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Ludwig Straßer und Heike Lenz
Erhöhte Unfallgefahr durch fortschreitendes Eschentriebsterben - Blickpunkt Waldschutz 7/2015

Die Situation in vom Eschentriebsterben vorgeschädigten Beständen hat sich in den letzten Jahren immer weiter verschlechtert. Besondere Gefahren entstehen derzeit nach Sommerstürmen, die dazu führen, dass Bäume vor allem der Vitalitätsklassen 3 und schlechter (siehe AFZ 3/2012 – Boniturschlüssel zur Einstufung der Vitalität von Alteschen), teils ohne deutliche Vorzeichen umbrechen.

Umgestürzter Baum hängt schräg in einem WaldbestandZoombild vorhanden

Abbildung: Verlust der Standsicherheit. Foto: L. Straßer

In der Regel sind in vielen bayerischen Beständen, vor allem auf Auwaldstandorten, Bäume ab der Klasse 3 (deutliche Kronenverlichtung) mittlerweile von Wurzelfäuleerregern befallen. Diese Erreger können zum Verlust von Wurzelstabilität und Standsicherheit führen. Gleichzeitig haben Altbäume ab der Vitalitätsstufe 3 starke Totäste, welche bei Windereignissen oder Fällung herabstürzen.

Wir raten daher in durch das Eschentriebsterben deutlich geschädigten Beständen oder in der Nähe von geschädigten Einzelbäumen:
  1. Bei allen Tätigkeiten (Auszeichnen, Pflanzung,…) gilt äußerste Vorsicht.
  2. Nötige Sanitärhiebe und Verkehrssicherungsmaßnahmen sollten soweit möglich mit Harvestern durchgeführt werden.
  3. Bei manuellem Fällen muss das Keilen unterbleiben und mit hydraulischen Fällhilfen oder Seilzug gearbeitet werden, da sonst größere Totastbereiche unkontrolliert herabstürzen können.
  4. Im Bestandesinneren sollten stark geschädigte Bäume als Totholz verbleiben und nicht unter Gefahr aufgearbeitet werden.
  5. Nicht ortskundige Waldarbeiter auf Gefahrenstellen deutlich hinweisen.