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Die Waldvögel des Nymphenburger Schlossparks
Thomas Grüner
Menschenmassen bevölkern vor allem an schönen Wochenendtagen den Schlosspark und suchen Erholung bei einem Nachmittagsspaziergang. Die vielen Touristen die alljährlich das Schloss besuchen haben eher ein kulturhistorisches als ein naturkundliches Interesse. Nur schwer kann man sich dann vorstellen, dass der Park eine Bedeutung für die Vogelwelt haben könnte. Doch wer sich mit der Avifauna des Parks beschäftigt merkt bald, wie wichtig diese kleine grüne Oase inmitten von München für Brut- und Zugvögel ist.
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2011 konnte man den Waldkauz an fünf verschiedenen
Tageseinständen beobachten. (Foto: T. Grüner) |
Bereits im Jahr 1804 begann Ludwig von Sckell mit der Umgestaltung des Kunstgartens in einen naturnahen Landschaftsgarten. In den Waldgebieten des Schlossparks konnte sich im Laufe der Zeit eine reichhaltige Waldvogelwelt ansiedeln.
Neben den allgegenwärtigen Wasservögeln hat der Park eine besondere Bedeutung für Waldvögel - knapp zweihundert Vogelarten konnten inzwischen innerhalb der Parkmauern nachgewiesen werden, für ein ca. 187 ha großes Gebiet in einer Großstadt eine bemerkenswerte Anzahl. Dies liegt vor allem daran, dass sich schon in früher Zeit eine Reihe bedeutender Ornithologen mit der Avifauna des Parks beschäftigten.
So sind wir heutzutage in der glücklichen Lage, dass aussagekräftiges Material über die Artzusammensetzung und Bestandsentwicklung der Vogelwelt seit über 120 Jahren aus dem Nymphenburger Schlosspark vorliegt.
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