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Natura 2000 - ökologisches Netz für die Biodiversität
Was ist Natura 2000?
Natura 2000 ist ein europäisches Biotopverbundnetz, mit dessen Hilfe die Vielfalt der Lebensräume und Arten in der EU und ihren Mitgliedsstaaten erhalten werden soll. Es setzt sich aus Fauna-Flora-Habitat- (FFH) und Vogelschutzgebieten zusammen. In Bayern bilden 745 Schutzgebiete mit 797.000 Hektar ein Flechtwerk wertvoller Lebensräume. Wälder sind in Natura 2000 mit 450.000 Hektar (56%) in Bayern überproportional beteiligt.
Daz Ziel von Natura 2000 ist, in den jeweiligen Landschaftsräumen ("Biogeografischen Regionen") stellvertretend für die gesamte Artenvielfalt ausgewählten Arten und Lebensräumen ein langfristiges Überleben ermöglicht werden - letztendlich auch als Lebensgrundlage für den Menschen.
Vielfältige Landschaften erhalten
In den FFH-Gebieten werden die dort vorkommenden FFH-Lebensräume und Arten erfasst und deren Erhaltungszustand bewertet. Durch die getroffene Auswahl bestimmter Arten und Lebensräume in den Anhängen der FFH- und Vogelschutz-Richtlinien wird eine konkrete Zielformulierung und Prioritätenfindung im Biotop- und Artenschutz ermöglicht. Bei mobilen Arten müssen dabei nicht nur Fortpflanzungsstätten, sondern auch Wanderkorridore und Rastplätze berücksichtigt werden.
Der Erhalt der Biodiversität im Wald und die ökologische Funktionalität sind z.B. auch in Zusammenhang mit Klimawandel ein wichtiges Thema. Viele Folgeprobleme der Landnutzung, denen wir heute gegenüber stehen, resultieren daraus, dass es bisher zu wenig Beachtung fand, die für Mitteleuropa charakteristischen Wald-Lebensräume mit ihren charakteristischen Arten in der landschaftstypischen genetischen Diversität zu erhalten.
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Waldlebensraumtypen
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FFH-Arten
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Waldvogelarten
Natura 2000 und die Konsequenzen - was ist speziell in Wäldern zu tun?
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Wertvolle Waldlebensräume in einem günstigen Zustand erhalten
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Zentrale Strukturen (v.a. Totholz und Biotopbäume) in ausreichender Menge und flächiger Verteilung erhalten
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Maßnahmen zur Vermeidung und Verminderung von Stickstoffeinträgen fördern
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Klimaschutz, Maßnahmen zur Vermeidung und Verminderung von CO2-Emissionen (v.a. Erhalt naturnaher Wälder und Moore; Moorrenaturierung)
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Förderung des Biotopverbunds, um Arten im Klimawandel Arealverschiebungen zu ermöglichen und genetischen Austausch zu ermöglichen
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Auendynamisierung
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Gezielte Förderung jeweils gesellschaftstypischer Neben- und Pionierbaumarten (vor allem der Eiche)
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Sensibler Umgang mit nicht-heimischen Gastbaumarten mit "Invasivitätspotenzial"
Das Natura 2000-Netzwerk beinhaltet u.a. mit Mooren, Süßwasserseen, Flussauen, und naturnah bewirtschafteten Wäldern auch sehr bedeutsame Kohlenstoffspeicher! Ein günstiger Erhaltungszustand dieser Lebensräume ist nicht nur eine Überlebensfrage für Tier- und Pflanzenarten.
Wo steht's geschrieben? Rechtlicher Hintergrund zu Natura 2000
Am 21. Mai 1992 erließ der Rat der Europäischen Gemeinschaften die Richtlinie 92/43/EWG, die so genannte 'Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie' (FFH-RL). Zusammen mit der bereits seit 1979 gültigen Richtlinie 79/409/EWG, der 'Vogelschutz-Richtlinie' (VS-RL), bildet die FFH-RL das Naturschutzprojekt NATURA 2000, das Arten und Lebensraumtypen innerhalb der EU in einem Länder übergreifenden Biotopverbundnetz schützen und damit die biologische Vielfalt insgesamt dauerhaft erhalten soll. Wesentlicher Bestandteil und zentraler Bezugspunkt der FFH-RL sind die so genannten Anhänge der FFH-RL. Hierbei handelt es sich um Listen mit EU-weit besonders schützenswerten Arten (Anhang II, IV und V) und Lebensraumtypen (Anhang I).
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