Eine Gruppe von Kindern steht in einem Laubwald.

RSS-Feed der Bay. Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft abonnieren

So verpassen Sie keine Neuigkeiten mehr. Unser RSS-Feed "Nachrichten der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft" informiert Sie kostenlos über unsere aktuellen Beiträge.

Aufruf des RSS-Feeds

Meldungen – LWF aktuell 115

Die Rubrik Meldungen enthält für Sie in aller Kürze wichtige Informationen zu Themen der Forstwirtschaft, des Naturschutzes, der Jagd und anderer relevanter Umweltbereiche in Bayern und Deutschland.

Abetz-Preis für Härtl und Spellmann

Sechs Männer stehen vor der KameraZoombild vorhanden

Abb. 1: Die Preisträger Prof. Dr. Hermann Spellmann (2.v.l.) sowie Dr. Fabian Härtl (2.v.r.) im Kreise der Jurymitglieder (Foto: M. Becker)

Am 10. Mai 2017 wurde während der jährlichen Tagung des »Freundeskreises Großprivatwald « im Schloss Clemenswerth in Sögel (Emsland) der Abetz-Preis verliehen. Mit diesem Preis werden herausragende Leistungen im Bereich der forstlichen Betriebswirtschaft in Praxis und Wissenschaft honoriert. Dr. Fabian Härtl von der TUM wurde mit dem Abetz-Förderpreis für den wissenschaftlichen Nachwuchs ausgezeichnet.

»Der mit 2.000 Euro dotierte Abetz-Förderpreis wird Herrn Dr. Härtl verliehen, weil er von Beginn seiner wissenschaftlichen Karriere an methodisch und inhaltlich Wege beschritten hat, die der Erhaltung und Steigerung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit von Forstbetrieben dienen und zukunftsweisend sind. Dabei erhält er die Balance zwischen Kritik am einseitig betriebswirtschaftlich ausgerichteten Handeln und der Betonung der Notwendigkeit von wirtschaftlichem Erfolg im Forstbetrieb «, begründet die Jury ihre Entscheidung.

Prof. Dr. Hermann Spellmann erhielt den mit 6.000 Euro dotierten Hauptpreis. Spellman ist Leiter der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt und leitet in dieser Einrichtung auch die Abteilung Waldwachstum. Er machte sich durch jahrzehntelangen erfolgreichen Einsatz für den Erhalt der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit forstlicher Betriebe durch die Verwendung geeigneter Baumarten und Waldbaumethoden verdient.

red

Vorstoß in neue Höhen

HochhausZoombild vorhanden

Abb. 2: Das höchste Holzhaus der Welt: Ein Hybridbau in Kanada (Foto: KK Law, naturally:wood)

Im Juli 2017 wurde es fertiggestellt – das höchste »Holzhaus « der Welt. Der als Studentenwohnheim genutzte Holz- Hybridbau steht im kanadischen Vancouver. Mit seinen 18 Stockwerken erhebt sich das Gebäude über 50 m in die Höhe und bietet Wohnraum für über 400 Studierende. Die vertikalen Konstruktionselemente sind zwei aus Beton errichtete Treppentürme sowie zahlreiche Stützen aus Brettschichtholz von 26 x 26 cm, auf denen 16,6 cm dicke Deckenplatten aus fünfschichtigem Brettsperrholz aufliegen.

Die Fassade besteht aus vorgefertigten Fassadenplatten in Stahlrahmenbauweise mit Holzbekleidung. Durch die Verwendung von Vollholz konnten über 2.600 m³ Beton eingespart werden, was etwa 500 t CO2-Äquivalenten entspricht.

Und noch eins konnte deutlich eingespart werden: Zeit. Nachdem die Tragstruktur aus Beton – das unterste Geschoß sowie die beiden Treppentürme – errichtet waren, wuchs der Bau jede Woche um zwei Stockwerke in die Höhe. Bauherr des Brock Commons Tallwood House ist die renommierte Universität von British Columbia.

Michael Mößnang

Hybrid-Hochhaus Externer Link

Fichte und Bier

Flasche Bier mit Karton und einem mit Bier gefüllten GlasZoombild vorhanden

Abb. 3: Waldbier mit Fichtengeschmack (Foto: ÖBf-Archiv/citronenrot)

Auf den ersten Blick wird man sich schwer tun, Gemeinsamkeiten zwischen der Fichte – unser Baum des Jahres – und dem Bier zu finden. Sind doch unsere Biergartenbäume Rosskastanien oder Linden. Eher noch kommt einem der Gedanke, dass die Biergartengarnituren meistens aus Fichtenbrettern bestehen. Wer aber denkt schon so weit, Fichten ins Bier zu schütten bzw. mit Fichten Bier zu brauen?

Ein findiger Braumeister aus Österreich, Axel Kiesbye, und die Österreichischen Bundesforste haben es dennoch gewagt, Wald und Bier zu vereinen. Auftakt war das Internationale Jahr der Wälder mit dem Tannenbier. In den Jahren darauf folgten Zirbe, Lärche und Schwarzkiefer. Im Jahr 2015 war es das Fichtenbier: neben Hopfen und Malz ein gehöriger Batzen goldfarbenes Fichtenharz.

Das Ergebnis kann sich schmecken lassen: Die verwendeten Karamellmalze verleihen dem Bier waldhonigartige Aromen, die etwas herben Aromen des Fichtenharzes entwickeln sich nach kurzer Rast im Glas und bringen dem Waldbier seine Balance. Die vanilleartige Holzcharakteristik am Gaumen harmoniert hervorragend mit dem sanften und trockenen Abgang. Das naturbelassene und unfiltrierte Bockbier, das durch eine sehr lange kalte Lagerung geklärt wurde, kann über viele Jahre im Keller reifen.


Michael Mößnang

Mutter aller Fahrräder...

LaufradZoombild vorhanden

Abb. 4: 200 Jahre Laufrad (Foto: Deutsches Museum)

… – und der Vater? Ein badischer Förster. Vor 200 Jahren, im Juni 1817, unternahm Karl Freiherr von Drais in Mannheim die erste öffentliche Ausfahrt auf seinem berühmten Laufrad. Mit seiner fast 50 Pfund schweren »Fahrmaschine ohne Pferd« legte er die Strecke von Mannheim bis an das Schwetzinger Rebenhaus und wieder zurück in einer Stunde zurück, wofür man zu Fuß etwa vier Stunden benötigte.

Drais wurde am 1785 in Karlsruhe als Sohn eines Oberhofrichters geboren. Bevor er sich den Zweirädern und anderen Erfindungen widmete, studierte er Landwirtschaft, Baukunst und Physik. Im Anschluss wurde er badischer Forstmeister. Doch bereits ein Jahr später wurde er vom badischen Großherzog freigestellt, um als Professor für Mechanik weiter an seinen Erfindungen zu tüfteln. Darunter waren ein notenschreibendes Klavier, ein Holzsparofen, ein Periskop, eine Kochmaschine und eine Schreibmaschine.

An Erfindungsreichtum mangelte es dem Forstmeister Drais nicht, Glück brachten ihm seine Erfindungen jedoch nicht. Seine »Fahrmaschine ohne Pferd« geriet sehr bald wieder in Vergessenheit. Drais starb in sehr bescheidenen Verhältnissen 1851 in Karlsruhe.

red

25 Jahre Ak Forstgeschichte

Mit Eichstätt war der Tagungsort für die 50. Sitzung mit Bedacht gewählt. Einerseits wirkt hier Forstdirektor Roland Beck, der als Gründungsmitglied des Arbeitskreises 1992 das Protokoll führte. Andererseits wurde mit der Eichstätter Forstordnung von 1592 vor 425 Jahren der Grundstock für eine Forstverwaltung gelegt, die sich um das Wohl und den Erhalt der Wälder kümmert. »Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und entsprechend auch die Zukunft gestalten«, formulierte treffend der Leiter der Bayerischen Forstverwaltung, Georg Windisch, in seinem Grußwort. Als der Arbeitskreis Forstgeschichte sich 1992 gründete, setzte er sich folgende Ziele:
  • Gedankenaustausch
  • Koordination forstgeschichtlicher Forschung
  • Aufzeigen von Forschungslücken
  • Hilfestellung bei der Erschließung forstgeschichtlicher Quellen
  • Bildung eines Forums zur Diskussion von Forschungsergebnissen
Vor allem die Vorstellung und Diskussion von Forschungsergebnissen wurde durch 50 Sitzungen in den 25 Jahren des Bestehens des Arbeitskreises in besonderer Weise erfüllt. Auf der Tagung wurde unter anderem auch die Festschrift zum 25-jährigen Bestehen des Arbeitskreises Forstgeschichte präsentiert.

red

Waldbau-Referent Brosinger verabschiedet

Foto dreier Männer Zoombild vorhanden

Abb. 5: Franz Brosinger (re.) wird von Staatsminister Brunner verabschiedet. Links sein Nachfolger Stefan Pratsch (Foto: StMELF)

Stabwechsel im Forstministerium:
Staatsminister Helmut Brunner hat den Leiter des Referats »Waldbau, Waldschutz, Bergwald«, Ministerialrat Franz Brosinger (re.), nach über 40 Dienstjahren in den Ruhestand verabschiedet. Bei einer Feierstunde im Ministerium in München würdigte Brunner die besonderen Verdienste des 65-Jährigen um die Forstwirtschaft in Bayern. »Mit großem persönlichen Engagement, hoher Fachkompetenz und besonderer Sensibilität für Herausforderungen wie den Klimawandel, haben Sie den Waldbau im Freistaat, vor allem auch im Bergwald, entscheidend mitgeprägt«, sagte der Minister in seiner Laudatio.

Erfolgsprojekte wie die Bergwaldoffensive oder die Schutzwaldsanierung tragen laut Brunner wesentlich Brosingers Handschrift. Sein Nachfolger wird ab 1. August Forstdirektor Stefan Pratsch (li.). Franz Brosinger begann nach dem Studium der Forstwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und anschließender Referendarzeit seine berufliche Laufbahn 1979 an der Oberforstdirektion Regensburg.

1980 wurde er nach München ans Ministerium versetzt. Nach Führungspositionen am Forstamt Rosenheim sowie den Oberforstdirektionen Augsburg und München kehrte Brosinger 1996 als Referatsleiter ans Staatsministerium zurück. Seit 2000 leitete er das Waldbau-Referat.

Sein Nachfolger Stefan Pratsch studierte ebenfalls an der LMU in München. Seine berufliche Laufbahn begann er 1994 am Forstamt Ebersberg. Nach Stationen an den Oberforstdirektionen Augsburg und München, mehreren Forstämtern und der Forstdirektion Oberbayern wechselte er 1999 ans Ministerium. Ab 2005 leitete Pratsch fast zehn Jahre den Forstbetrieb Schliersee der Bayerischen Staatsforsten. 2015 kehrte er als stellvertretender Leiter des Referats »Forstpolitik und Umwelt« ans Ministerium zurück.

red

Beitrag zum Ausdrucken

Weiterführene Informationen