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Hirschkäfer in Bayern

Heinz Bußler

Serie zu den Hirschkäfer-Arten in Bayern

Das "Insekt des Jahres" wird seit dem Jahr 1999 von einem Kuratorium zusammen für Deutschland, Österreich und die Schweiz gewählt. Ziel ist es auch die breite Öffentlichkeit für Insekten zu interessieren. So werden in der Regel meist sehr auffällige oder interessante Arten, die über einen gewissen Bekanntheitsgrad verfügen, gewählt.

Hirschkäfer auf einem Ast Der Hirschkäfer heißt auch Feuerschröter. Im Mittelalter glaubte man, die männlichen Käfer könnten die strohbedeckten Dächer mit ihren feuerroten Zangen in Brand setzen. (Foto: Bußler, LWF)

Der Hirschkäfer (Lucanus cervus L.), Insekt des Jahres 2012, ist vielen Menschen dem Namen nach oder von Bildern bekannt, in der Natur gesehen haben ihn aber nur wenige. Die Art ist mit Ausnahme von Schleswig-Holstein aktuell noch in allen Bundesländern vorhanden. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es in Deutschland zu starken Bestandsrückgängen und die Art wird in den Roten Listen als "stark gefährdet" geführt. Das Kuratorium will mit der Wahl des Hirschkäfers auf die Gefährdungssituation eines der größten Käferarten Mitteleuropas hinweisen und damit zum Erhalt und zu einer Verbesserung seiner Lebensräume beitragen.

Zur Familie der Hirschkäfer (Lucanidae) gehören in Mitteleuropa aber sechs weitere Arten. Alle sind auch in Bayern verbreitet. Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) wird die Biologie und Ökologie der sechs weiteren Hirschkäferarten im Laufe des Jahres 2012 in einer Serie vorstellen.

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