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Florian Krüger, 01.08.2016
Ausflug der Geschwisterbrut in den nächsten Tagen - Blickpunkt Waldschutz 6/2016

In der letzten Juniwoche begann der Ausflug der ersten Generation des Buchdruckers. Es handelte sich hierbei um einen sehr konzentrierten Ausflug und somit massiven Angriff auf die Fichtenbestände.

Am Schadgeschehen ist heuer der Kupferstecher auffällig stark beteiligt. Die Fangzahlen für diese Art sind in den vergangenen Wochen vergleichbar zu denen des Buchdruckers deutlich angestiegen und erreichten in der Woche vom 04. bis 10. Juni (27. KW) bis zu 120.000 Käfer pro Falle.
Die hohe lokale Dichte von Kupferstecher und Buchdrucker ermöglicht es den jetzt ausfliegenden Käfern, die Fichten zur Anlage der 2. Generation erfolgreich zu besiedeln, auch wenn sich deren Vitalität durch die gute Wasserversorgung in den vergangenen Wochen etwas verbesserte.

Aufgrund hoher Temperaturen kann sich der Stehendbefall durch den Buchdrucker vom Bestandesrand zunehmend in die Bestände verlagern. Kupferstecherbefall trat bereits zu Jahresbeginn verstreut im Bestand auf und setzt sich dort fort.

In der nächsten Woche muss zudem mit dem Ausflug der Geschwisterbrut gerechnet werden.

Empfehlungen

  • Derzeit muss weiter verstärkt nach stehendbefallenen Fichten an Bestandesrändern als auch im Bestandesinneren gesucht werden.
  • Die Suche nach Bohrmehl wird durch das teilweise regnerische Wetter erschwert, muss aber gerade jetzt mit hoher Intensität durchgeführt werden.
  • Befallene Fichten müssen rasch aus den Beständen entfernt werden, um damit den Bruterfolg der Borkenkäfer frühzeitig zu mindern. Dies gilt auch, wenn es sich dabei nur um einzelbaumweisen Befall oder sehr kleine Befallsherde handelt.
  • Sollte die Abfuhr eines Stammes nicht möglich sein, so sollte dieser grundsätzlich entrindet werden.
  • Kronenmaterial, welches nicht unverzüglich gehackt werden kann, sollte verbrannt werden. Die Beachtung der lokalen Waldbrandstufen und die Information der örtlichen Feuerwehr über das geplante Verbrennen sind obligatorisch.
  • Nicht rechtzeitig aufgearbeitete, aber bereits eingeschlagene Bäume, aus denen die Jungkäfergenerationen des Buchdruckers bzw. des Kupferstechers bereits sicher ausgeflogen sind, sollten nun noch mindestens vier Wochen in den Beständen belassen werden. Dadurch wird auch den sich langsamer entwickelnden Gegenspielern der Ausflug im Befallsgebiet ermöglicht.

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