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Wald und Naturschutz - Der Eisvogel
Martin Lauterbach
Gewässerschutz braucht neuen Schwung
Nach 1973 wurde der Eisvogel 2009 erneut zum Vogel des Jahres gewählt. Als Wappentier des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern e.V. bietet sich dies zum hundertjährigen Jubiläum des Verbandes natürlich an. Doch der kleine Vogel hat mehr zu bieten als nur Werbeträger zu sein. Seine Wiederwahl nach 36 Jahren soll dem Wunsch der Naturschutzverbände nach neuem Schwung für den Gewässerschutz Ausdruck verleihen.
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Der Eisvogel benötigt täglich bis zu 30 Gramm Nahrung, die überwiegend aus Kleinfischen besteht. (Foto: M. Delpho (NABU)) |
Der Eisvogel (Alcedo atthis) ist über ganz Europa verbreitet, kommt aber nirgends wirklich häufig vor. Darüber hinaus erreicht er Richtung Osten sogar Japan und viele Inseln Südostasiens. In Europa ist er der einzige Vertreter aus der Familie der Eisvögel (Alcedinidae). Als Brutvogel ist er in Süd-,WestundMitteleuropa ganzjährig anzutreffen. Im Norden und weiter nach Osten verlässt er jedoch vor dem Winter seine Quartiere und zieht in wärmere Gefilde. Jungvögel und Weibchen verstreichen zuerst, während die Männchen so lange wiemöglich im eigenen Revier ausharren. Bereits ab Ende Januar werden die Brutreviere wieder neu besetzt.
Der knapp spatzengroße Körper mit fast schon verkümmerten Beinen und einem überdimensionalen Schnabel wirkt nicht gerade anmutig. In puncto Gefiederfärbung ist er jedoch nicht zu übertreffen. Oberkopf, Schultern und Flügeldecken sind blaugrün gefärbt und an den Spitzen azurblau getupft. Der Rückenstreifen, vom Nacken bis zur Schwanzspitze, ist türkisblau, der rostrote Bauch und die Flanken bilden hierzu einen deutlichen Kontrast. Das schillernde Gefieder hat dem Eisvogel den Namen »Fliegender Edelstein« eingebracht. Interessanterweise enthalten die blau schillernden Federn keine blauen Pigmente. Zerreibt man eine Feder oder strapaziert man ein Präparat durch zu häufiges Abstauben, verschwindet die blaue Farbe. Man spricht hier von Strukturfarben, die auf eine besondere Lichtbrechung feinster Strukturen auf den Federn zurückzuführen sind.
Autor
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Martin Lauterbach
Mitarbeiter im Sachgebiet Naturschutz, Fachbereich Natura 2000, Vogelmonitoring, Schulungen, Fortbildungen und Beratung zum Thema Vogelschutz im Wald
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