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Karten für die Zukunft - KLIP4
| Status: |
laufendes Projekt |
| Laufzeit: |
01.08.2008 - 31.12.2011 |
| Projektleiter: |
Dr. Elke Dietz |
| Finanzierung: |
Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Rahmen des Klimaprogramms Bayern 2020 |
Bislang liegen Standortsdaten bayernweit z.T. lückenhaft und meist nur in analoger Form vor. Das Projekt "Karten für die Zukunft" arbeitet an der Schließung dieser Lücken und der Bereitstellung eines erstmalig flächendeckend vorliegenden, digitalen Standortsinformationssytems. Das Ergebnis soll nicht nur statische Bodenkennwerte zur Verfügung stellen, sondern auch verschiedene Berechnungen mit dynamisch anpassbaren Klimaparametern ermöglichen. So können forstliche Fragestellungen wie beispielsweise die Baumarteneignung der verschiedenen Standorte beantwortet werden. Durch das Einbeziehen von Klimaszenarien (Stichwort Klimawandel) wird somit z.B. eine flächendeckende Prognose hinsichtlich der Baumarteneignung unserer Standorte im Jahr 2100 möglich.
Zur Beratung stehen nach Abschluss des Projekts Karten mit verschiedenen Themen zur Verfügung, deren Herleitung - wie bei einer Zwiebel - in Schichten angeordnet ist. Die innerste Schicht entspricht dabei dem Rohdatenkern wie Niederschlag oder Standortseinheit, die äußeren Schichten - die Anwenderschichten – entsprechen den Endprodukten in Form von auf konkrete Fragestellungen zielenden, aufbereiteten Daten und Karten wie z.B. einer "Fichteneignungskarte".
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Schichtenmodell zum Projekt "Karten für die Zukunft"
Geodaten: Bayerische Vermessungsverwaltung (www.geodaten.bayern.de) |
Unter Federführung des Sachgebiets 2.1 (Standort und Bodenschutz) arbeiten für dieses Projekt derzeit 11 Mitarbeiter aus verschiedenen Sachgebieten der LWF zusammen. So fließen die Erfahrungen und das Wissen der Fachbereiche Boden- und Standortkunde (SG 2.1), Klima- und Wasserschutz (SG 2.2), EDV (insbesondere Datenbankarbeit, SG 1.3), GIS (SG 1.4) und des Labors (SG 1.2) mit ein.
Die Arbeitsbereiche gliedern sich im Projekt wie folgt:
Projektleitung und Ansprechpartner:
Dr. Elke Dietz
Modellierung:
Hier kommen Methoden der digitalen Bodenkartierung wie z.B. Entscheidungsbaum basierte Modelle zum Einsatz, um Flächen mit wenigen oder fehlenden Informationen konkrete Bodeneigenschaften zu weisen zu können (Tim Häring)
Bodenhydrologie / -physik:
Wir verwenden unter anderem das Programm LWF Brook90 um den Wasserhaushalt im Boden zu simulieren (Sebastian Osenstetter)
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Wasserhaushaltsparameter lokal und bayernweit |
Bodenchemie / Nährstoffe:
Bei häufig fehlenden Analysedaten ist die Auswertung der Standortsbeschreibung eine wesentliche Grundlage. Ableitungen aus der Geologie und zusätzliche Geländeaufnahmen ergänzen unseren Datenpool (Josefine Beck, Daniel Morovitz). Die Aufbereitung von Bodenproben wird vom Labor durchgeführt (Angela Zipperer)
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Mögliche Themenkarte z.B. zu Gesamt-Nährstoffvorräten |
Datenakquise und -verwaltung:
Hierunter fällt die Datenbeschaffung, -haltung und -weiterverarbeitung. Schwerpunkte der EDV-technischen Arbeit bilden die Programme ORACLE und ArcGIS (Ansprechpartner Katrin Jürgens, Anita Kübelsbeck, Roman Schaller, Angela Bauer-Sternagel)
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Ausschnitt der digitalen Übersichtsbodenkarte des LfU M 1:25.000 und Arbeitsumgebung/Entwicklungsbeispiele mit ORACLE, ACROBAT, APEX, PYTHON |
Organisatorisches und Schnittstelle:
Das Ergebnis unserer Arbeit soll die Beratung der Bayerischen Forstverwaltung unterstützen. Damit letztlich ein praxisorientiertes, anwenderfreundliches Standortinformationssystem bereitgestellt werden kann, setzen wir auf den engen Kontakt mit und das Feedback von den zukünftigen Anwendern. Der Anfang wurde bereits mit dem Projekt "Soforthilfe" (KLIP2) gemacht (Gerhard Wilhelm)
Das Projekt "Karten für die Zukunft" steht im engen Zusammenhang mit den Projekten "Bäume für die Zukunft" (KLIP3) und "WINALP". Ersteres liefert Informationen über die ökologischen Ansprüche der Baumarten für die Bestimmung der Baumarteneignung von Standorten, das zweitgenannte beschäftigt sich u.a. mit den Standortbedingungen in den bayerischen Alpen.
Weitere Informationen unter:
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