfang bei 1 m Höhe ist 4,30 m, der Kronendurchmesser 17 m. Über Krankheiten dieser Kastanie ist mir nichts bekannt. Obwohl sie ziemlich frei steht, hat sie durch Sturm bisher nicht gelitten; auch strenge Winter scheinen ihr nicht geschadet zu haben, denn jedes Jahr reiften ihre Früchte zu einer respektablen Größe, wie andere Kastanien hier zu Lande sie nie erreichten. Selbst nach dem Winter 1911/12, als in hiesiger Gegend alle Walnußbäume erfroren und im Herbst darauf nicht trugen, waren die Früchte dieser Kastanien wie sonst reif und sehr groß.«

Hutloh.

M. Frhr. von Marschalck

Einige besondere rezente Vorkommen der Edelkastanie in Deutschland

Aufgeführt werden Solitäre, Naturdenkmäler, Baumgruppen, Plantagen, Baumreihen und Alleen sowie Hochwälder nach Bundesländern untergliedert.

Baden-Württemberg

Edelkastanie vor einem HausZoombild vorhanden

Abb. 3: 200-jährige Edelkastanie der Domprobstei (Foto: V. A. Bouffier)

Eine als ND (Naturdenkmal) ausgezeichnete Edelkastanie (Castanea sativa) befindet sich am See im Schlosspark Karlsruhe; in den letzten Jahren stand sie bereits Anfang Juni in voller Blüte. Phänologisch betrachtet ist dies mit der zeitigste Blühbeginn in Deutschland, z. B. im Vergleich zu Tharandt, Elbtal / Sachsen (siehe Bouffier 2009).

In der 1888 vom Badischen Hofgärtner Graebener veröffentlichten Gehölzliste des Karlsruher Schlossgartens beschrieb er den Baum wie folgt: »Castanea sativa Mill., Höhe 24 m, Umfang [hier in 1 m Höhe über dem Boden gemessen] 5,90 m. Dieser Baum teilt sich in einer Höhe von 1,80 m in 2 Hauptäste [Hauptstämme], deren einer 4,10 m, der andere 3,60 m Umfang hat « (Graebener 1888, S. 556).

9,59 m StU (Stammumfang) hatte sie im Jahre 2015 und gilt mit diesem Gesamtumfang als stärkster Baum im Schlosspark Karlsruhe. Als Zwiesel legte sie natürlich weit schneller an StU zu. Sie zählt auch bundesweit zu den mächtigsten Exemplaren der Edelkastanie, ist ergo Rekordbaum in Baden-Württemberg. Im Jahre 2012 wurde seitens der IG Edelkastanie bei der Ausweisung eines bundesweiten Rekordbaumes von Castanea sativa der einstämmigen Edelkastanie in Dannenfels / Rheinland-Pfalz mit ca. 9 m StU der Vorzug gegeben (Bouffier 2012).

Mehrere Fotos ab 1900 zeigen die Entwicklung des Baums bis heute (siehe Bouffier 2018).

Bayern

Edelkastanie vor einem HausZoombild vorhanden

Abb. 4: Solitäre Edelkastanie (V. A. Bouffier)

Die ursprünglich barocke Anlage der Dompropstei (Domstr. 5) in Bamberg wurde im Jahre 1804 unter Dompropst Josef Georg Freiherr Hutten von Stolzenberg im landschaftlichen Stil umgestaltet. Aus dieser Zeit stammt wahrscheinlich auch die mächtige Edelkastanie (4,69 m StU in 2009, 4,90 m StU in 2018), deren Krone tief ansetzend weite Teile des Innenhofes beschirmt (Abbildung 3). Dieser Baum mag als Beispiel für viele gut gepflegte und langfristig geschützte Bäume, historische Gärten und Friedhöfe im Besitz von Kirchen, Klöstern und Stiftungen stehen, die in unserer schnelllebigen Zeit eine wohltuende Kontinuität und Ruhe ausstrahlen.

Einen prominenten Standort hat die Edelkastanie (2,79 m StU im Mai 2018) rechts vom Pavillon im Rosengarten der Neuen Residenz in Bamberg inne, wo früher eine 250-jährige Blutbuche mit 4 m Umfang die Szenerie beherrschte, was anhand mehrerer Fotos aus dem Bildarchiv der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft belegt werden kann (siehe BA DDG IV D 51).
Eine der schönsten solitären Edelkastanien Bayerns wurde um 1870 nach Auskunft der Eigentümerin auf einem landwirtschaftlichen Hof im Ortsteil Geisenbrunn (Gemeinde Gilching) im Landkreis Starnberg gepflanzt (Abbildung 4).

Vor einigen Jahren hatte Dominik Ludwig vom Stadtforst Klingenberg die Idee, einen Esskastanien-Lehrpfad einzurichten, um allerlei Wissenswertes zu Castanea sativa auf einem Rundweg zu präsentieren. Nun wissen wir nur zu gut, dass es deutschlandweit viele Baum- und Waldlehrpfade gibt, die ihrem Namen und Bildungsauftrag nicht gerecht werden.

Der 2011 verwirklichte Lehrpfad in Klingenberg ist hingegen eine sehr lobenswerte Ausnahme, denn er führt auf einer Länge von 2,6 km durch diverse Waldbilder (Niederund Hochwald) mit Edelkastanien, zeigt interessante Skulpturen aus dem Holz der Baumart und vermittelt auf 13 thematisch ausgewogenen Lehrtafeln in Form des gezähnten Kastanienblattes, viel Wissen zu diesem besonders in Weinbauregionen verbreiteten, wertvollen Gehölz.

Hessen

Alte Fotografie einer EdelkastanieZoombild vorhanden

Abb. 5: Edelkastanie (5 m StU) im ehemaligen Garten von Oberstleutnant Hübsch (1926) (Foto: BA DDG)

Viele »Kastanienstücke« im Vordertaunus / Hessen – mit ertragreichen Sorten der Edelkastanie im Erwerbsobstbau – wurden spätestens Ende des 19. Jahrhunderts in weitläufige Villenparks und Landschaftsgärten umgewandelt, nachdem Maronen günstiger aus dem Ausland importiert werden konnten. Dabei beließ man die malerischen alten Edelkastanien und integrierte, dem Zeitgeschmack entsprechend, seltene Koniferen (Bouffier 2006). Das bekannteste Beispiel hierfür ist Schloss Friedrichshof in Kronberg im Taunus. Die meisten alten Edelkastanien sind dort mittlerweile abgestorben, die neu eingebrachten Douglasien, Zedern, Tannen, aber insbesondere die vielen Mammutbäume prägen den Park bis heute.

Einige Gärten mit ehemaligen Kastanienhainen lassen sich noch anhand alter »Zeugenbäume« belegen. Durch Oberstleutnant a. D. Hübsch (1926) wissen wir von einem ca. 200-jährigen Kastanienhain in Bad Homburg, den er nebst Foto in einer Kurzmitteilung in den MDDG, den Mitteilungen der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft, beschreibt: »Die Eßkastanie, deren mächtiger Stamm hier abgebildet ist [Abbildung 5], steht in meinem Garten in Bad Homburg. Höhe etwa 30 m, Stammumfang in Brusthöhe 5 m, Kronendurchmesser 23 m, Alter unbekannt. Der Baum bringt jährlich 50 – 80 kg große, reife Früchte, die im Haushalt Verwendung finden. In der Nähe dieses Baumes stehen noch mehrere andere alte Kastanienbäume; die Früchte aller dieser Bäume sind in Größe und Farbe verschieden«.

Die oben erwähnte Edelkastanie konnte mit dem Foto von ca. 1926 aus dem Bildarchiv der DDG (Abbildung 6) schließlich beim Besuch von Reimers Garten in Bad Homburg dem heute noch vorhandenen Baum zugeordnet werden (Abbildung 6). Sein Stammumfang ist von 1926 mit 5 m auf 7,60 m in 2017 gewachsen. Somit hat er in 91 Jahren 2,60 m zugelegt (2,8 cm /a), was auf die Zwieselbildung in etwa 3 m Höhe zurückzuführen ist, da beide Stämme separat Zuwachs zeitigen. Seine ehemaligen Nachbarn bzw. der frühere Kastanienhain sind nicht mehr vorhanden.
Große EdelkastanieZoombild vorhanden

Abb. 6: ... derselbe Baum (Foto: V. A. Bouffier)

Ein ehemals berühmter über 200-jähriger Kastanienhain in der Nähe des Jagdschlosses Platte (bei Wiesbaden), der durch große, weit ausladende Bäume mit tief ansetzenden Kronen gekennzeichnet war (wie Eichen im Hutewald), ist nach Aufgabe der Bewirtschaftung durch Pioniergehölze und aufkeimende Edelkastanien schließlich durch seine eigene Verjüngung ausgedunkelt und zum Absterben gebracht worden. Die ehemals obstbauliche Nutzung der gesuchten Früchte ist in eine waldbauliche Bewirtschaftung übergegangen.

Südlich von Wiesbaden, direkt an der Rheinpromenade gelegen, erstreckt sich das dreiflügelige, Anfang des 18. Jahrhunderts im französischen Orangeriestil erbaute Barockschloss Biebrich. Zusammen mit dem umgebenden Park nimmt es eine Fläche von circa 35 ha ein. Das unter Maximilian von Welsch entstandene barocke Lustschloss mit einer zentralen Rotunde, wurde 1734 – 1745 zu einer dreiflügeligen Schlossanlage erweitert. Ursprünglich war es von einem Barockgarten umgeben, der ab 1817 durch den Gartenkünstler F. L. v. Sckell in einen englischen Landschaftspark umgestaltet wurde.

Johann Wolfgang von Goethe hat den Schlosspark vor über 200 Jahren als Gast von Friedrich August, dem Herzog von Nassau, besucht. Er berichtet darüber in einem Brief vom 8. August 1814 an seine Frau Christiane: »Gestern war ich in Biebrich zur Tafel, die Herrschaften sehr gnädig und freundlich. Der Gesellschaftssaal eine Galerie, man sieht an einer Seite den Rhein, an der andern den Lustgarten. Es ist völlig ein Märchen. ... Die Vegetation im Garten und Park sehr lebhaft. Platanen von großer Schönheit, so auch babylonische Weiden von außerordentlicher Größe«.

1987 wurden dort Edelkastanien-Hochstämme in der »Dicken Allee« als Ersatz für die abgängigen Rosskastanien gepflanzt. Leider konnte kein einheitlicher Alleencharakter mit Castanea sativa entstehen, da der Naturschutz den Erhalt ökologisch wertvoller Rosskastanien- Einzelbäume für wichtiger ansah. Die zwischen die Rosskastanien gepflanzten Edelkastanien entwickeln sich schlechter, und die alten Rosskastanien wirken durch den Befall der Miniermotte wenig vital.

Niedersachsen

Die Edelkastanien-Allee im Schlosspark Lütetsburg bei Norden wurde nach dem II. Weltkrieg angelegt und ist Teil eines ab dem Ende des 18. Jahrhunderts entstandenen dendrologisch wertvollen Landschaftsparks, der für seine Rhododendron- und Azaleenblüte bekannt ist. So »hoch im Norden« gedeihen die Edelkastanien noch prächtig! (Abbildung 7).

Im Stadtforstamt Hameln, Revier Heisenküche / Weserbergland besteht ein (2010) 155-jähriger Bestand aus Edelkastanien. In Niedersachsen wurde sie spätestens im frühen 17. Jahrhundert durch Otto I. von Münchhausen in den Schloss- und Gartenanlagen von Schwöbber kultiviert, wo auch eine gelbbunte, panaschierte und heute sehr seltene Ziersorte bekannt war (siehe Cover der Beiträge zur Gehölzkunde 2009, hrsg. von der Gesellschaft Deutsches Arboretum e. V.).
C. C. L. Hirschfeld schreibt 1788 im Handbuch der Fruchtbaumzucht, Erster Theil, S. 95: »Der Kastanienwald bei Schwöbbern, zwischen Hameln und Pyrmont, trägt reichlich Früchte.« Seite 104: … »sondern ist auch stark gegen die härtesten Winter, die er in den Jahren 1709 und 1740 zu Schwöbbern glücklich ausgehalten hat, wo die Stämme alle gegen Norden und im schlechten trocknen Lande stehen« …

Vielleicht fanden die Edelkastanien ihren Weg über Schwöbber nach Hameln, Rinteln, Hessisch Oldendorf und Grohnde, wo sich noch heute eine Plantage befindet. Oberhalb von Schloss Schwöbber steht auf dem Weg zur Försterei im Bestand ein etwa 200 bis 250-jähriges Exemplar mit 5,65 m Stammumfang (2015, Abbildung 8).

Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen hat die größte Anzahl teils über 200-jähriger Alleen aus Edelkastanien, z. B.
  • Schloss Dyck (Dreisvogt-Prause 2011),
  • bei Hamminkeln (Bouffier 2013a, S. 236),
  • Haus Roland, Grafenberg bei Düsseldorf,
  • Bad Honnef bzw. auf dem Drachenfels bei Königswinter (Bouffier 2014),
  • Alleen in der Bönninghardt (Broecheler 2017),
  • mehrere Alleen in und um Aachen

Rheinland-Pfalz

Viele pfälzische Kastanienhaine, die Julius Wilde (1936) noch in Wort und Bild beschrieb, gibt es heute nicht mehr. Sie wurden spätestens nach dem II. Weltkrieg gerodet und in landwirtschaftliche Flächen umgewandelt, z. B. der berühmte Kastanienhain in Weisenheim am Berg in der damals noch bayerischen Pfalz (Rueß 1922). Erhalten haben sich nur noch spärliche Restflächen wie die Kastanienhaine von Freinsheim und Dannenfels (Bouffier 2011a/b). Letzterer ist sicher einer der schönsten in Deutschland.

Die stärkste Edelkastanie in Trier befindet sich am Gläsgesberg, hat einen Stammumfang von 8,26 m. Auf alten Fotos scheint sie als Tiefzwiesel zweistämmig (Busch 1943, Abbildung 9).

Sachsen

Im Forstbotanischen Garten Tharandt sind noch einige Bäume aus der Gründungszeit (um 1811) erhalten, als Johann Heinrich Cotta (1763 – 1844) einem Ruf des sächsischen Königs Friedrich August I. nach Tharandt folgte, um hier seine im thüringischen Zillbach gegründete private Forstlehranstalt fortzuführen.

Am Goebel-Weg (Nähe Haupteingang) stehen auf gleicher Höhe nur etwa 8 m voneinander entfernt eine Castanea sativa (Zwiesel, 4,34 m StU in 2016, Abbildung 10) und ihre amerikanische Verwandte, Castanea dentata (2,61 m StU, bundesweiter Rekordbaum der Art, drei weitere Exemplare unterhalb am Willkomm-Weg).

Weitere starke Castanea sativa am Steilhang, darunter ein bewusst am Stammfuß eingesägter Baum. Danach folgt ein seltener Liriodendron tulipifera ‚Integrifolia‘.

An der Baumschule versammelten wir uns im Juni 2009 während der Jahrestagung der IG Edelkastanie zu einem Gruppenfoto unter einer weiteren Castanea sativa, die nach Fröhlich (1989) eine Höhe von 18 m, einen Stammumfang von 4,50 m und eine Kronenbreite von 24 m hatte. 2009 war sie dann 5,03 m stark, und bei meinem letzten Besuch am 4. Februar 2016 hatte sie 5,17 m Stammumfang erreicht.

Neben den Vorkommen im Elbtal zwischen Meißen und Dresden (Radebeul, Haus Kynast, Pillnitz, Gersdorf etc.) und Miltitz befinden sich in Tharandt die ältesten Edelkastanien Sachsens.

Während viele Edelkastanien mit Standorten im sächsischen »Tiefland« den Polarfrösten von 1928 /29 und 1956 /57 zum Opfer fielen, konnten sie sich im »Bergland« (weniger Kaltluftstau!) mit dem kontinental geprägten Klima (heiße Sommer, sehr kalte Winter) »arrangieren«.

Im Schlosspark Dresden-Pillnitz, in der Nähe des Englischen Pavillons, sind außergewöhnlich alte Bäume erhalten. So eine Platanus × hispanica (7,96 m StU) und Castanea sativa (4,62 m StU, 2016), beide um 1780 gepflanzt.
Abbildungen 7 - 10: Imposante Einzelbäume:
Edelkastanienallee

Schlosspark Lütetsburg (Foto: V. A. Bouffier)

Menschen unter einer großen Edelkastanie

Schloss Schwöbber (Foto: V. A. Bouffier)

Edelkastanie

Gläsgesberg bei Trier (Foto: V. A. Bouffier)

Edelkastanie

Forstbotanischer Garten, Tharandt (Foto: V. A. Bouffier)

Sachsen-Anhalt

Neben den Vorkommen der Edelkastanie in Wernigerode (Kastanienwäldchen in der Nähe des Lustgartens (Bouffier 2013), gibt es in Blankenburg auch eine alte Allee, deren älteste Bäume bis 200 Jahre alt sind. Da die Allee zu DDR-Zeiten nur noch sehr »lückig« war, wurden in den Jahren 1991 und 1993 laut Baumkataster über 60 circa 20-jährige Bäume ergänzt, um den Alleencharakter wieder herzustellen.

Sie erstreckt sich in steiler Hanglage auf einer Länge von circa 330 m vom Terrassengarten bis zur Höhe des ehemaligen Marstalls; sie fügt sich sehr harmonisch in die hügelige Landschaft des Harzvorlandes ein und vermittelt südliches Flair. Für das Land Sachsen-Anhalt dürfte diese Allee nach Größe, Alter und Kulturgeschichte als Bestandteil der Schlossgärten Blankenburg einzigartig sein.

Thüringen

Drei große EdelkastanienZoombild vorhanden

Abb. 11: Drei Edelkastanien (Foto: V. A. Bouffier)

Baumgruppe aus drei Edelkastanien am Kindergarten (von außen einsehbar!, Abbildung 11) in Hümpfershausen, Landkreis Schmalkalden-Meiningen. Nähe Gutshof (Feuerwehrschule) Sinnershausen mit weiteren bemerkenswerten Gehölzen wie einer Tanzlinde.
Literatur
  • Bouffier, V. A. (2004): Die Edelkastanie (Castanea sativa P. MILL.) in Hessen – Aspekte einer Kastanien-Kultur unter besonderer Berücksichtigung der Vorkommen in Kronberg und Oberursel/Vordertaunus. Mitt. Dtsch. Dendrol. Ges. 89: 107–115
  • Bouffier, V. A. (2006): Kastanienkultur in Vordertaunus. Ein einzigartiges kulturhistorisches Erbe. Jahrbuch Hochtaunuskreis. Bad Homburg. S. 23–37
  • Bouffier, V. A. (2007): Das Edelkastaniendorf Mammolshain im Taunus. Beiträge zur Gehölzkunde 17: 89–97, Rinteln
  • Bouffier, V. A. (2009): Auf den Spuren der Edel-Kastanie [Jahrestagung der IG Edelkastanie in Tharandt]. In: Baum Zeitung 43 (5): 14–16, Haymarket Media, Braunschweig
  • Bouffier, V. A. (2011a): »…wie ein Kranz ums ganze Dorf…«. Kastaniengärten und Baumveteranen der Edelkastanie in Dannenfels. Donnersberg-Jahrbuch 2011. Heimatbuch für das Land um den Donnersberg 34: 195–201
  • Bouffier, V. A. (2011b): Die Kastaniengärten in Dannenfels/ Pfalz – Baumveteranen der Edelkastanie einst und jetzt. Jahresheft Pomologen-Verein e. V., Detmold, S. 102–119
  • Bouffier, V. A. (2011c): Zur Gehölzverwendung vom späten Barock bis in die Gegenwart im Schlosspark von Kirchheimbolanden/ Pfalz. Beiträge zur Gehölzkunde 19: 129–150. Hansmann Verlag, Hemmingen
  • Bouffier, V. A. (2012): Die »Dicke Keschde«: Champion Tree 2012. In: Baum Zeitung 46 (3): 18–20, Haymarket Media, Braunschweig
  • Bouffier, V. A. (2013): Edel-Kastanien im Harz. In: Baum Zeitung 47 (5): 22–25, Haymarket Media, Braunschweig
  • Bouffier, V. A. (2013a): Dendrologische Reisenotizen – unter Berücksichtigung einiger potenzieller Champion Trees auf Bundes-, Länder- und Kreisebene – in Deutschland (II), mit zwei Exkursionen ins benachbarte Ausland. Beiträge zur Gehölzkunde 20: 210–261, Hansmann Verlag, Hemmingen
  • Bouffier, V. A. (2013b): Die Geschichte der Bildersammlung der DDG – von ihren Anfängen bis zur Schaffung eines Bildund Baumarchivs. Mitt. Deutsch. Dendrol. Ges. 98: 29–46, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart
  • Bouffier, V. A. (2014): Edel-Kastanien im Siebengebirge. In: TASPO Baum Zeitung 48 (5): 18–19, Haymarket Media, Braunschweig
  • Bouffier, V. A. (2015): Die Edel-Kastanie (Castanea sativa MILL.) – Stätten und Facetten einer Kastanienkultur in Deutschland und Europa. Hrsg. von der Zentralstelle der Forstverwaltung, Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland- Pfalz, Trippstadt. In: Mitteilung FAWF Nr. 74/15, S. 189–220
  • Bouffier, V. A. (2016): Edel-Kastanien und mehr [Jahrestagung der IG Edelkastanie 2016 in Klingenberg am Main/Bayern]. In: TASPO Baum Zeitung 50 (4): 20–22, Haymarket Media GmbH, Braunschweig
  • Bouffier, V. A. (2018): Historische und rezente Bäume im Botanischen Garten, am westlichen und östlichen Najadenbrunnen/ Schlossplatz und im Schlosspark in Karlsruhe. MDDG 103: 9-44
  • Bouffier, V. A.; Maurer, W. D. (2009): Germany. In: Avanzato, D.; Bounous, G. (eds.): Following Chestnut Footprints (Castanea spp.). Cultivation and Culture, Folklore and History, Traditions and Uses. Scripta Horticulturae 9. ISHS (International Society for Horticultural Science), Leuven, Belgium. Pp. 53–62
  • Bouffier, V. A.; Westenberger, M. (2015): 10 Jahre IG Edelkastanie. Exkursion durch die Kestenhaine im Vordertaunus. In: Jahrbuch Hochtaunuskreis 2016, Bad Homburg, S. 175–179
  • Bouffier, V. A.; Schröder, R.; Roloff, D. (2017): Auf den Spuren von Hans F. Kammeyer zu alten Bäumen im Schlosspark Dresden- Pillnitz. Mitt. Deutsch. Dendrol. Ges. (MDDG) 102: 301–316
  • Broecheler, K. (2017): Die Edel-Kastanie – Haus- und Hofbaum par excellence auf der Bönninghardt. Beiträge zur Gehölzkunde 22: 6–18
  • Bruneton-Governatori, A. (1999): Le pain de bois. Ethnohistoire de la châtaignie et du châtaignier. LACOUR-Verlag, Nimes. 533 S.
  • Busch, P. J. (1943): Naturdenkmale. Ein Heimatbuch des Trierer Raums. Verlag Aurel Bongers, Recklinghausen
  • Dreisvogt-Prause, C. (2011): Die 200jährige Edel-Kastanien-Allee von Schloss Dyck. Beiträge zur Gehölzkunde 19: 179–183. Hansmann Verlag, Hemmingen
  • Fröhlich, H.-J. (1989): Alte liebenswerte Bäume in Deutschland. Cornelia Ahlering Verlag, Hamburg
  • Fröhlich, H.-J. (1991): Wege zu alten Bäumen, Bd. 3 Rheinland- Pfalz, Saarland, WDV Wirtschaftsdienst, Frankfurt, 151 S.
  • Graebener, L. (1888): »Ehrwürdige Häupter« des Karlsruher Schlossgartens. Gartenflora 37: 554–557
  • Marschalck, M. Frhr. von (1914): Uralte Edelkastanie (mit Abbildung S. 276). Kleine Mitteilungen. Mitt. Dtsch. Dendrol. Ges. Nr. 23: 274
  • MDDG = Mitteilungen der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft
  • Petri, A. (1793): Auf Erfahrung gegründete Anleitung nützliche Waldungen von allerlei Holzarten, welche in unserem Himmelsstrich gedeihen, anzupflanzen. Jägerische Buchhandlung, Frankfurt, 104 S.
  • Pitte, J.-R. (1986): Terres de Castanide. Hommes et paysages du châtaignier de l’Antiquité à nos jours. Fayard, Paris
  • Richardi, H.-G. (1975): Die schönsten Gärten und Parks. Ein Reiseführer durch Deutschland. BLV Verlagsgesellschaft, München, 167 S.
  • Rueß, J. (1922): Die größten, ältesten oder sonst merkwürdigen Bäume Bayerns in Wort und Bild. Verlag von Piloty & Loehle, München, 43 S. und Anhang mit Auszügen aus den jeweiligen Topographischen Karten
  • Rulf (1940): Die Gehölze in Aschaffenburg und Umgebung. Mitt. Dtsch. Dendrol. Ges. 53: 122–135
  • Sauvezon, A.; Sunt, R. (2000): Châtaignes et Châtaigniers en régions méditerranéennes francaises (culture, usages, gastronomie). Edisud, Aix-en-Provence. 168 pages.
  • Sauvezon, A.; Sauvezon, R. (2003): Les trésors du châtaignier. Pérégrinations à travers les Cévennes, l’Ardèche, la Corse et autres lieux du sud de la France. Les Presses du Languedoc, Montpellier. 158 pages.
  • Scharff, M. (1995): Der Kammertbau. Zur Rekonstruktion einer historischen Reberziehungsweise in der Pfalz. Verlag der pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Speyer, 234 S.
  • Wegener, U.; Quitt, H. (1985): Das Kastanienwäldchen bei Wernigerode in historischer und landeskultureller Sicht. Beiträge zur Gehölzkunde, Berlin, S. 65–67
  • Wilde, J. (1936): Kulturgeschichte der rheinpfälzischen Baumwelt und ihrer Naturdenkmale, Thieme, Kaiserslautern.

Archivalien

  • BA DDG = Bildarchiv der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft, siehe Bouffier (2013b)
  • DDG/GDA-Bibliothek innerhalb der Fachbereichsbibliothek Forstwissenschaften (Niedersächsische Landesbibliothek) der Universität Göttingen, Büsgenweg 5, 37077 Göttingen, Christian von Schnehen-Ahrens, Tel.: 0551/39-33407, E-Mail: bbf@sub.uni-goettingen.de
  • HHStAW = Hessisches Hauptstaatsarchiv, Wiesbaden
  • LA = Landesarchiv Speyer, Bestand: B 2, Nr. 408/2

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Weiterführende Informationen

Autor

  • Volker André Bouffier