Seitenanfang : weiter zum Inhalt|
weiter zur Themennavigation|
LWF - Logo mit Link zu Startseite| Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten |
Wappen mit Link auf die Startseite des StMELF|
Kopfnavigation: weiter zur Position im Verzeichnisbaum|
Position im Verzeichnisbaum: weiter zum Inhalt|
StMELFLWFWaldökologie → Pilze des Waldes - Informationen zu Waldpilzen und weiteren Pilzarten
Inhalt: zurück zum Seitenanfang|

Pilze des Waldes

Buchenschleimrübling (Oudemansiella mucida) Buchenschleimrübling (Oudemansiella mucida) - Fruchtkörper an Baumart Buche im Naturwaldreservat Beixenhardt (Foto: Markus Blaschke)

Pilze begegenen uns überall, jeden Tag und nicht nur im Wald.
Pilze bilden dabei einen ganz eigenen Typ von Lebewesen. Sie sind keine Tiere und gehören auch nicht zu den Pflanzen. Den meist sichtbaren Fruchtkörper, den wir gemeinhin als Pilz bezeichnen, ist nur ein Teil des Pilzorganismus. Der größte Teil des Pilzes ist das sogenannte Mycel: Es durchwurzelt die obersten Wald-Bodenschichten oder auch totes Holz verschiedener Baumarten und ist für die Ernährung und das Wachstum des Pilzes zuständig.

Waldpilze leben als Schmarotzer, als Zersetzer oder in Partnerschaft mit Bäumen. Man schätzt, dass es weltweit mindestens so viele Pilzarten wie Samenpflanzen gibt, ca. 250.000 - 300.000 Arten. Eine Vielzahl unserer heimischen Pilzarten ist vom Aussterben bedroht.

Pilze des Jahres

Pilz des Jahres 2009: Blaue Rindenpilz - Pulcherricium caeruleum (Lam.) Parmasto

Krustenförmig wachsende Pilze aus der Familie der Corticiaceae sind oft recht unscheinbar. Nicht so der Blaue Rindenpilz, den man an seinem wunderschönen Indigo-farbenen Fruchtkörper einfach erkennen kann.

Pilz des Jahres 2008: Bronze-Röhrling - Boletus aereus

Der Bronze-Röhrling ist ein Verwandter des Steinpilzes. Eigentlich ein guter Speisepilz sollte der Bronze-Röhling jedoch nicht gesammelt werden: In der Roten Liste der gefährdeten Großpilze Deutschlands ist er als "stark gefährdet" gelistet.

Pilz des Jahres 2007: Die Puppenkernkeule - Cordyceps militaris

Ein Parasit mit vielseitigen Heilkräften!. Mit der Puppenkernkeule wählte die Deutsche Gesellschaft für Mykologie einen Pilzart, die uns zeigt, wie wichtig gerade kleine Pilze in unseren Ökosystemen sein können.

Pilz des Jahres 2006: Der Ästige Stachelbart - Hericium coralloides

Die filigranen Kunstwerke sind auf starke, abgängige und tote Laubholzstämme angewiesen. Wie kaum ein anderer Pilz lässt der Ästige Stachelbart Hericium coralloides (Scop.: Fr. Gray), auch heute noch jenes mystische Geheimnis durchblicken, das den Pilzen innewohnt. Galten doch die Pilze im Mittelalter und bis ins 18. und 19. Jahrhundert nicht als Lebewesen, sondern vielmehr als krankhafte Auswüchse der Erde und als Hexenwerk.

Pilz des Jahres 2005: Wetterstern - Astraeus hygrometricus

Der Wetterstern Astraeus hygrometricus hat eine Überlebensstrategie entwickelt, die an die Rose von Jericho erinnert. Im feuchten Zustand entfalten beide ihre volle Pracht.

Pilz des Jahres 2004: Echter Hausschwamm - Serpula lacrymans

Der gefürchtete "Echte Hausschwamm" wurde zum Pilz des Jahres 2004 erklärt.

Pilz des Jahres 2003: Papageigrüner Saftling - Hygrocybe psittacina

Wer ein Pilzbuch durchblättert, wird schnell feststellen, dass die grüne Farbe bei den Pilzen an sich schon eine gewisse Seltenheit verkörpert. Dieser Umstand ist auch ein Hinweis auf den Unterschied zwischen den Pflanzen, deren grüne Farbe in einem engen Zusammenhang mit der Photosynthese zu sehen ist.

Pilz des Jahres 2002: Orangefuchsiger Rauhkopf - Cortinarius orellanus (Fr.) Fr.

Der Orangefuchsige Rauhkopf (Cortinarius orellanus) ist einer der gefährlichsten Giftpilze Europas und rangiert auf der Skala der lebensbedrohenden Arten gleichauf mit den gefürchteten Knollenblätterpilzen.

Pilz des Jahres 2001: Mäandertrüffel - Choiromyces maeandriformis Vittadini

Eine der bekanntesten Trüffel Deutschlands ist die Mäandertrüffel (Choiromyces meandriformis). Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie hat sie zum Pilz des Jahres 2001 gewählt.

Pilz des Jahres 2000: Königs-Fliegenpilz - Amanita regalis (Fr.) Michael

Seinen roten Bruder, den Gemeinen Fliegenpilz, kennt wohl jedes Kind, aber wer kennt schon den Pilz des Jahres 2000 - den Königs-Fliegenpilz. mehr

Pilz des Jahres 1999: Satanspilz - Boletus satanas Lenz

Der Satanspilz wurde von der DGfM als Pilz des Jahres 1999 ausgewählt, um auch auf die Gefährdung von Arten hinzuweisen, die nicht geschützt sind und nicht gesammelt werden.

Pilz des Jahres 1998: Schweinsohr - Gomphus clavatus (Pers.: Fr.)

Das Schweinsohr wurde von der DGfM als Pilz des Jahres 1998 ausgewählt, um auf die Gefährdung dieser schönen Art hinzuweisen. Ihre Bestände - und auch andere seltene Arten - sind nur zu retten durch die Schonung alter Wälder.

Pilz des Jahres 1997: Frauentäubling, Grün-Violetter Täubling - Russula cyanoxantha Schaeff.ex Fr.

Der zu den Blätterpilzen zählende Frauentäubling wird wegen seiner schönen Farben auch grün-violetter Täubling genannt. Gesellig in Laub-, Misch- und Nadelwäldern, besonders aber unter Rotbuche und Fichte vorkommend, findet man ihn auf nährstoffarmen Böden im Frühsommer bis Herbst.

Pilz des Jahres 1996: Habichtspilz, Rehpilz - Sarcodon imbricatus (L.) Karst.

Der zu den Stachelingen zählende Habichtspilz wurde wegen seiner fortschreitenden Seltenheit zum Pilz des Jahres 1996 ausgewählt. Er wird daher in neuerer Literatur immer häufiger lediglich als Würzpilz und in getrockneter Form empfohlen.

Pilz des Jahres 1995: Zunderschwamm - Fomes fomentarius (L.;Fr.) Fr.

Der Zunderschwamm ist einer der häufigsten Holzzersetzer und vor allem in Buchenwäldern zu finden. Als Wundparasit verursacht er eine intensive Weißfäule an jungen und alten Stämmen, besiedelt aber auch als Zersetzer Totholz.

Pilz des Jahres 1994: Eichen-Rotkappe, Eichen-Rauhfuß - Leccinum quercinum (Pilàt) ex Pilàt

Die zu den Rauhfußröhrlingen gehörende Eichen-Rotkappe ist nahezu ausschließlich unter Eiche in Laubmischwäldern im Sommer bis Herbst an wärmebegünstigten Stellen anzutreffen. Verwechslungsmöglichkeiten sind möglich mit der Birken-Rotkappe, der Espen-Rotkappe, und der Heide-Rotkappe.

Holzzersetzende Pilze in Wald und Flur

Poster 1 mit Abbildungen von:

  • Leberpilz, Ochsenzunge Fistulina hepatica
  • Flacher Lackporling Ganoderma lipsiense
  • Buchen-Schillerporling Buckeltramete
  • Rötende Tramete Daedaleopsis confragosa
  • Wurzelschwamm Heterobasidion annosum
  • Kiefernbraunporling Phaeolus schweinitzii
  • Riesenporling Merpilus giganteus
  • Sparriger Schüppling Pholiota squarrosa
  • Laetiporus sulphureus Inonotus nodulosus
  • Austernseitling Pleurotus ostreatus
  • Gemeiner Spaltblättling Schizophyllum commune
  • Schwefelporling Laetiporus sulphureus
  • Buckeltramete Trametes gibbosa

Poster 2 mit Abbildungen von:

  • Hallimasch Armillaria sp.
  • Rotrandiger Baumschwamm Armillaria sp.
  • Fomitopsis pinicola
  • Birkenporling Piptoporus betulinus
  • Brandkrustenpilz Ustulina deusta
  • Mosaikschichtpilz Xylobolus frustulatus
  • Eichenfeuerschwamm Phellinus robustus
  • Zunderswamm Fomes fomentarius
  • Schuppiger Porling Polyporus squamosus
  • Zottiger Schillerporling Inonotus hispidus
  • Schmetterlingstramete Trametes versicolor
  • Zinnoberrote Tramete Pycnoporus cinnabarinus
  • Geweihförmige Holzkeule Xylaria hypoxylon