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Vögel als Indikatoren für die Nachhaltigkeit

Martin Lauterbach, Sachgebiet Naturschutz

Vogelarten wie die Blaumeise zeigen uns zentrale Strukturen in Wäldern an

Vogelarten können als Bioindikatoren Veränderungen in der Landschaft dokumentieren und die Stellgrößen, die zu diesen Veränderungen führen, identifizieren. In Wäldern zeigen sie die ökologische Nachhaltigkeit unserer forstlichen Bewirtschaftungsmaßnahmen auf. Der Schutz von Vogelarten und ihrer Lebensräume leistet zudem einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt.

Blaumeise Die Blaumeise ist nur in Deutschland weit verbreitet. (Foto: M. Lauterbach)

Viele Vogelarten sind eng an das Vorhandensein bestimmter Habitatstrukturen gebunden. In Wäldern beeinflusst der Deckungsgrad der jeweiligen Baum-, Strauch- und Krautschicht das Vorkommen der Arten maßgeblich.
Daneben sind die Größe der Waldfläche, das Alter der Bäume, die Mengen an Totholz, die Zahl der Biotopbäume (z.B. Bäume mit Höhlen), das Mischungsverhältnis von Laub- und Nadelbäumen sowie die landschaftliche Einbettung dieser Flächen (z.B. Entfernung zur nächsten Offenlandfläche) weitere zentrale Steuergrößen.

Die Strukturbindung kann dabei jahreszeitlich sehr unterschiedlich sein. So bevorzugen z.B. einige überwinternde Kleinvogelarten wie Meisen und Finken ab dem Herbst dichte, deckungsreiche Nadelholzbestände, während sie sich zur Brutzeit in eher lichten, insektenreichen Laubbaumbeständen aufhalten.

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