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Waldzustandserhebung
Nachhaltiges Wirtschaften mit der Natur erfordert stete und zeitnahe Bewertung von Chancen und Risiken (Umweltbelastungen, Klimawandel, Kohlenstoffbindung, Biologische Vielfalt). Die LWF betreibt landesweites Monitoring. Wir verfolgen langfristige Entwicklungen und leiten daraus Schutzkonzepte für den Wald ab. Kontinuierliche Daten der Waldzustandserhebung und von Waldklimastationen leisten hierzu einen wichtigen Beitrag. Die Umweltbeobachtung im Wald dient sowohl dem vorsorgenden Schutz von Umweltgütern wie Boden, Wasser und Artenvielfalt als auch dem Schutz von Wirtschaftsgütern wie der nachhaltigen Holzproduktion. Ein Kennzeichen der forstlichen Umweltbeobachtung auf der Grundlage des Bayerischen Waldgesetzes ist die intensive Verschränkung der Komponenten Monitoring, Inventur und Flächeninformation zu einem Informationsnetzwerk, das die Stetigkeit der Erfassung mit der Anpassungsfähigkeit an neue Fragestellungen verbindet.
Die Waldzustandserhebung (WZE) auf einem systematischen, repräsentativen Stichprobennetz in ganz Bayern dient der Beurteilung des Gesundheitszustandes der Wälder und seiner Beeinträchtigungen durch Umwelt- und Klimaeinflüsse. In der regelmäßigen Beobachtung können Veränderungen erkannt und Risiken bewertet werden. Die Informationen sind eine unentbehrliche Grundlage für forst-, und umweltpolitische Entscheidungen zum Schutz des Waldes und werden jährlich dem Landtag berichtet (Waldzustandsbericht).
Im Jahr 1983 entwickelte die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) ein Verfahren, den Gesundheitszustand des Waldes mit einem Stichprobenverfahren objektiv zu erfassen. Dazu werden die Kronen der Waldbäume visuell beurteilt. Diese Methode blieb seit Beginn der Inventuren unverändert. Aufnahmen sind damit über Jahre hinweg vergleichbar.
Der Kronenzustand kann vergleichsweise leicht und einheitlich auf großer Fläche erhoben werden. Hauptmerkmale der Erhebung sind die Kronenverlichtung sowie die an Nadeln und Blättern auftretende Vergilbung. Zusätzlich werden Auffälligkeiten wie Insekten- und Pilzbefall sowie der Grad der Fruktifikation eingeschätzt. Je nach Baumart werden weitere Vitalitätsmerkmale erfasst, wie z.B. der Anteil von Trockenreisig bei Kiefern.
Im Kronenzustand spiegeln sich die Auswirkungen vielfältiger Stressfaktoren sichtbar wider. Besondere Bedeutung kommt der jährlichen Erfassung des Kronenzustandes hinsichtlich der Klimaerwärmung zu.
Der Waldzustand wird europaweit in verschiedenen Intensitätsstufen überwacht. Die bayerischen Daten gehen in den Bericht des Bundes und in den Europäischen Waldzustandsbericht ein. Der Waldzustandsbericht für Bayern wird von der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) jährlich erstellt und vom Bayerischen Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten herausgegeben.
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Link zu den Waldzustandsberichten
Der Waldzustandsbericht für Bayern wird von der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) jährlich erstellt und vom Bayerischen Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten herausgegeben.
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