Seitenanfang : weiter zum Inhalt|
weiter zur Themennavigation|
LWF - Logo mit Link zu Startseite| Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten |
Wappen mit Link auf die Startseite des StMELF|
Kopfnavigation: weiter zur Position im Verzeichnisbaum|
Position im Verzeichnisbaum: weiter zum Inhalt|
StMELFLWFWaldökologieNaturschutz → Die Alteichenbestände im Schlosspark Nymphenburg
Inhalt: zurück zum Seitenanfang|

Die Eichen im Schlosspark Nymphenburg - Bedeutung, Verwendung, Erhaltung

Rainer Herzog

Heimische Eichen besaßen für den Schlosspark Nymphenburg seit jeher eine herausragende Bedeutung, wobei in zeitgenössischen Beschreibungen nicht zwischen Stieleiche (Quercus robur) und Traubeneiche (Quercus petraea) unterschieden wurde.

Die Pagodenburg mit dem sog. Eichholz und der darin angelegten Mailbahn im Hintergrund (Gemälde von Franz Joachim Beich, 1722/23) (Quelle: BSV)

Friedrich Ludwig von Sckell (1750– 1823), der führende Gartenkünstler seiner Zeit, verwandelte den formalen Schlosspark Nymphenburg zu Beginn des 19. Jahrhunderts in einen Landschaftsgarten von klassischer Reife. Unter Einbeziehung bereits vorhandener Gehölzbestände schuf er eindrucksvolle Gartenräume und Parkbilder.

Dabei kam den Eichen eine herausragende Bedeutung zu, denn Sckell brachte ihnen generell eine hohe Wertschätzung entgegen. Eichen gehören in Nymphenburg zudem zur potentiellen natürlichen Vegetation und spielten schon im barocken Garten des 18. Jahrhunderts eine besondere Rolle. Einerseits bezog Sckell bewusst zahlreiche Alteichen in seine gestalterische Konzeption ein, andererseits pflanzte er auch zielgerichtet junge Eichen, um dadurch charakteristische Parkbilder zu entwickeln.

Die räumlich-visuelle Struktur des Schlossparks Nymphenburg wird noch heute von vielen alten Eichen im Zusammenwirken mit anderen Baumarten bestimmt. Bei der gartendenkmalpflegerischen Arbeit kommt deshalb der Bewahrung der originären Sckell’schen Gestaltungskonzeption und der untrennbar damit verbundenen Bepflanzung eine außerordentliche Relevanz zu.

Weiterführende Links

Summary

Friedrich Ludwig von Sckell (1750–1823) was the leading landscape gardener of his era. At the beginning of the 19th century, he transformed the formal Nymphenburg Palace Park into a landscaped garden of classical maturity. Integrating various already existing wooded areas, he created impressive garden areas and parklands. The oaks were of particular importance in the project, as Sckell greatly appreciated oaks generally. Oaks also form part of the potential natural vegetation at Nymphenburg castle, and they had already played a special role in the Baroque garden of the 18th century. On the one hand Sckell consciously integrated many old oaks in his design concept. On the other hand, he actively planted young oaks in order to develop characteristic parklands. The visuo-spatial structure of the Nymphenburg Palace Park is defined even today by many old oaks in combination with other tree species. The maintenance of Sckell's original design concept and the planting activity intrinsically associated with it is thus accorded great significance in conservation work on the historical gardens.

Autor

  • Rainer Herzog - Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser,
    Gärten und Seen