Inhalt:
zurück zum Seitenanfang|
Naturwaldreservat Jachtal
Ehemaliger Eichenmittelwald mit großkronigen Schaufelbuchen am Nordwestrand der Frankenhöhe

Der Kurzschröter (Aesalus scarabaeoides Panz.) ist der kleinste, aber auch seltenste von sieben Hirschkäferarten in Bayern
| Größe: |
49 ha |
| Regierungsbezirk: |
Mittelfranken |
| Gemeinde: |
Bad Windsheim |
| Forstbetrieb: |
|
| ALF: |
Uffenheim |
Das Naturwaldreservat liegt im Ickelheimer und Lenkersheimer Stadtwald der Stadt Bad Windsheim. Nordöstlich steigt hier die Frankenhöhe um gut 100 m an. Das Reservat umfasst die geologischen Schichten des Gipskeupers und des Sandsteinkeupers. Die Bestände sind aus ehemaliger Mittelwaldnutzung hervorgegangen. Auf der Ebene der Frankenhöhe kommen Bestände aus Eiche, Buche und Hainbuche vor. Auf Teilflächen dominiert jedoch die Buche. Auf den Steilhängen zur Windsheimer Bucht hin kommen neben der vorherrschenden Eiche noch Esche, Bergahorn, Spitzahorn, Kirsche, Birke, Linde, Hainbuche, Aspe, Elsbeere und Speierling vor. Im Ostteil setzt sich der Wald aus Eiche und Buche zusammen.
-
Das Naturwaldreservat Jachtal - LWF-Wissen 61
2003 wurde im Stadtwald Bad Windsheim der Kurzschröter Aesalus scarabaeoides, eine im Totholz lebende Hirschkäfer- und Urwaldreliktart, entdeckt. Im Wesentlichen dieser Fund veranlasste die Stadt, intensiv über die Einrichtung eines Naturwaldreservates zu diskutieren. Der Kurzschröter (Aesalus scarabaeoides Panz.) ist mit sechs Millimetern die kleinste, aber auch seltenste von sieben Hirschkäferarten in Bayern. Nur vier aktuelle Vorkommen sind bekannt. Die Art ist nach Bundesartenschutzverordnung streng geschützt und in Bayern und Deutschland vom Aussterben bedroht (RL 1). Die Larven entwickeln sich hauptsächlich bodennah, im kernfaulen Holz hohler Eichen.
|