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Klima und Witterung
Klima:
Das Klima, also der mehrjährige, mittlere Verlauf der meteorologischen Daten, ist eine wichtige Voraussetzung für die Existenz und das Gedeihen der Baumarten.
In Kooperation mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) wurden Klimakarten für Bayern gefertigt, die die mittleren, monatlichen Temperatur- und Niederschlagswerte für den Zeitraum von 1971 bis 2000 in einer hohen Auflösung (50 x 50 Meter) darstellen. Die Karten erlauben eine Charakterisierung der aktuellen Wuchsbedingungen für die Bäume. Sie dienen als Bezugspunkt zur Abschätzung der Änderungen im Klimawandel.
Klimaszenarien:
Wald ist wegen seiner langen Produktionszeiträume in besonderem Maße vom Klimawandel betroffen. Um abzuschätzen, in welche klimatischen Verhältnisse die Wälder hineinwachsen, müssen Daten zum Ausmaß der Klimaänderung vorliegen.
Auf Basis verschiedener Szenarien zur Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen in diesem Jahrhundert wurden globale, meteorologische Modelle gerechnet, die die Entwicklung meteorologischer Daten, besonders der Temperatur, bis zum Jahr 2100 abschätzen. Mit den Eingangsdaten dieser globalen Modelle wurden für Deutschland verschiedene regionale Modelle (WETREG, Remo, CLM) angetrieben. Damit können regionale Projektionen zu den maßgeblichen meteorologischen Größen gemacht werden. Es liegt auf der Hand, dass die drei Modellierschritte von Emissionsszenarien über Globale Zirkulationsmodelle zu regionalen Klimamodellen zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Für eine Interpretation der Daten ist deshalb die Kenntnis der Unterschiede und Besonderheiten der Modelle eine wichtige Voraussetzung.
Phänologie:
Phänologie ist die systematische Beobachtung von wiederkehrenden Entwicklungsereignissen im Jahresverlauf (z.B. herbstliche Laubfärbung) sowie von Reaktionen auf biotische oder abiotische Ereignisse. Phänologische Daten werden in verschiedener Intensität an allen Bayerischen Waldklimastationen erhoben.
Mit den phänologischen Beobachtungen können Zustand, Entwicklung und Schädigung der Waldbäume beschrieben und Zusammenhänge zu den Umweltfaktoren (Witterung, Wasserhaushalt, Schadstoffeintrag, usw.) hergestellt werden. Die Vegetationszeit für einzelne Standorte kann abgegrenzt und in Beziehung zu meteorlogischen Daten gesetzt werden. Langfristige phänologische Beobachtungen sind wichtige Proxi-("Stellvertreter"-)Daten zur Aufdeckung oder Bestätigung von Trends, z.B. der Verschiebung der Vegetationszeit durch den Klimawandel.
Forstlich besonders interessant ist die wöchentliche Messung des Durchmesserzuwachses der Stämme an sechs Waldklimastationen, die die Biomasseproduktion im Jahresverlauf zeigt.
Witterung:
Witterung beschreibt kurzfristige Wetterverläufe und ist für den Wald umso bedeutsamer, je weiter die meteorologischen Parameter von den mittleren, langjährigen Verläufen abweichen. Die Stärke des Messnetzes der Bayerischen Waldklimastationen ist es, dass die Wetterdaten am Wirkungsort erfasst werden und gleichzeitig auch Daten zur Auswirkungen auf das Waldökosystem erhoben (Zuwachs, Phänologie, Wasser- und Stoffkreisläufe). Von besonderem Interesse sind Witterungsextreme und die Reaktion der Waldbäume. Angesichts des Klimawandels liefern die Daten von Trockenjahren (2003), Hitzemonaten (Juli 2006) oder milden Wintern (2006/2007) wichtige Informationen zur Anfälligkeit der Waldökosysteme.
Neben der unmittelbaren Beschreibung von Ursache-Wirkungs-Beziehungen sind die Witterungsdaten der Waldklimastationen eine wichtige Eingangsgröße für verschiedene ökologische Modelle. Meteorologische Daten der Bayerischen Waldklimastationen werden deshalb aus ganz Europa nachgefragt.
Witterungsreport und Bodenfeuchtemessungen
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